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Audi A8 4.2 TDI quattro:Gezähmte Kraft

Wenn er könnte, wie er wollte: Audis neuer A8 ist mit dem großen V8 bärig, wenn auch nicht ganz zeitgemäß motorisiert.

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Audi A8

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Der Auftritt des neuen A8 schindet Eindruck, wirkt wuchtig. Wer dieses Autogesicht im Rückspiegel auftauchen sieht, macht wohl freiwillig Platz. Alleridings musste zu diesem Zweck der chrombeladene Single-Frame-Grill obszön groß ausfallen.

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Das Kraftwerk: der Achtzylinderdiesel mit 4,2 Litern Hubraum, die 800 Newtonmeter auf die Kurbelwelle stemmen. Wen interessiert da noch die reine Leistung von 258 kW / 350 PS?

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Die elektrische Sitzverstellung, deren Schalter natürlich mit  Klavierlack überzogen sind (auch wenn es an dieser Stelle eigentlich niemand wirklich sieht). Immerhin: Der Fahrer kann sich massieren oder sanft in den Rücken boxen lassen, die Seitenwangen geben auf Wunsch mehr oder weniger Halt, die Lordosenstütze ist individuell einstellbar. Auch Wunsch steht nicht nur die Sitzheizung zur Verfügung, sondern auch eine Sitzkühlung: Kleine Ventilatoren blasen dann durch das perforierte Leder kühle Luft nach oben.

Der Preis für Sitzbelüftung und Massage (nur vorne): 1352, 94 Euro plus MwSt.

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Mit dem MMI, dem Multimedia Interface von Audi, das Musik, Telefon und Naviagtion über den zentralen Drehregler steuert, kommt man nach kurzer Eingewöhnungszeit prima zurecht (sofern man die Logik des Systems nicht ohnehin schon kennt).

Neu: das sogenannte MMI touch. Wer will kann die Steuerbefehle fürs MMI auch über das Touchpad (links von Drehregler) eingeben. Es erkennt Zahlen und Buchstaben - und das in vielen Sprachen. Die Bedienung? Intuitiver geht es nicht.

Der Preis: 2436,96 Euro plus MwSt.

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Die Gefahr, die Orientierung zu verlieren, besteht nicht wirklich. Für alle Fälle steht aber neben dem Navi auch noch ein eher altertümlich wirkedner Kompass zwischen den Rundinstrumenten zur Verfügung.

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Feinspitze erkennen ihn sofort: den ausfahrbaren Hochtöner von Bang & Olufsen. Der A8 kann durchaus in einen veritablen Konzertsaal verwandelt werden. Allerdings liefert auch die "Bose Surround Sound"-Anlage (996,39 Euro plus MwSt.) äußerst hörenswerte Ergebnisse.

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Wer nicht allzu staatstragend unterwegs sein möchte, kann den A8 dezent sportlich aufpeppen - zum Beispiel mit diesen "Aluminium-Schmiedeleichtbaurädern im 10-Parallelspeichendesign" (Größe 9J x 20, Reifen 265/40 R20). Kostenpunkt: 2226,89 Euro plus MwSt.

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Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat der A8 in allen Dimensionen zugelegt. Es gibt genug Platz, vor allem auch im Fond. Nur sollte man nicht in der Mitte sitzen - diese Platz taugt höchstens für Kinder. Punkt.

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Ein Handschmeichler: der neu gestaltet Wählhebel des Automatikgetriebes. Sicher, es brauchte ein bisschen Eingewöhnung - aber selbst danach ist es relativ leicht, sich öfter als nötig zu verschalten. Die Druck- und Einrastpunkte liegen doch sehr eng beisammen.

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Die Freude am Fahren ist nicht mehr nur BMWs Domäne. Der V8 TDI befreit sich lässig aus jeder denkbar kniffligen Situation - unterstützt von einem Getriebe, das jederzeit eine fugenlos passende Übersetzung bereit hält.

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Investieren sollte man aber in die Dynamiklenkung (1092,44 Euro plus MwSt.). Sie reagiert präziser und bietet bei Kurvenfahrten und beim Rangieren außerdem mehr Komfort.

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Das Volumen des Kofferraums ist eines Oberklassen-Autos nicht wirklich würdig: 510 Liter stehen zur Verfügung. Das sind zwar zehn mehr als im Vorgängermodell, allerdings 50 weniger als in der Mercedes S-Klasse. Den Raum, der hier fehlt, beansprucht der Allradantrieb.

Noch einmal zum Mitschreiben: Dieses Modell hätte in Summe 123.099,98 Euro gekostet (mit MwSt.!). Der Basispreis beträgt 90.800 Euro (mit MwSt.).

© sueddeutsche.de/gf

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