bedeckt München 23°

Airbus A380:Dienstbeginn für Gulliver

Am Mittwoch übernimmt die Lufthansa ihren ersten A380 - ein gigantisches Trainingsprogramm ging voraus.

Jens Flottau

Es ist früh am Morgen, noch weit vor acht Uhr, und doch schwirren schon Dutzende Techniker durch den riesigen Hangar auf der Südseite des Frankfurter Flughafens. Einer der Flugzeugschlepper hat die Warnlampen an und schiebt das Flugzeug behutsam rückwärts in ein riesiges Gerüst, bis das Stoppsignal kommt. Die Männer ringsherum klatschen applaudierend in die Hände - geschafft. Rückwärts einparken fällt manchem schon mit einem Kleinwagen nicht leicht, wie schwer muss das Manöver dann erst mit einem Airbus A380 sein?

Airbus A380 Lufthansa

Übung macht den Meister: Bevor der A380 in Dienst geht, mussten viele Abläufe trainiert werden - auch das Einparken auf der Werft.

(Foto: Foto: rtr)

An diesem Mittwoch übernimmt die Lufthansa ihren ersten Airbus A380, zweieinhalb Jahre später als ursprünglich vorgesehen. Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber kommt mit einem Großteil seiner Führungsriege ins Airbus-Werk nach Hamburg. Nach einem Festakt wird Flugbetriebsvorstand Jürgen Raps die mit der Registrierung D-AIMA versehene Maschine nach Frankfurt fliegen, wo sie von Oberbürgermeisterin Petra Roth auf den Namen ihrer künftigen Heimatstadt getauft wird.

Seit Monaten bereitet sich Lufthansa akribisch auf den großen Tag vor. Schließlich handelt es sich bei dem A380 um das mit Abstand größte Flugzeug, das die Airline je betrieben hat.

In praktisch allen Bereichen des Flugbetriebs, am Boden wie in der Luft, müssen neue Verfahren eingeübt und Mitarbeiter geschult werden. Und sei es nur, dass die Schlepperfahrer trainieren müssen, wie sie einen A380 in der Werft einparken. Dafür hatte Lufthansa im April extra einen Prototyp aus Toulouse einfliegen lassen.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite