Die Golden Gate Bridge steht für San Francisco wie nichts anderes, doch die Stadt könnte ein neues Wahrzeichen bekommen: In ihrer Bucht entsteht die größte selbsttragende Hängebrücke der Welt. Bleibt die bange Frage, ob der Bau den Erdbeben in der Region standhält. Mehrere Ingenieurskniffe sollen ihn schützen.
Verhaltensforschung
:Mach du mal
Sind große Gruppen tatsächlich stärker? Nicht unbedingt. Kapuzineraffen drücken sich gerne vor Auseinandersetzungen, wenn noch viele andere Artgenossen da sind. Sie sind wohl nicht die einzigen, die so handeln.
Nabu vergibt negative Auszeichnung
:Kreuzfahrtriesen sind "Umwelt-Dinos" des Jahres
Sie nennen sich Weiße Flotte, werben mit Naturerlebnissen und frischen Seewind: Nach Ansicht von Umweltschützern sind Kreuzfahrtriesen aber vor allem dreckige Rußschleudern. Der Naturschutzbund hat die Unternehmen Aida und Tui Cruises zu den "Umwelt-Dinosauriern des Jahres 2011" ernannt.
Kommunikationspannen
:Die dunkle Seite der Höflichkeit
Manche Menschen riskieren ihr Leben, weil sie nicht unhöflich sein wollen. Die vermeintliche Tugend kann irritieren, zu Missverständnissen führen und manchmal sogar tödlich sein.
Vorname und Partnerwahl
:Kevin allein in der Singlebörse
Deutschsprachige Singles bleiben offenbar lieber allein, als einen Kevin als Geliebten in Betracht zu ziehen. Wie der Vorname sich auf die Chance auswirkt, einen Partner zu finden.
Südseestaat Samoa
:30. Dezember? Fällt dieses Jahr aus!
Auf den 29. Dezember folgt Silvester, zumindest im Südseeinselstaat Samoa. Denn dort wird in diesem Jahr der 30. Dezember kurzerhand aus dem Kalender gestrichen. Samoa springt in die Zukunft und wechselt die Zeitzone - aus wirtschaftlichen Gründen.
Thailand und Russland
:Zwei Satelliten abgestürzt
Ein Knall, dann noch einer, noch einer, gelb bemalte Metallteile stürzen vom Himmel. Aufregung in einem thailändischen Dorf an der Grenze zu Kambodscha: Satellitenreste fielen vom Himmel - und auch Russland verlor durch einen Fehlstart einen Satelliten.
Geflügelte Rechner
:Auch Tauben können Mathe
Tauben beherrschen einfache Mathe-Regeln genauso gut wie Rhesusaffen. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie aus Neuseeland.
Spinnenforschung
:Geh-Hirn
Kleine Spinnen haben einen ungewöhnlichen Weg gefunden, um ihr verhältnismäßig großes Gehirn im Körper unterzubringen: Bei ihnen reicht das Zentralnervensystem bis in die Beine.
Knappes Luxusgut
:Weihrauch und Untergang
Feueralarm: Den Katholiken und Orthodoxen geht der Weihrauch aus - schuld sind Tiere mit langen Hörnern. Aber nicht der Teufel. Immerhin.
Super-Virus entwickelt
:US-Regierung empfiehlt Forschern zu schweigen
Virologen ist es gelungen, den Vogelgrippe-Erreger hochansteckend zu machen. Nun empfiehlt das US-Gesundheitsministerium Fachzeitschriften, die entsprechenden Daten nicht zu veröffentlichen, weil Terroristen mit ihrer Hilfe Biowaffen basteln könnten.
Erdbeben
:Beben-Häufung ist reiner Zufall
Seit 2004 ist es zu einer Reihe sehr schwerer Erdbeben gekommen. Manche Seismologen sehen darin eine Häufung, eine Art Erdbebenkrampf. Kalifornische Wissenschaftler haben diese These nun widerlegt.
Archäologie
:Stonehenge-Steine waren 386 Kilometer unterwegs
Britische Wissenschaftler haben den Ursprung der Steine von Stonehenge exakt bestimmt. Ein Großteil der Megalithen stammt demnach aus dem Südwesten von Wales.
Nordkorea trauert um Kim Jong Il
:Trost im Kollektiv
Das nordkoreanische Staatsfernsehen sendet rund um die Uhr Bilder von erschütterten Menschen, die den Tod Kim Jong Ils beweinen. Die Frage, inwieweit ihre Trauer gestellt ist, lässt sich nicht beantworten. Fest steht nur: Menschen lassen sich von Gefühlen anstecken und finden in der Masse Trost.
Musik
:Hit-Formel für Chartstürmer
Forscher von der Universität Bristol haben eine Gleichung entwickelt, mit der sie abschätzen können, ob es ein Song unter die ersten fünf Plätze der Hitliste schafft. Was allerdings früher Erfolgsrezept war, muss heute nicht mehr Chart-Erfolg garantieren.
Physik
:Mit Licht im Quadrat
Die Erde eiert im Weltraum herum, ihre Drehachse verschiebt sich im Jahresrhythmus. Um zu messen, wie schnell dies geschieht, setzen deutsche Wissenschaftler Laser ein. Und zwar unter der Erde.
Haie als Forschungsobjekte
:Ben ist auf Sendung
In China gilt eine Suppe aus den Flossen eines Hais als Delikatesse, andernorts gelten die Raubfische als mörderische Bestien. In Florida versuchen Wissenschaftler und Tierschützer die Räuber der Meere zu schützen, indem sie sie fangen, markieren und dann per Satellit verfolgen.
Fischfangquoten in Europa
:Jubelnde Fischer, verärgerte Umweltschützer
Europas Fischereiminister haben in Brüssel die Fangquoten für Nordsee und Atlantik ausgehandelt. Fischer jubeln, Umweltschützer beklagen einen "Rückfall in dunkle Zeiten".
Fukushima und die Regierung in Japan
:Warum sich diese Katastrophe nicht abschalten lässt
Japan erklärt das Fukushima-Drama für beendet - eine Farce angesichts der Zustände in den Reaktoren. Die Regierung spricht von Kaltabschaltung und tut so, als habe man es mit einer funktionstüchtigen Nuklearanlage zu tun, bei der man das Brennmaterial einfach entnehmen könne. Doch die Demontage des havarierten AKW wird noch Jahrzehnte dauern.
Seevögel in Gefahr
:Fast alle Nordsee-Vögel haben Müll im Bauch
Abkommen und Gesetze weltweit sollen Ozeane und ihre Bewohner vor Plastikmüll schützen. Doch noch immer sterben viele Seevögel, weil Plastikreste ihre Mägen verstopfen. Besonders schlimm ist es im Ärmelkanal.
Umweltminister Röttgen zum Klimaschutz
:"Eine Frage von Leben und Tod"
Bundesumweltminister Norbert Röttgen betrachtet die Ergebnisse des UN-Klimagipfels in Durban zwar als "Riesenerfolg" für die internationale Klimadiplomatie. Doch zugleich kritisiert er in seiner Regierungserklärung den weltweiten Klimaschutz mit deutlichen Worten.
Atomkatastrophe in Japan
:Reaktoren in Fukushima-1 sollen "unter Kontrolle" sein
Neun Monate nach der Atomkatastrophe in Japan hat die Regierung erklärt, das havarierte Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi befinde sich im Zustand einer Kaltabschaltung. Das wäre eine gute Nachricht. Experten haben daran allerdings erhebliche Zweifel.
Artenvielfalt
:Doch (noch) nicht ausgestorben
Seit 16 Jahren galt ein kleiner Frosch als ausgestorben, er wurde zum Symbol für die "größte Öko-Katastrophe in der Geschichte des jüdischen Staates". Doch es gibt ihn noch - dank der Bemühungen der Naturschützer.
Astronomie
:Feuerwerk im Sternbild Schütze
Astronomen werden in den kommenden Jahren beobachten können, wie das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße Materie verschlingt: Der Himmelskörper zieht eine riesige Gaswolke an.
Kernforschungszentrum Cern
:Forscher entdecken Hinweise auf Gottesteilchen
Noch immer ist das Higgs-Teilchen unentdeckt, aber neue Hinweise deuten darauf hin, dass die Suche bald zu Ende ist: Forschern des Kernforschungszentrums Cern ist es gelungen, Anzeichen für das Gottesteilchen zu finden. Es ist dafür verantwortlich, dass Materie Masse hat - sollte es doch nicht existieren, kämen die Forscher nach jahrzehntelanger Suche in schwere Erklärungsnöte.
Klimawandel
:Falsche Sicherheit, die in die Katastrophe führt
Es ist eine weitverbreitete Einstellung: Wenn die Welt etwas für den Klimaschutz tut, dann kann der einzelne Mensch oder Staat doch auch mal nachlässig sein. Doch diese Haltung, die Kanada mit dem Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll gerade demonstriert, ist katastrophal für den Kampf gegen die Erderwärmung.
Kanadas Kyoto-Ausstieg
:Armutszeugnis von Ottawa
Kanada steigt aus dem Kyoto-Protokoll aus, dem einzig gültigen Klima-Vertrag, und die anderen Staaten müssen hilflos zuschauen. Dieser Paukenschlag zeigt, wie löchrig der Klimaschutz wirklich ist. Die Welt braucht jetzt eine Alternative zu einem globalen Abkommen.
Kanada steigt aus dem Kyoto-Protokoll aus
:Wie Kanada den Klimaschutz für Öl opfert
Gerade erst hat sich die Weltgemeinschaft auf eine gemeinsame Strategie zum Klimaschutz geeinigt. Nun steigt Kanada aus dem Kyoto-Protokoll aus. Wie kam es zu der Entscheidung und welche Folgen hat sie für die Weltklimapolitik? Antworten auf die drängendsten Fragen.
Folgen des Klimawandels
:"Hochzeit von Naivität und Xenophobie"
In den Industrienationen gehen viele Menschen davon aus, dass man sich an den Klimawandel anpassen kann, während die Entwicklungsländer leiden werden. Das ist naiv und kann die Angst vor Klimaflüchtlingen aus Drittweltländern forcieren, warnt Katastrophenforscher Franz Mauelshagen.
MeinungKlimagipfel in Durban
:Willkommen in der warmen Welt
Verhandlungsmarathon bei UN-Klimakonferenz
:Inhalte? Nebensache
Immer wieder liegt auf der UN-Klimakonferenz in Durban das Scheitern in der Luft, ist die Katastrophe schon unterwegs. Die Staaten feilschen bis zur letzten Minute um Termine. Schließlich steht dann das Ergebnis - doch Substanz muss nachgeliefert werden. Für inhaltliche Fragen blieb bei so viel Taktik diesmal einfach kein Platz.
Während die Politiker den Kompromiss von Durban als Erfolg verkaufen, kritisieren Umwelt- und Entwicklungsverbände die Einigung scharf: Wieder habe es keine Antwort auf die dringend zu lösende Klimafrage gegeben.
Ergebnisse des Klimagipfels in Durban
:Meilenstein oder Mogelpackung?
Nach zähem Ringen haben die Vertreter von 194 Staaten beim UN-Klimagipfel in Durban ein mehrere hundert Seiten umfassendes Paket verabschiedet.
UN-Konferenz in Durban
:Gipfel beschließt Fahrplan für neues Klimaabkommen
Die internationale Staatengemeinschaft will einen rechtlich verbindlichen Klimavertrag erarbeiten, um so die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Bei dem längsten Klimagipfel aller Zeiten hat die EU einen Fahrplan zu einem Weltklimavertrag durchgesetzt, der auch Klimasünder wie die USA, China und Indien in die Pflicht nimmt. Das Abkommen soll bis 2015 erarbeitet werden und 2020 in Kraft treten
Klimakonferenz in Durban
:"Es ist Zeit, sich vorwärts zu bewegen"
Die bangen Stunden werden immer länger. Mittlerweile sitzen die Delegierten im Plenum der Klimakonferenz, sie verhandeln über die Feinheiten des Kyoto-Protokolls. Ob die Klimakonferenz in Durban ein gutes Ende nehmen wird, ob es überhaupt eine Fortsetzung des Kyoto-Protokolls geben wird - keiner weiß es.
Nobelpreise in Stockholm verliehen
:Ein Preis für einen Toten
Die Verleihung der Nobelpreise steht im Zeichen eines behinderten Preisträgers und eines Toten: Der Lyriker Tomas Tranströmer ist nach einem Schlaganfall schwerbehindert, der Medizin-Preisträger Ralph Steinman starb wenige Stunden vor der Zuerkennung im Oktober.
Klimakonferenz in Südafrika
:Bange Stunden in Durban
Sie verhandeln und verhandeln - wenn sie nicht schon abgereist sind: In Durban sollte das Kyoto-Protokoll verlängert und der Einstieg in ein rechtlich verbindliches Klima-Abkommen geschafft werden. Doch es bewegt sich: fast nichts. Europäer und Inselstaaten drängen, Amerikaner und Chinesen blockieren. Der chaotische Klimagipfel köönte auf ein unrühmliches Ende zusteuern.
Umweltkonferenz in Durban
:Klimapolitikern läuft die Zeit davon
Schlaflos in Durban: Die Chancen auf eine Einigung beim Klimagipfel schwinden. Eigentlich hätten die Verhandlungen am Freitagabend enden sollen, doch sie wurden unterbrochen, weil sich die Teilnehmer nicht auf den Kompromiss der Südafrikaner einigen konnten. Eine letzte Debatte soll es noch geben, sonst greift Plan B. Im Fall eines Scheiterns stünden die Schuldigen schon fest.
UN-Konferenz in Durban
:Warum China zum Klimaretter werden könnte
Gemeinsam mit den USA hat China bislang den Widerstand gegen den Klimaschutz organisiert. Nun gibt sich Peking flexibel. So könnte die Konferenz im südafrikanischen Durban zum Schauplatz einer Machtverschiebung werden, die tatsächlich dem Kampf gegen die Erderwärmung zugutekäme.
Archäologie
:Ein Dach über dem Tempel
Vor 12.000 Jahren errichteten Menschen in der heutigen Türkei gewaltige Steinkreise: Göbekli Tepe gilt als die älteste bekannte Kultanlage. Doch handelt es sich tatsächlich um einen Tempel? Anhand des Bauwerks versuchen Wissenschaftler die Frage zu klären, wie der Mensch sesshaft wurde.
Sozialverhalten
:Mitfühlende Ratten
Von einigen Primaten ist bekannt, dass sie zur Empathie fähig sind. Aber können auch Ratten nachempfinden, was Artgenossen fühlen? Immerhin befreien sie eingesperrte Freunde.
Fukushima
:Tepco leitet kein verstrahltes Wasser ins Meer
Die Betreiberfirma des havarierten Atomkraftwerks Fukushima hat nach Gesprächen mit Fischerei-Verbänden beschlossen, doch kein radioaktives Wasser ins Meer zu leiten. Das Unternehmen will versuchen, weitere Tanks zu bauen.
Zerstörtes Atomkraftwerk Fukushima-1
:Tepco will verstrahltes Wasser in den Pazifik leiten
Aus Platzmangel soll aus dem AKW Fukushima-Daiichi im Frühjahr wieder verstrahltes Wasser ins Meer fließen. Experten laufen Sturm.
Evolution
:Monster mit Weitblick
Ur-Garnelen der Gattung Anomalocaris besaßen bereits hochkomplexe Facettenaugen, mit denen sie hervorragend sehen konnten. Die etwa einen Meter langen Tiere lebten vor 500 Millionen Jahren.
Weltklimagipfel in Durban
:Spiel mit dem Globus
Auf der Weltklimakonferenz in Durban brechen die entscheidenden 36 Stunden an. Es ist völlig offen, ob der Gipfel zum Erfolg oder zum kompletten Scheitern führt. Den Ausschlag gibt, wie der Streit zwischen den Schwellenländern und den Industriestaaten ausgeht.
UN-Klimakonferenz in Durban
:Deutschland sagt Millionen für Klimaschutz zu
Die Bundesrepublik bewirbt sich um den Sitz eines milliardenschweren Klimaschutzfonds. Zugleich verspricht Umweltminister Röttgen den Entwicklungsländern weitere 40 Millionen Euro Hilfe im Kampf gegen die Folgen der Erderwärmung.
UN-Umweltkonferenz in Durban
:Röttgen dämpft die Hoffnungen
Bei den Klimaverhandlungen im südafrikanischen Durban ist China scheinbar in die Offensive gegangen - Bundesumweltminister Röttgen bleibt trotzdem skeptisch: China müsse klarstellen, dass es bereit sei, Teil eines international verbindlichen Klimaabkommens zu werden, fordert er. Momentan ist unklar, inwiefern die Chinesen taktieren.
UN-Umweltkonferenz in Durban
:"Die Weltklimapolitik ist bankrott"
Es besteht kaum Hoffnung auf einen Durchbruch bei den Klimaverhandlungen in Durban. Das Kyoto-Protokoll ist am Ende - auch wenn China sich jetzt bewegt, sagt der Klimaökonom Lutz Wicke. Gemeinsam mit anderen Klimaexperten hat er eine alternative Strategie entwickelt, um die Erderwärmung zu stoppen. Im Gespräch mit sueddeutsche.de erklärt er, wie ein gerechteres System zum Schutz des Weltklimas aussehen könnte.
Tödliche Schlangen
:Bisse im Dunkeln
Jedes Jahr sterben 100.000 Menschen weltweit nach einem Schlangenbiss, sagt die Weltgesundheitsorganisation. Doch neue Daten zeigen: Die Anzahl der Opfer wird offenbar stark unterschätzt.
Astronomie
:Erdähnlicher Planet entdeckt
Gleich mehrere Eigenschaften des Himmelskörpers Kepler-22b deuten darauf hin, dass er der Erde ähnelt. Eine besonders wichtige Entdeckung: Der Planet befindet sich in der "bewohnbaren Zone" eines sonnenähnlichen Sterns. Das bedeutet, dass flüssiges Wasser auf ihm existieren kann - die Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen.