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Audi Q5 Hybrid:Mit dem Powermeter den Gasfuß zähmen

Das ganze Hybrid-Paket des "sportlichsten Hybrid-SUV" (O-Ton Audi) wiegt nur 130 Kilogramm - also soviel wie zwei sehr schlanke Erwachsene -, die Lithium-Ionen-Batterie selbst nur noch 37 Kilogramm. Den Akku hat Audi im Staufach unter dem Kofferraum untergebracht, so dass keinerlei Einschränkungen hinzunehmen sind (das Volumen: 460-1480 Liter). Neue Felgen, Feinschliff am Unterboden und eine um 25 Millimeter tiefere Trimmlage verhelfen dem Q5 Hybrid zu einem cw-Wert von 0,32 - der Bestwert in seiner Klasse.

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Der Elektro-Wankel

Während die meisten aktuellen Hybridmodelle noch herkömmliche Nickel-Metall-Batterien mit sich herumschleppen, speichern im Q5 Hybrid moderne, deutlich effizientere und leichtere Lithium-Ionen-Akkus den Strom. Der Akku setzt sich dabei aus 72 Zellen zusammen (sie werden von Sanyo gefertigt), seine Leistung beträgt 39 kW. Er verfügt sogar über einen eigenen Kühlkreislauf, um ihn immer im optimalen Betriebszustand zu halten.

Beim Motor greift Audi auf den bewährten 2.0-TFSI-Benziner zurück (2009 ausgezeichnet als "Engine of the Year"): Mit seinen 155 kW / 211 PS Leistung, dem maximalen Drehmoment von 350 Nm, mit Benzin-Direkteinspritzung und Turboaufladung ist er der weltweit meistverkaufte Motor aus dem VW-Konzernregal. Für den Einsatz im Hybridmodell wurde er nochmals kräftig überarbeitet werden - unter anderem wurde der Turbo weiter feingetunt.

Den scheibenförmigen Elektromotor wiederum bezeichnet Audi als "permanent erregte Synchronmaschine". Sie leistet bis zu 40 kW / 54 PS und stellt ein Drehmoment von 210 Nm bereit, sie fungiert als Starter und beim Bremsen als Generator. Eingebaut ist der Elektromotor in die Achtgang-Automatik - anstelle des Drehmomentwandlers.

Ein sogenannter Hybridmanager regelt während der Fahrt den Übergang der Betriebsarten - der wiederum ist im Steuergerät des Motors integriert. Der Wechsel vom Elektro- in den Verbrennungsmodus ist während der Fahrt kaum zu spüren - lediglich ein kleines Rucken und ein leicht erhöhter Geräuschpegel weisen darauf hin, wenn der Benziner wieder eingreift. Die Kraft beider Motoren ergibt eine Systemleistung von 180 kW / 245 PS und ein maximales Drehmoment von 480 Nm.

Im Innenraum blieb fast alles gleich, nur ein neues Anzeigeinstrument ist zu entdecken: Einen Drehzahlmesser gibt es nicht mehr, seinen Platz links vom Tacho hat das sogenannte "Powermeter" eingenommen. Es zeigt an, wie viel Leistung gerade abgerufen wird - oder ob der Akku dank Rekuperation aufgeladen wird.

Wer es schafft, den Zeiger im grünen Bereich zu halten, weiß, dass er entweder rein elektrisch oder zumindest spritsparend fährt. Das stachelt den Ehrgeiz durchaus an - und beeinflusst natürlich den Umgang mit dem Gaspedal. Die ersten Kilometer ertappen wir uns auch dabei, dass wir öfter auf die Instrumente als auf die Straße gucken ...

Über die "EV-Taste" in der Mittelkonsole können wir dem Q5 außerdem mitteilen, dass wir eigentlich am liebsten elektrisch und ohne Verbrennungsmotor fahren würden. Rein elektrisch geht aber natürlich nur, wenn im Akku noch mindestens 30 Prozent Saft übrig ist - links vom Powermeter können wir es wie bei einer Tankanzeige überprüfen.

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