
Fotografie:Bilder des Tages
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In Rimski-Korsakows „Die Nacht vor Weihnachten“ singen russische Sänger auf Ukrainisch eine russische Oper, die auf einer ukrainischen Geschichte basiert: Als Adventsmärchen taugt der Vorgang unbedingt.

Wie man aus dem Elend der Kölner Stadtplanung großartiges Theater macht: Anna-Sophie Mahlers „Requiem für eine marode Brücke“ als Event-Abend im Kolumba-Museum.

Beim Gründungstreffen der AfD-Jugendorganisation tritt ein Mann auf, der mit rollendem R von Rassen spricht. Ist das Satire? 12,28 Prozent der Stimmen bekommt er trotzdem.

Weihnachten ist auch: Stress. So ist es kein Wunder, dass künstliche Intelligenz nun als eine Art synthetisches Familienmitglied Einzug in die Festgemeinde hält.

Die Heimat des Italieners war die große Oper. Jetzt steht er als Bronzestatue vorübergehend zwischen eislaufenden Kindern. Die Witwe findet das „extrem hässlich“.

J. D. Vance macht Truthähne nieder – und Nudeln sind bald mit Gold aufzuwiegen. Zu Thanksgiving eskaliert die ohnehin delikate Beziehung der Amerikaner zu ihren Nahrungsmitteln.

In der weltumspannenden Populärkultur wird der vor 150 Jahren geborene Rainer Maria Rilke seit Jahren kultisch verehrt. Liest er sich auf Englisch eventuell besser, griffiger, zitierfähiger als im Original?

Im Dokumentarfilm „Das Zeitalter der Enthüllungen“ warnt US-Außenminister Marco Rubio davor, das Wettrüsten um die Technik der Aliens zu verlieren. Alles klar in den USA?

Er brachte große Ideen auf die Bühne – und wurde noch berühmter, als er ein Theaterthema für Hollywood adaptierte: Nachruf auf den Dramatiker Tom Stoppard, der für das Drehbuch von „Shakespeare in Love“ einen Oscar gewann.

Kleists „Der zerbrochne Krug“ wird gerade überall gespielt, das Stück steht auf dem Lehrplan. Gibt es auch künstlerisch Neues zu sagen? Am Münchner Residenztheater zeigt Regisseurin Mateja Koležnik: Unbedingt.

Über sechs Jahrzehnte hinweg schreibt und dreht Woody Allen fast jedes Jahr einen Spielfilm. Mit 89 Jahren verfasst er seinen ersten Roman. Nun wird das Multitalent 90 - gibt es noch einen Film?

König Charles III. und Königin Camilla würdigen den gestorbenen Dramatiker Stoppard als Freund und Genie. Der Dramatiker war am Samstag gestorben.

Dass Chemnitz Kulturhauptstadt Europas sein könnte, galt anfangs als „spinnerte Idee“. Nach rund 2.000 Veranstaltungen und mehr als zwei Millionen Besuchern verabschiedet die Stadt das Kulturjahr.

Der Oscar-Preisträger („Shakespeare in Love“) war ein Meister der intellektuellen Komödie und liebte ausgefeilte Wortspiele. Nun ist Tom Stoppard im Alter von 88 Jahren gestorben.

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2025 war Chemnitz Kulturhauptstadt Europas. Das Jahr habe geholfen, Europa näher zusammenzubringen, meint Sachsens Ministerpräsident Kretschmer.

Mit einem Abendprogramm aus Werkschauen, Ausstellungen, Musik und Kulinarik machen Kreative in Halle auf sich aufmerksam. Als Gastgeber präsentieren sie sich und ihre Werke.

Weihnachtslieder im Fußballstadion, Kneipensingen oder Hochschulchor mit Ehrgeiz in Wettbewerben: Gemeinsames Singen ist in Thüringen gefragt. Nicht immer muss es der traditionelle Gesangverein sein.

Chemnitz läutet das Kulturhauptstadtjahr aus und vereint zum Finale Tradition und Party. Dazu wird im Stadtzentrum unter freiem Himmel getanzt.

Die Buchwissenschaftlerin Erika Thomalla hat die überfällige Oral History des gegenwartsverliebten deutschen Popjournalismus zusammengetragen. Das ist der Verrat des Jahres. Und natürlich sehr herrlich.

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Christoph Maria Herbst spielt wieder seine ikonische Rolle als „Stromberg“, der schlimmste aller Chefs. Ein Gespräch über Missverständnisse in der Fußgängerzone, den „Klobrillenbart“ und Strombergs gescheiterte Karriere in der SPD.

Porträts palästinensischer Figuren, KI-Zwillinge und der Vorwurf, Terror werde verharmlost: Warum eine Ausstellung in Potsdam für heftige Kritik sorgt.

Die Stiftung schreibt immer wieder Zeiträume aus, in denen Künstlerinnen und Künstler gefördert werden können. Der Stiftungsrat hat jetzt entschieden, wer nun Geld bekommt.

Nach 1945 erhielt die deutsche Wirtschaft, oft schwer belastet, eine zweite Chance. So kam sie zu großem Reichtum. Das Geturtel einiger Lobbyisten mit der AfD ist auch deshalb mehr als beschämend.

Mit besonderen Ausstellungen, Festivals, Tanz und Theater hat Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas mehr als zwei Millionen Besucher angelockt. Hat das Kulturjahr seine Ziele erfüllt? Und was bleibt?

Britney Spears kann keinen Schritt tun, ohne dass eine Diskussion unter sogenannten Fans über ihre mentale Gesundheit ausbricht. Warum sich darin ein tiefliegendes misogynes Muster erkennen lässt.

Seit 15 Jahren tourt Christian Marclays „The Clock“ durch große Museen, jetzt zeigt die Neue Nationalgalerie in Berlin diese betörende 24-Stunden-Filmmontage. Kann der Künstler selbst seinen größten Hit noch sehen? Eine Begegnung.

Der 82-jährige James Turrell hat mit Kunstwerken aus Licht Weltruhm erlangt. Mit einer neuen Arbeit beschert er dem Chemnitzer Kulturhauptstadtjahr nun ein „leuchtendes Finale“.

Der russische Schriftsteller Viktor Remizov hat ein mitreißendes Epos über eines der wahnwitzigsten Projekte des Stalinismus geschrieben. Sogar in Russland wurde „Permafrost“ zum Bestseller. Ein Anruf beim Autor.

„Die Werckmeisterschen Harmonien“, Béla Tarrs fabelhafter Film nach einem Roman des Nobelpreisträgers Laszlo Krasznahorkai, ist aktueller denn je.

Der „Denkraum Deutschland“ in der Münchner Pinakothek der Moderne widmet sich dem „Ego“ – und überrascht dabei mit einem hoffnungsfrohen Blick auf das Thema Demenz.

Im Organigramm des europäischen Hochadels taucht Alice von Battenberg meist nur am Rande auf. Die Schriftstellerin Irene Dische macht sie in ihrem neuen Roman zur Hauptfigur – tragisch, edelmütig und vor allem erstaunlich machtlos.

Hannah Lühmann entblättert in „Heimat“ bemerkenswert vergnüglich, wie eine junge Mutter auf dem Land in den Sog der Tradwives und deren traditioneller Rollenbilder gerät.

Der argentinische Journalist Jorge Barón Biza musste mitansehen, wie die Ehe seiner Eltern in einer Gewalttat endete. Drei Jahrzehnte später verarbeitete er die entsetzliche Tragödie zu Weltliteratur.

Das neue Album „Ones and Twos“ des amerikanische Jazzpianist Gerald Clayton ist ein wilder Ritt durch die Welt der afroamerikanischen Musik – und ein spektakuläres aufnahmetechnisches Experiment.

Peter Licht ist der lustigste liebenswürdige Gesellschaftskritiker des Landes. In seinem Buch „Wir werden alle ganz schön viel ausgehalten haben müssen“ geht es um Köln, Konsum und Kommissare.

Knapp 2.000 Veranstaltungen, mehr als 2 Millionen Gäste: Ein Jahr lang war Chemnitz Kulturhauptstadt Europas. Kulturstaatsminister Weimer lobt eine kreative Aufbruchstimmung in der Stadt.

Sie war Dschungelkönigin, saß im Gefängnis – und alle hingen an ihren Lippen. Zum Tod der so außergewöhnlichen wie unerschrockenen Schauspielerin Ingrid van Bergen.

Sind Sie noch auf der Suche nach etwas Besonderem zu Weihnachten? Oder nach etwas, mit dem Sie sich selbst die Feiertage verschönern können? Ideen aus der Kultur-Redaktion der SZ.

Banksy-Fans können sich freuen: Eine nicht autorisierte Ausstellung zu dem Street-Art-Künstler kehrt nach Dresden zurück.

Woody Allen wird 90 und plant seinen nächsten Film, diesmal in Madrid. Nach einigen merkwürdigen Auftritten in jüngster Zeit nimmt er hoffentlich einen PR-Berater mit. Ein seufzender Geburtstagsgruß.

Ein jüdischer Junge, der in Auschwitz Geige spielt. Ein Soldat, der in Dachau menschliche Knochen vor dem Krematorium einsammelt: Bilder, die Szenen aus Konzentrationslagern zeigen, fluten derzeit soziale Medien. Das Problem: Sie sind durch KI erstellt. Über ein makaberes Geschäft auf Kosten historischer Fakten.

Ab 2026 zahlen Besucher aus Ländern außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums 10 Euro mehr Eintritt. Das Geld soll in die Renovierung des Louvre fließen. Auch Versailles will erhöhen.

Eine Nichte von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat einen Essay über ihre unheilbare Leukämie-Erkrankung geschrieben. Warum das Schicksal von Tatiana Schlossberg die gesamte amerikanische Gesellschaft angeht.

In Hamburg erstand eben die 2012 geschlossene Egalbar wieder auf, in München feierte die Atomic-Café-Gemeinde in alten Kulissen. Was reizt so am musealen Trinken?

Hamburg zeigt Montgomerys ikonische Bilder aus den Vereinigten Staaten, in London treffen sich die Rivalen Turner und Constable und Rostock präsentiert Hans Ticha in einer Retrospektive: sehenswerte Ausstellungen im Dezember.

Im Alter von 94 Jahren ist die deutsche Schauspielerin Ingrid van Bergen, bekannt aus „Rosen für den Staatsanwalt“ und dem Dschungelcamp, gestorben.

Vor einem Jahr feierte „MJ - Das Michael-Jackson-Musical“ Deutschlandpremiere in Hamburg. Die Show kommt gut an - deswegen werden jetzt neue Darsteller gesucht.