Es war am Freitag, den 26. April: Achtzehn Monate hatte Mohamad aus Aleppo hier in Heilsbronn mit seiner Frau Suzan im Kirchenasyl ausgeharrt. Dann das Schreiben aus dem Innenministerium: Ab sofort erhält er Bleiberecht, seine Frau, ihre drei Kinder ...
Kultur
:Kunst und KI
Von all dem, was mein Leben 2019 vielleicht nicht verändert, aber einen gewissen Pessimismus meinerseits in Bezug auf den geistig-moralischen Fortschritt der Menschheit nicht unerheblich gefördert hat, nenne ich das respektlose, blasphemische ...
Tierwelt
:Artensterben
Ich denke an das Sumatranashorn. Das letzte aus Malaysia ist tot, vielleicht 70 leben noch in Indonesien. Man kann schon jetzt einen Nachruf auf sie schreiben. Welcher Aufschrei, wenn ein Grünes Zimmer ausgeraubt wird! Wo bleibt dieser Aufschrei ...
Leser-Rückblick
:Staunen, Freude und Zweifel
Die Intensität, mit der sich junge Menschen für den Klimaschutz einsetzen, hat SZ-Leser 2019 sehr beeindruckt. Dass der Brexit nun doch kommt, hat viele enttäuscht. Freudige Erinnerungen weckte der 30. Jahrestag des Mauerfalls.
Engagement
:Freiheit bedroht
In Anbetracht unserer unruhigen "einen" Welt, bedroht von Gewalt, Profitgier, Zerstörung und politischer Unfähigkeit, versuche ich, noch hartnäckiger, noch konsequenter zu sein in meinen Bemühungen, andere, vor allem junge Menschen zu überzeugen ...
Sprachlabor
:Fittich zu Ross
Beschattende Fittiche, gespültes Geld und der nicht tot zu reitende weiße Schimmel, womöglich noch hoch zu Ross - ihnen allen widmet sich im ablaufenden Jahr 2019 unser Sprachforscher Hermann Unterstöger.
Korrektur
:Nicht nur früh und spät
So ist es richtig: Die Auf- und Untergangszeiten des Mondes verschieben sich ständig über den ganzen Tag.
Instrumente
:Die Verteidigung der Blockflöte
Natürlich ist das Streiflicht stets mit einem Augenzwinkern geschrieben. Doch beim Thema Blockflöte verstehen unsere musikalischen Leserinnen und Leser keinen Spaß.
SZ-Werkstatt
:Auf- und Absteiger
Seit fast 20 Jahren betreut Margarita Chiari eine Rubrik im Wirtschaftsressort der SZ, die Karrieren, Trends und auch die Schnelllebigkeit des Wirtschaftslebens in besonderer Weise widerspiegelt. Nicht alle Moden hat sie mitgemacht.
Klimagipfel
:Wege finden, die überzeugen
Die Bilanz des Gipfeltreffens hat viele Menschen enttäuscht. Ein Leser wirbt dafür, sich politisch zu engagieren, um Klimaprojekte voranzutreiben. Ein anderer regt eine Volksbefragung an.
2019
:Danke für 43 000 Leserbriefe
Viele tausend engagierte Leserinnen und Leser haben uns geschrieben, mit uns gestritten und uns auf Fehler aufmerksam gemacht. Noch mehr haben uns online Feedback gegeben.
Schwarze Null
:Schulden nur mit Plan
Haushaltsdisziplin ist gut, aber sollte kein Mantra sein, finden Leser. In Ausnahmesituationen müsse man auch Schulden machen dürfen. Ein Leser regt an, der Staat solle bei Neuschulden gleich verbindliche Tilgungspläne mitzuliefern.
Sprachlabor
:Vom Wunsch nach Synonymen
Wir sorgen gerne für dies und das, bloß wenn es um etwas Negatives geht, wird daraus die "Verantwortung für". Das ist Lesern zu einfach, wo es doch so viele schöne alternative Verben gibt. Benutzen soll man sie!
SZ-Werkstatt
:Auf Mondreise
Art Director Stefan Dimitrov über die grafische Umsetzung von Themen - und warum er sich dabei manchmal in die Rolle von Tauchern, Chemielehrern oder zuletzt auch Raumfahrern versetzt sieht, wenn er das Universum auf dem Schirm hat.
Korrektur
:Anderer Fachbegriff
Ein englischer Fachbegriff wurde mit einem in dem Kontext falschen deutschen Fachbegriff übersetzt.
Wahl in Großbritannien
:Entscheidung aus Ermüdung
Viele Engländer hatten die Brexit-Debatte satt, kommentieren Leser. Sie kommen zurück, meint einer.
Weitere Briefe
:Kirche, Benehmen
Eine Schreiberin fordert von der katholischen Kirche zur beginnenden Synode ein fundamentales Umdenken statt nur kleiner Anpassungen. Eine andere Leserin ist entsetzt über Kinder, die sich beim Erhalt von Geschenken nicht bedanken.
2019
:Ihr Rückblick
Was hat SZ-Leser im ablaufenden Jahr am meisten bewegt? Eine Auswahl Ihrer Themen veröffentlichen wir in der Silvesterausgabe. Schreiben Sie uns, warum Ihnen ein Ereignis oder eine besondere Entwicklung wichtig war und ist.
CDU-Parteitag
:Angriff ist die beste Verteidigung
SZ-Leser bewerten die Auftritte von AKK und Markus Söder sehr unterschiedlich.
Genetik
:Von anderen Kulturen lernen
Rassismus von heute ist politischer Natur, schreibt ein Leser. Die Erkenntnis, dass Menschen letztendlich alle genetisch verwandt sind, helfe kaum gegen Vorurteile. Ein anderer empfiehlt eine offenere Debatte über Vor- und Nachteile der Kulturen.
Börsensteuer
:Alte Idee in neuem Gewand
Jetzt ist es eine Steuer auf Aktiengeschäfte geworden. Die geplante Transaktionssteuer treffe wieder die normalen Sparer statt die Spekulanten.
Korrektur
:Anderer Favorit
Zwei herausragende Sportler, aber nur einer gehörte zu den Favoriten für die Wahl zum Sportler des Jahres.
2019
:Ihr Rückblick
Was hat SZ-Leser im ablaufenden Jahr am meisten bewegt? Eine Auswahl Ihrer Themen veröffentlichen wir in der Silvesterausgabe. Schreiben Sie uns, warum Ihnen ein Ereignis oder eine besondere Entwicklung wichtig war und ist.
Weitere Briefe
:Fehler, Sporterziehung
Ein Leser schreibt über die wissenschaftlich unhaltbare Feststellung, aus Fehlern lernen zu können. Ein anderer wünscht sich mehr Schulsport, nachdem der Radius von Kindern und Jugendlichen im Alltag immer weiter schrumpfe.
Augsburg
:Umstände offen ansprechen
Nach dem Tod eines Feuerwehrmanns bei einer Auseinandersetzung ist die Debatte um Migranten-Kriminalität aufgeflammt. Ein SZ-Kommentator hatte vor Hetze gewarnt. Das war Lesern zu reflexartig, das Thema dürfe nicht tabuisiert werden.
Korrektur
:Latein
Der Begriff "humilitas" ist ungenau übersetzt worden und hat dadurch eine leicht andere Bedeutung bekommen.
Weitere Briefe
:Europa, Wölfe, Hartz IV
Ein Leser verteidigt Frankreichs Präsident Macron für seine Visionen zu einem starken Kerneuropa. Ein Schreiber erklärt das Fluchtverhalten von Schafen bei Wolf-Alarm. Ein Dritter kritisiert ein Stück über Methoden der Arbeitsagentur.
Erbschaften
:Es geht um eine gerechte Umverteilung
Was soll man tun, wenn wenige Familien fast steuerfrei sehr viel Geld vererben können, aber gleichzeitig Normalverdiener immer mehr Steuern zahlen? Ein Leser plädiert für eine Reform der Unternehmensbesteuerung.
Magen-Darm
:Die umstrittene Sache mit den Gasen
Viele Schreiber haben sich amüsiert über eine Abhandlung zu vermeintlich hypochondrischen Darmbeschwerden geäußert. Manche sind auch pikiert. Man nehme Menschen mit echten Beschwerden nicht ernst, findet eine Leserin.
Korrektur
:Anderer Vertrag
Ein in der SZ abgebildeter Stahlkocher gehört tariftechnisch nicht zur Metall- und Elektroindustrie.
Hochsensibilität
:Empfindsam sein ist keine Krankheit
Zwei Leserinnen erklären anhand von Symptomen und Beispielen genau, worin sich hochsensible Menschen von anderen unterscheiden und wie sie diese Gabe auch für die Allgemeinheit nutzen können.
Rente
:Zeit für eine große Reform
Seit ein Richter am Bundesfinanzhof befand, dass die Besteuerung von Renten verfassungswidrig sei, schöpfen viele Bürger Hoffnung auf eine Überarbeitung des Systems. Auch den Grundrenten-Beschluss bringen Leser noch mal aufs Tapet.
Ihr Rückblick
:Was Leser 2019 bewegt
Welches Ereignis hat Sie, liebe Leserinnen und Leser, 2019 besonders berührt oder gar Ihr Leben verändert? Schreiben Sie uns, wir veröffentlichen Ihren Rückblick auf einer Sonderseite.
Weitere Briefe
:Nato und EU
Ein Leser fordert den Umbau des Nordatlantischen Verteidigungsbündnisses zu einer europäischen Partnerschaft. Ein anderer kritisiert den Titel "Handfester Sieg" nach der Wahl Frau von der Leyens an die EU-Spitze.
Ihr Rückblick
:Was Leser 2019 bewegt
Welches Ereignis hat Sie, liebe Leserinnen und Leser, 2019 besonders berührt oder gar Ihr Leben verändert? Schreiben Sie uns, wir veröffentlichen Ihren Rückblick auf einer Sonderseite.
SZ-Werkstatt
:Weniger ist mehr
Ulrike Heidenreich über die Unsitte der Fast Fashion, der billigen Mode auf Kosten der Arbeiter in der Dritten Welt.
Aus der Redaktion
:Preis fürs Lebenswerk
Nikolaus Piper, langjähriger Wirtschafts-Ressortleiter, Amerika-Korrespondent, Leitartikler und Kolumnist der SZ (Pipers Welt), wird von zwei Fachmagazinen der Branche für sein Lebenswerk als Journalist geehrt.
China Cables
:Das große Entsetzen - und jetzt?
Leser fragen sich, ob und welche Konsequenzen die westliche Welt nun aus den Erkenntnissen über den teils menschenverachtenden Umgang Chinas mit den Uiguren zieht. Die EU und die USA sollten hier gemeinsam vorgehen, schlägt ein Schreiber vor.
Sprachlabor
:Konjunktionen, Flure
Wann benutzt man in einem Satz "aber", wann lieber "sondern"? Was hat es mit dem Freitagsschlecken auf sich? Und was genau versteht man unter den Fluren? Fest steht: Der Flurschaden durch Wildbiss hat keineswegs damit zu tun.
Weitere Briefe
:Salvini, Westafrika
Der italienische Ex-Minister hat sich mit seiner Abneigung gegen Nutella keine Freunde gemacht.
Aus der Redaktion
:Auszeichnung
Michael Ebert und Timm Klotzek sind als Chefredakteure des "SZ-Magazins" mit dem Hamburger Lead Award prämiert worden. Sie seien Leistungsträger des Magazinjournalismus, urteilte die Jury.
Ihr Rückblick
:Was Leser 2019 bewegt
Welches Ereignis hat Sie, liebe Leserinnen und Leser, 2019 besonders berührt oder gar Ihr Leben verändert? Schreiben Sie uns, wir veröffentlichen Ihren Rückblick auf einer Sonderseite.
Mobilfunk
:Verstrahlte Politik
Ein natürliches Monopol wie das Mobilnetz tauge nicht für Konkurrenz und Wettbewerb, schreibt ein Leser. Deshalb müsse es reguliert werden. Eine weitere Schreiberin sorgt sich um Strahlenmehrbelastung ob des 5G-Netzes.
Klimawandel
:Mut zu Wahrheit
Im Streitgespräch mit einem Klimaforscher trat Wirtschaftsminister Altmaier einigen Lesern zu zaghaft auf. Die Klimakrise erfordere unpopuläre Maßnahmen, zu denen die Politik voll stehen müsse. Eine Leserin ist enttäuscht über das Klimapaket.
Bauen
:Sauberer ohne Beton?
Der Titel ,,Archidrecktur" über umweltschädliche Bautätigkeit hat Leser provoziert. Zum einen bestimmten Bauherren über die Materialien, schreibt ein Architekt. Zum anderen müsste man ohne Beton auf viele Tunnel und Brücken verzichten.
Pisa
:Das Mittelmaß hat viele Ursachen
Jahrelang hat Deutschland beim internationalen Schülertest aufgeholt. Doch nach der jüngsten Studie sinken die durchschnittlichen Leistungen an deutschen Schulen wieder. SZ-Leser haben dafür unterschiedliche Gründe ausgemacht.
Korrekturen
:Namen, Zahlen
Ein Fußballtrainer und ein Unternehmer bekamen falsche Vornamen. Der Nationalrat hat mehr Sitze als beschrieben.
Weitere Briefe
:Cum-Ex und Boni
Für die krummen Finanzdeals sollen nicht nur Banker haften, sondern auch die Auftraggeber, die von den Steuertricks profitieren wollten, fordert ein Leser. Und: Vorstands-Boni sollten nur begrenzt als Betriebsausgabe gelten dürfen.
SPD
:Im Groko-Dilemma
Das neue Führungsduo der SPD hat ein schweres Amt angetreten: Regieren ja, aber bitte den Koalitionsvertrag nachbessern. Ein Balanceakt, für den einigen Lesern das Verständnis fehlt. Einer hält beide bereits für eine Übergangslösung.
Bevölkerungswachstum
:Bildung, weniger Kirche
Ein Leser macht die Kirchen mitverantwortlich für das starke Anwachsen der Weltbevölkerung. Eine Leserin warnt, dass Bildung hier kein Allheilmittel sei, Familienplanung habe in Afrika oft nur in Städten Erfolg.