Der Papst besucht Deutschland - mittlerweile zum dritten Mal. 2005 war er zum Weltjugendtag nach Köln gekommen, ein Jahr darauf in seine Heimat nach Bayern. So waren seine Besuche. In Bildern.
Schwarz-Gelb streitet um Schuldenkrise
:Seehofer sieht Berliner Koalition in "äußerst schwieriger Lage"
Schaut her, in Bayern funktioniert Schwarz-Gelb: Horst Seehofer stichelt gegen Berlin und will mit seiner Landesregierung ein Gegenbeispiel abliefern. Zugleich verschärft er im Streit um die Lösung der Euro-Schuldenkrise den Ton: Neue Hilfspakete für Griechenland werde es mit ihm nicht geben. Er werde sich von Kanzlerin Merkel auch nicht den Mund verbieten lassen, poltert er.
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Abgeordnete zur Papst-Rede im Bundestag
:"Benedikt wird eine große Rede halten"
Der Papst spricht im Bundestag, die Erwartungen sind hoch. Was sich Bundestagsabgeordnete von Ulla Schmidt bis Peter Gauweiler, von der CSU bis zur Linken von Benedikt XVI. erhoffen.
Namensstreit um Kaliningrad
:Königsberg-Referendum löst Proteste aus
Soll aus Kaliningrad wieder Königsberg werden? Die Debatte angetoßen haben nicht etwa ewig gestrige Deutsche, sondern der Gouverneur der Ostsee-Exklave selbst. In Moskau ist man empört. Politiker beschwören bereits das Ende Russlands herauf.
Papst trifft Missbrauchsopfer
:Versöhnung für wenige
Benedikt XVI. wird auf seiner Deutschland-Reise Opfer sexueller Gewalt anhören. Um das geplante Treffen macht die Kirche aber ein großes Geheimnis. Nur nette, dankbare Missbrauchsopfer werden eingeladen, vermutet Matthias Katsch. Er nicht. Er hatte als einer der ersten erzählt, wie er in die Fänge eines Jesuitenpaters geraten war.
Neuregelung der Sicherungsverwahrung
:Auch Täter haben Rechte
Die Allgemeinheit muss vor gefährlichen Verbrechern geschützt werden. Doch auch für diese gelten die Menschenrechte. Das müssen die Justizminister berücksichtigen, wenn sie heute die Sicherungsverwahrung neu regeln. Die Bundesministerin hat ein Konzept vorgelegt, das bessere Haftbedingungen als im Gefängnis vorsieht - und eine realistische Entlassungsperspektive.
MeinungEuro-Abstimmung
:Wenn Schwarz-Gelb keinen Sinn mehr hat
Papst in Deutschland
:Willkommen in der schwierigen Heimat
Die "Wir sind-Papst"-Begeisterung nach der Wahl Benedikts XVI. hat die Irritationen zwischen den Deutschen und der Kirche in Rom nur kurzzeitig überdeckt: In den vergangenen Jahren hat die katholische Kirche sehr an Ansehen und Glaubwürdigkeit verloren. Auch wenn sich der Papst viel Mühe bei seinem Besuch gibt, Deutschland wird für die Kirche aus vielerlei Gründen immer ein schwieriges Land bleiben.
Abiturienten bei der Studienplatzwahl
:Sehr gut ist nicht gut genug
Ein Abitur von 1,4 ist hervorragend. Es reicht aber nicht für ein Medizin- oder Psychologiestudium. In Zeiten doppelter Abiturjahrgänge und nach der Aussetzung der Wehrpflicht besteht die freie Berufswahl nur in der Theorie. Das Verfassungsgericht hätte allen Grund, die Studienplatzvergabe zu überprüfen, doch die Richter verkennen die Brisanz des Problems.
Parlamentswahl in Lettland
:Auf die Inhalte kommt es an, nicht auf die Herkunft
Die Russen zurück an der Macht in Lettland? Nach wie vor graut es den anderen politischen Kräften in Lettland vor zuviel Einfluss der pro-russischen Partei, die jetzt die Parlamentswahlen gewonnen hat. Doch die Kritiker übersehen, dass die Russen in Lettland sich verändert haben und die Partei, die sie vertritt, inzwischen auch bei den Letten selbst salonfähig geworden ist.
Thierse über Benedikt XVI. im Bundestag
:"Die Ablehnung der Papstrede ist legitim, aber falsch"
Papst ohne Plenum: Dutzende Abgeordnete wollen den Bundestag verlassen, wenn Benedikt XVI. morgen dort spricht. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse versteht diese Haltung nicht. Das Neutralitätsgebot des Staats werde nicht verletzt und Benedikt XVI. habe Wichtiges über die krisengeschüttelte Welt zu sagen. Ein Gespräch mit dem gläubigen Katholiken Thierse über christlich-jüdische Werte, Meinungsfreiheit und souveräne Gelassenheit.
Papst Benedikt XVI. besucht Deutschland
:Um Himmels willen
Papst Benedikt XVI. kommt - und Deutschland spielt verrückt. Felder verwandeln sich in Freiluft-Kirchen, Gullydeckel werden versiegelt und Souvenirs tragen sein Konterfei. Kirche und Staat geben Millionen aus, um den Heiligen Vater angemessen zu empfangen. Doch der will nur Mineralwasser.
MeinungNeuer Anlauf zu Nahost-Friedensplan
:Hintertürchen zum Frieden
Peinliche Politiker in Tschechien
:Müder Minister
Das Leben eines tschechischen Politikers muss wohl sehr anstrenged sein - oder ziemlich langweilig. Außenminister Karel Schwarzenberg ist auf einer internationalen Sicherheitskonferenz für mehr als eine halbe Stunde eingeschlafen. Schwarzenberg hat jedoch eine Erklärung für das Nickerchen.
Gastredner im Bundestag
:Wenn Revolutionäre und Kriegsherren predigen
Mit Papst Bendedikt XVI. spricht erstmals ein Kirchenoberhaupt vor dem Deutschen Bundestag. Bisher ist diese Ehre vor allem ausländischen Gästen zuteil geworden - und auch da war nicht jeder Redner willkommen. Eine Auswahl.
Papst-Besuch in Deutschland
:Proteste gegen Pontifex
Der Papst kommt, die Linke geht: Zur Rede von Benedikt XVI. im Bundestag will die Hälfte der Linksfraktion den Saal verlassen und vor dem Gebäude demonstrieren. Auch Abgeordnete anderer Fraktionen wollen die Ansprache des Papstes boykottieren.
Papst Benedikt XVI.
:Bischöfe verteidigen Millionenkosten für Papstbesuch
Mehr als 25 Millionen Euro lässt sich die katholische Kirche den Besuch des Papstes in Deutschland kosten. Die deutsche Bischofskonferenz hält die Kosten für gerechtfertigt - und will für die Hungernden in Ostafrika sammeln.
Papst kommt nach Deutschland
:Im Land der vielen Götter
Papst Benedikt XVI. kommt in ein Land, in dem viele nichts mehr mit ihm anfangen können. Katholisch, evangelisch, wen interessiert das noch? Und doch bleibt Deutschland eine Glaubensrepublik. Denn etliche Menschen sind auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Glauben. Unser Autor hat drei von ihnen besucht - und dabei durchaus eine Gemeinsamkeit zu Papst Benedikt XVI. festgestellt.
UN-Initiative der Palästinenser
:UN-Generalsekretär Ban drängt Israel zu Zurückhaltung
Die diplomatische Maschinerie läuft auf Hochtouren bei den Vereinten Nationen: Obama spricht mit Palästinenserpräsident Abbas, Ban Ki Moon mit Israels Premier Netanjahu. So soll die Palästina-Initiative mit dem Ziel staatlicher Anerkennung noch ausgebremst - und Israels Reaktion abgefedert werden.
USA rüsten Taiwans Kampfjets auf
:Waffendeal der Amerikaner verärgert Peking
Die Chinesen sind empört: Weil die US-Regierung einen milliardenschweren Waffendeal mit Taiwan durchwinkt, bestellt Peking den amerikanischen Botschafter ein. Das Geschäft mit der als abtrünnige Provinz betrachteten Insel untergrabe die Beziehungen im Militär- und Sicherheitsbereich.
Euro-Schuldenkrise
:Griechenland verkündet harten Sparkurs
Zehntausende Beamtenjobs werden gestrichen, Renten weiter gekürzt und zusätzliche Steuern erhoben: Griechenlands Regierung will härtere Sparmaßnahmen durchsetzen, um die dringend nötigen Milliardenhilfen zu erhalten. In der Europäischen Union wird das begrüßt, die griechischen Gewerkschaften planen hingegen schon den nächsten Generalstreik.
Rede bei der UN-Vollversammlung
:Obama vertröstet die Palästinenser
"Frieden ist harte Arbeit": US-Präsident Obama hat vor der UN-Vollversammlung an die Palästinenser appelliert, ihren Antrag auf Aufnahme als Vollmitglied zurückzuziehen. Nur direkte Verhandlungen zwischen Israel und Palästinensern könnten eine dauerhafte Lösung für den Nahen Osten bringen. Zwar wird Obamas Rede kaum mehr Einfluss auf Palästinenser-Präsident Abbas haben, um ein Veto könnte der US-Präsident aber dennoch herumkommen.
Ex-Botschafter Avi Primor
:"Netanjahus Regierung schadet dem Ansehen Israels"
Pessimismus pur von Avi Primor: Israels Ex-Botschafter in Deutschland warnt im Gespräch mit sueddeutsche.de vor einer Negativspirale durch die Ausrufung eines Palästinenserstaates, beklagt die rapide verschlechterten Beziehungen seines Landes zur Türkei und schimpft über die Rechts-rechts-Regierung unter der Führung des Likud.
Große Koalition in Mecklenburg-Vorpommern
:Rot-Schwarz geht in die nächste Runde
Im Schweriner Landtag soll weiterhin eine Große Koaltion das Sagen haben. Nach der gewonnenen Landtagswahl Anfang September hat sich die SPD für die CDU als Koalitionspartner entschieden, die Linkspartei ist somit aus dem Rennen.
Iran
:US-Wanderer nach zwei Jahren freigelassen
Gegen eine Kaution von einer Million Dollar hat Iran zwei US-Amerikaner aus der Haft entlassen. Ein Gericht in Teheran hatte die beiden Wanderer 2009 wegen illegalem Grenzübertritts und angeblicher Spionage zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.
Kampf gegen verbliebene Gaddafi-Truppen
:Nato verlängert Libyen-Einsatz
Der Libyenkrieg geht laut Nato-Generalsekretär Rasmussen in die allerletzte Phase, Gefahr für die Zivilbevölkerung bestehe aber noch immer. Auch wenn die Rebellen im Kampf um die letzten Hochburgen der Gaddafi-Truppen Erfolge melden, verlängert die Nato ihren Einsatz um weitere drei Monate. Das heißt aber nicht, dass die westlichen Truppen tatsächlich noch so lange Einsätze fliegen.
Papst Benedikt XVI.
:Herrscher, Hirte, Corporate Identity
Der Papst hat viele Körper: geistliche und weltliche, politische. Nur Privatperson ist er nie. Wer kommt da eigentlich nach Deutschland, wenn Benedikt XVI. kommt?
UN-Rede zu Palästina
:Obama sieht keine "Abkürzung" zum Palästinenser-Staat
Echten Frieden gibt es nur durch Verhandlungen: Präsident Obama hat den Palästinensern in einer Rede vor den Vereinten Nationen grundsätzlich das Recht auf einen eigenen Staat eingeräumt. Doch dazu müssten Israelis und Palästinenser ihre Konfliktpunkte klären - eine UN-Resolution würde seiner Meinung nach keine Lösung bringen.
FDP scheitert an Fünf-Prozent-Hürde
:Versiebt in Berlin
Parteichef Rösler hat es nicht geschafft, die Liberalen in Berlin über die Fünf-Prozent-Hürde zu bringen. Er konnte weder als Anführer einer durchsetzungsfähigen FDP noch als Vorkämpfer für einen stabilen Euro überzeugen. Mit seinen Äußerungen zu Griechenland dürfte er zwar seinen Bekanntheitsgrad gesteigert haben - die Frage ist nur: zu welchem Preis?
SPD auf Partnersuche
:Sticheln gegen die Grünen
Hauptsache regieren, das ist die Devise bei den Berliner Sozialdemokraten nach einem glanzlosen Sieg. Ob Klaus Wowereit mit den Grünen als Juniorpartner in eine Koalition geht, ist allerdings noch keineswegs gewiss. Der alte und neue Bürgermeister treibt den Preis für Rot-Grün hoch, indem er auch mit der CDU Sondierungsgespräche führen will.
SPD gegen Steuerabkommen mit der Schweiz
:Steinbrück will im Steuerstreit "die Pferde satteln"
"Rechtlich dubios, lückenhaft und nachlässig": Der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück wettert gegen das von seinem Nachfolger Schäuble vereinbarte Steuerabkommen mit der Schweiz. Die SPD will den Entwurf im Bundesrat zu Fall bringen.
UN-Initiative der Palästinenser
:Obamas Ohnmacht in Nahost
Der US-Präsident wird seinen Worten keine Taten folgen lassen: Einen palästinensischen Staat wird es in diesem Monat nicht geben. Selten zuvor hat ein amerikanischer Präsident seine internationale Agenda so klaglos aufgegeben. Wenn einer keine Hoffnungen mehr nähren kann für Nahost, dann Obama.
Katholische Kirche in Österreich
:Wider die Heuchelei
Offene Rebellion im Klerus der Alpenrepublik: Hunderte österreichische Priester wollen Papst und Bischöfen den Gehorsam verweigern. Erstmals in so großer Zahl verlangen Geistliche zeitgemäße Antworten auf die Kommunion für Geschiedene, Frauen in Kirchenämtern und das Tabu von Priester mit Frauen und Kindern. Ein Erzbischof droht mit Kirchenausschluss als Antwort auf das Menetekel.
Sie betreuen inhaftierte Rechtsextreme und motivieren sie zur Fortsetzung ihres "Kampfes gegen das System": Die "Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige" trägt zur Radikalisierung der Neonazi-Szene bei, befindet Innenminister Friedrich - und hat nun ein Verbot ausgesprochen.
Österreichische Politiker unter Korruptionsverdacht
:Unter Freunderln
In Österreich sorgt eine Affäre um Kanzler Faymann für Wirbel, doch nicht nur die SPÖ, sondern auch Vertreter der früheren Koalition aus ÖVP und FPÖ stecken im Korruptionssumpf: In der Alpenrepublik existiert offenbar ein System von Geben und Nehmen - der Staat scheint zum Selbstbedienungsladen geworden zu sein.
FDP streitet um Euro-Rettung
:Ein Einzelgänger spielt mit der Zukunft der Partei
Nach der Berliner Wahlpleite und miesen Umfragewerten warten auf die FDP-Führung unruhige Tage. Der liberale Abgeordnete Frank Schäffler möchte die Frage der Euro-Rettung per Mitgliederentscheid klären lassen. Die Chancen des Euro-Rebells stehen gut, dass er genug Unterschriften zusammenbekommt. Für Parteichef Rösler hat die Sache einen Haken: Hat Schäffler Erfolg, zerreißt es entweder die Koalition - oder die Partei.
Kritik an Griechenlands Flüchtlingspolitik
:Menschenunwürdige Zustände
So schlimm wie in einem Lager unter Gaddafi: 40 Flüchtlinge auf engstem Raum, es stinkt unerträglich nach Urin. Deutsche Innenpolitiker haben nach einer Reise in griechische Flüchtlingslager heftige Kritik an der Regierung in Athen geübt. Die ist seit Jahren mit dem Einwanderungsproblem überfordert.
Politik kompakt
:Schäuble schließt Steuerabkommen mit der Schweiz
Deutsches Schwarzgeld in der Schweiz soll mit bis zu 34 Prozent nachbesteuert werden. Finanzminister Schäuble und seine Schweizer Amtskollegin Eveline Widmer-Schlumpf unterzeichnen dazu ein entsprechendes Abkommen. Die Opposition kündigt Widerstand im Bundesrat an - weil dadurch Steuerhinterzieher straffrei ausgehen würden.
Forsa-Umfrage
:FDP sackt auf drei Prozent ab
Die euroskeptischen Töne von Vizekanzler Rösler schaden seiner Partei. Die Werte der FDP verschlechtern sich, auch CDU und CSU müssen sich sorgen. Nur noch jeder sechste der Unionsanhänger bewertet die Zusammenarbeit von Schwarz-Gelb positiv. Dass die Koalition bis 2013 durchhält, glaubt nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen.
Treffen bei der UN-Vollversammlung
:Obama will Abbas von Palästina-Plänen abbringen
In New York beginnt heute die Generaldebatte der Vereinten Nationen. Die Palästinenser beharren auf ihrer Forderung nach einem eigenen UN-Sitz - und scheuen dabei nicht die offene Konfrontation mit Israel und den USA. Hinter den Kulissen laufen die diplomatischen Bemühungen auf Hochtouren, das Nahost-Quartett arbeitet an einem Kompromiss. US-Präsident Obama setzt auf ein Treffen mit Palästinenserpräsident Abbas.
Peinliche SMS bei Baden-Württembergs Grünen
:Versand ohne Verstand
"Kein Unterschied zu den Schwarzen": Ein prominenter Landespolitiker der Grünen lästert in einer SMS über die Regierung seines Parteifreundes Kretschmann und erklärt im Übrigen, sich jetzt betrinken zu wollen. In die inhaltliche Ausarbeitung dieser SMS investierte der Verfasser viel Herzblut, ließ es dann aber an Sorgfalt beim Versand mangeln.
Hessens Innenminister unter Verdacht
:Huren gegen Höllenengel
Ein Rundgang im Rotlichtviertel, ein dubioser Reporter und ein Innenminister, der gute Kontakte zu den Hells Angels haben soll - das klingt nach einem hübschen Polit-Skandal. Der hessische CDU-Politiker Boris Rhein muss sich nach einem Besuch im Frankfurter Bahnhofsviertel gegen schwere Vorwürfe wehren. Tatsächlich aber wird man ihm allenfalls vorhalten können, dass er zu viel "Bild"-Zeitung gelesen hat.
Spekulationen über Neuwahlen im Bund
:SPD - Spar Partei Deutschlands
Schwarz-Gelb taumelt am Abgrund: Für die Sozialdemokraten ist die derzeitige Lage komfortabel. Die Forderungen namhafter SPD-Politiker nach Neuwahlen sind dennoch übermütig. Denn Gabriel und den Seinen könnte der Wunschpartner abhanden kommen und für soziale Wohltaten ist kein Geld da. Deshalb hat die SPD guten Grund, der Merkel-Regierung dankbar zu sein für jeden weiteren Tag, den sie im Amt bleibt.
MeinungRabbani-Attentat in Afghanistan
:Signale des Schreckens
Misstrauensvotum im Parlament
:Slowenische Regierung stürzt über Schuldenkrise
Das slowenische Parlament hat der Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Pahor das Misstrauen ausgesprochen - die Minderheitsregierung steht damit vor dem Aus. Pahor war es nicht gelungen, die ausufernden Staatsschulden des Landes in den Griff zu bekommen.
Panne bei Auszählung in Berlin
:Rot-grüne Mehrheit könnte schrumpfen
Ein Fehler bei der Auszählung eines Direktmandats löst Irritationen bei den Berliner Parteien aus. Die SPD könnte womöglich einen ihrer Sitze verlieren. Damit hätten Sozialdemokraten und Grüne nur noch eine Stimme Vorsprung. Das könnte letztlich das Ende für Rot-Grün bedeuten.
Konzern deponiert Milliarden Euro bei EZB
:Siemens und die sichere Bank
Jetzt befeuert auch noch Siemens die Euro-Krise. Der größte deutsche Industriekonzern zieht Geld aus einer französischen Großbank ab. Wo Siemens sein Geld parkt, verändert den Lauf der Krise nicht. Wohl aber das Signal, das von München ausgeht.
Westerwelle in New York
:Mächtig im Abseits
Fernab von den Problemen seiner Partei kümmert sich Guido Westerwelle dieser Tage um die Geschicke der Welt. Auf der UN-Versammlung in New York wirkt er erleichtert - nach den Wahlschlappen und der Euro-Debatte steigt sein Ansehen in der geschwächten FDP wieder.
Türkei
:Drei Tote bei Explosion in Ankara
Im Zentrum Ankaras hat sich eine schwere Explosion ereignet. Nach Angaben des Innenministers sind dabei drei Menschen ums Leben gekommen, 15 wurden verletzt. Die türkische Regierung geht inzwischen von einem Anschlag aus. Eine verdächtige Frau wurde festgenommen.
Attentat auf Rabbani in Kabul
:Ex-Präsident Afghanistans bei Anschlag getötet
Der frühere afghanische Präsident Burhanuddin Rabbani ist bei einem Bombenanschlag in Kabul ums Leben gekommen. Rabbani war Chef des Hohen Friedensrates und sollte mit den Taliban eine politische Lösung des Konflikts am Hindukusch aushandeln. Seine Ermordung ist ein schwerer Rückschlag für eine Aussöhnung in Afghanistan.