125 Jahre Auto:Will es überleben, muss das Auto sich neu erfinden

Das Auto, das seinen Siegeszug antrat, um die Mobilität für Millionen von Menschen zu verändern, Distanzen zusammenrücken ließ, das Leben beschleunigte und gleichzeitig angenehmer machte - jenes Auto muss nun neu erfunden werden, damit es überleben kann. Zuerst wird sich das Auto selbst verändern, dann die Art und Weise, wie Menschen es nutzen.

Es begann vor ein paar Jahren mit dem Hybrid, einer Mischung aus altem Verbrennungsmotor und Batterie. Nun geht es weiter. Schritt für Schritt werden Elektroantriebe und Brennstoffzellen Benziner und Diesel allmählich ersetzen.

Bis 2020, so das Ziel der Bundesregierung, sollen eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen summen. Eine Million von dann vielleicht 60 Millionen Autos. Es werden Jahre kommen, in denen sich die Anteile immer mehr verschieben. Immer mehr Elektroautos, immer weniger Benziner.

Die zweite Erfindung des Autos, sie wird mindestens so komplex sein wie die erste vor 125 Jahren. Noch fehlen die Batterien, die mit der Reichweite eines Verbrennungsmotors mithalten können. Hersteller wie BMW arbeiten dagegen an, indem sie das Gewicht der Fahrzeuge drastisch reduzieren. Etwa, indem sie den alten Stahl durch neue Materialien wie Carbon ersetzen.

Doch selbst wenn Autos künftig leichter sind als heute: Das ambitionierte Ziel einer emissionsfreien Fahrt ist nur dann wirklich erreicht, wenn die Batterien ihren Strom aus erneuerbaren Energien speisen.

Davon aber ist die Industrie heute weit entfernt. Auch setzt sich allmählich die Erkenntnis durch, dass nicht nur die Ölvorräte knapp sind. Auch Elektromotoren brauchen Rohstoffe, die nicht unendlich sind. Die sogenannten "seltenen Erden" etwa.

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