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Fliegen: CO2-Ausstoß:Was hinten rauskommt

Mit dem Atmosfair Airline Index liegt erstmals eine Liste vor, die den CO2-Ausstoß der Airlines pro Passagier transparent macht. Kritiker bemängeln aber das Fehlen der Billigflieger.

Ob bei neuen Automobilen oder auch bei Kühlschränken - längst steht den Kunden eine Vielzahl von Informationen zur Verfügung, mit der sich die Umweltverträglichkeit einschätzen lässt. Anders bei Fluggesellschaften - hier hatten Fluggäste bislang keine Möglichkeit, die Klimaeffizienz der Airlines zu vergleichen.

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(Foto: dpa)

Zur Internationalen Tourismus-Börse (ITB), die am kommenden Mittwoch in Berlin eröffnet wird, erscheint nun erstmals eine Rangliste, die deutlich macht, welche Airlines wie viel CO2 pro Passagier im Jahr 2009 ausgestoßen haben. Die Besten der Auswertung: die britische Chartergesellschaft Monarch Airlines und der deutsche Ferienflieger Condor.

Errechnet wurde der Atmosfair Airline Index (AAI) von der Klimaschutz-Organisation Atmosfair. Sie wirbt seit längerem unter Flugreisenden dafür, durch eine freiwillige Ausgleichszahlung den durch den individuellen Transport ausgelösten CO2-Ausstoß zu kompensieren; dieses Geld wird dann zum Beispiel in Aufforstungen in der Dritten Welt investiert.

Um dieses Ranking zu realisieren, war eine Menge Vorarbeit notwendig. Denn es reichte nicht, einfach einzelne Flugzeugtypen zu vergleichen - zu unterschiedlich sind die Bedingungen, unter denen sie zum Einsatz kommen.

Denn die Klimaeffizienz richtet sich auch nach durchschnittlicher Streckenlänge, Triebwerkstyp, Passagier- und Frachtauslastung oder nach der Frage, ob ein Flugzeug nach oben gebogene Flügelspitzen (Winglets) hat oder nicht.

Zwei Jahre arbeiteten fünf Mitarbeiter, darunter Ingenieure und Physiker, an der Liste und orientierten sich dabei an den Berechnungsmethoden der Welt-Zivilluftfahrtorganisation der Vereinten Nationen ICAO.

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