ADAC-Parkhaustest 2011:Enorme Preisunterschiede zwischen den Großstädten

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Ganz anders fiel die Bilanz des Düsseldorfer Testverlierers aus: Die Einfahrtshöhe des Gebäudes aus den sechziger Jahren sei mit 1,80 Metern viel zu niedrig, die Parkplatzbreite (2,25 Meter) zu schmal und die Bausubstanz marode. Das vernichtende ADAC-Urteil: "Insgesamt ungepflegt und schmutzig sowie alles andere als behindertengerecht ist es genau der Typus Parkgarage, den man fürchtet."

Ebenfalls mit "sehr mangelhaft" fielen die Garagen in der Berliner Kalckreuthstraße und der Maastrichter Straße in Köln durch. Aber auch bei den anderen Parkhäusern zeigten sich die Prüfer nicht immer erfreut. Die empfohlene Parkplatzbreite von 2,50 Metern wies laut Test nur jede dritte, barriefreie Behindertenstellplätze kaum jede zweite Garage auf.

Häufige Kritikpunkte waren auch nicht überwachte Frauenparkplätze, fehlende Leitsysteme für Autos und Fußgänger sowie mangelnde Ausleuchtung.

Große Unterschiede gab es zudem bei der Preispolitik: Am günstigsten war die Parkstunde demnach in Hannover mit durchschnittlich 1,14 Euro. In München mussten Autofahrer mit 3,10 Euro fast dreimal so viel zahlen. Bundesweit lag der Durchschnitt bei 1,83 Euro pro Stunde, wobei der ADAC verbraucherfreundlich getaktete Tarife mit kurzen Zeiteinheiten im Test belohnte.

Der ADAC hat den Parkhaustest bereits zum zweiten Mal durchgeführt. Im Vorjahr kam die erstplatzierte Großgarage aus München, der Verlierer aus Hamburg. Insgesamt erhielten 2010 sogar zwölf der 50 getesteten Parkhäuser die Note "mangelhaft" oder "sehr mangelhaft".

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