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Airbus A380:Im Lufthansa-A380 ist Platz für 520 Menschen

Insgesamt vier A380 bekommt die Airline bis September. Zunächst werden die Maschinen nicht, wie von vielen erwartet, auf die New-York-Strecke geschickt, sondern nach Tokio. Als zweiter Liniendienst ist die Strecke Frankfurt-Peking vorgesehen, als dritte Frankfurt-Johannesburg. Alle 15 Maschinen, von denen vier weitere 2011 ausgeliefert werden, sind in Frankfurt stationiert. Je nachdem, wie sich die Nachfrage im Luftverkehr entwickelt, werden sie dort ältere Modelle des Typs Boeing 747-400 ersetzen oder für mehr Kapazität sorgen, wenn die Jumbos noch eine Weile weiterfliegen dürfen.

Mit 520 Sitzen bietet der A380 Platz für mehr als 100 zusätzliche Passagiere. Acht First-Class- und 92 Business-Class-Sessel sind auf dem Oberdeck untergebracht, 420 Economy-Sitze auf dem Hauptdeck. Damit ist Lufthansa nach Air France die Gesellschaft, die die meisten Passagiere im A380 unterbringen will. Air France hat 538 Sitze eingebaut. Die A380-Airlines Qantas, Singapore Airlines und Emirates blieben dagegen deutlich unterhalb der 500 Sitze.

Während bei Lufthansa die Economy- und Business-Class-Kabinen praktisch unverändert bleiben, nutzt die Airline die Gelegenheit, auf ihrem neuen Flaggschiff eine neue First Class zu präsentieren. Über das Timing kann man sich allerdings ein wenig wundern: Viele Jahre lang hat die Airline in der teuren Kabine einen mittlerweile völlig veralteten Sitztyp beibehalten, während die Konkurrenz ihren besten Kunden schon längst echten Luxus bot.

Mittlerweile haben sich viele Fluggesellschaften dazu entschlossen, die First Class abzuschaffen, weil sie kaum noch gebucht wird. Lufthansa hat sich wieder einmal anders entschieden, zumal die A380 sowieso nur auf den Strecken fliegen werden, auf denen besonders viele zahlungskräftige Geschäftsleute unterwegs sind.

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