In "Kaukasischer Teufelskreis" hieß es, Aserbaidschan und die Region Berg-Karabach hätten eine Waffenruhe vereinbart. Es waren aber Aserbaidschan und Armenien. Berg-Karabach, das auf aserbaidschanischem Territorium liegt, ist auch keine Enklave.
Weitere Briefe
:Erschütternde Dogmen
Kürzlich debattierten im Gesellschafts-Teil eine Tochter und ihr Vater, ein Pastoralreferent, über die römisch-katholische Kirche. Was sie da zur Kenntnis nehmen musste, hat eine Leserin so sehr mitgenommen, dass sie einen Brief schrieb.
Korrekturen
:Tausende Kubikmeter
In "Delfinsterben" vom 13. April im Wissen war die Mengenangabe falsch. Es hätte 780000 Kubikmeter statt 780000 Liter Öl heißen müssen.
Sprachlabor
:Googeln im Alltag
Nicht jeder googelt, merkt ein Leser an. Deshalb sollten Artikel aus sich heraus verständlich sein. Und warum sollte man eigentlich nicht "am öftesten" schreiben? Hermann Unterstöger klärt Anfragen unzufriedener Leser auf.
SZ-Werkstatt
:Nullzins? Was für Spinner
Finanzexperten müssen sich neuerdings mit Themen herumschlagen, auf die sie im Studium schlecht vorbereitet wurden, meint Andrea Rexer.
Panama Papers
:Stoff für eine Revolution
Von ihren Leserinnen und Lesern bekommt die "Süddeutsche Zeitung" viel Lob für die Auswertung der Panama Papers. Viele sind fassungslos, welche Dimensionen die Steuertrickserei weltweit angenommen hat.
Jan Böhmermann
:Satire und Realsatire
Der türkische Präsident Erdogan hat sich mit seiner Beleidigungsklage gegen Jan Böhmermann keinen Gefallen getan. Und die Kanzlerin hat mit ihrer Stellungnahme zur Causa Böhmermann SZ-Leser gegen sich aufgebracht.
"Der Letzte"
:Vom Wert des Lachens
Jan Böhmermann mag alle Medien- und Fernsehpreise auf einmal verdient haben. Aber auch andere Fernseh-Kabarettisten haben ihre Qualitäten.
Weitere Briefe
:Hoffnung auf runderneuerte FDP
Die sich in Rheinland-Pfalz anbahnende Ampel-Koalition könnte Modellcharakter haben. Das könnte der FDP wieder Auftrieb geben, schreibt ein Leser.
Grün-Schwarz
:Das Wunder von Baden-Württemberg
Koalitionsgespräche zwischen den Grünen und der CDU als Juniorpartner - das hätte es im Ländle früher ganz bestimmt nicht gegeben, schreibt ein Leser und erinnert an die Zeiten unter Hans Filbinger.
Debatte@sz
:Fehler eingestehen
Was müsste passieren, damit Sie wieder die Sozialdemokraten wählen und welche Reformen sind bei der SPD notwendig, fragte die SZ die User ihrer Internet-Plattformen. Eine Auswahl der Antworten.
Volkswagen
:Es wird beleidigt, nicht entschädigt
VW kommt nicht aus den schlechten Nachrichten heraus. Erst die Tatsache, dass in Deutschland keine Entschädigungen bezahlt werden sollen. Und nun die Boni-Diskussion. SZ-Leser halten das für verheerend.
Hausarbeit
:Der falsche Ansatz
Christian Mayers Essay "Helden wie wir" darüber, wie man Männer zu Hausarbeit verführt, ist bei Frauen nicht gut angekommen. Sie wünschen sich für eine echte Partnerschaft keine Männer, die sich wie kleine Kinder benehmen.
Loveparade
:...und niemand soll schuld sein
Viele SZ-Leser äußern sich in Briefen beschämt über die Entscheidung, dass es keine Verhandlung zu den Todesfällen bei der Loveparade geben wird. Ein Leser warnt aber auch die Gesellschaft davor, Gerichtsprozesse überzubewerten.
Sprachlabor
:Verkäufer mit Innenhof
Der vierstöckige Hausbesitzer ist die Lachnummer unter den Stilsünden, dicht gefolgt vom siebenköpfigen Familienvater. Bei Lichte besehen handelt es sich um monströse Gestalten, doch wenigstens sind sie in ihrem Unglück jetzt nicht mehr allein.
SZ-Werkstatt
:"Das war großer Sport"
Wie illustriert man die Panama Papers? Der Artdirection der SZ war schnell klar, dass so eine Geschichte auch gestalterisch eine besondere Note bekommen muss. Der richtige Mann dafür war der Leipziger Grafiker Peter M. Hoffmann.
Panama Papers
:Ein Skandal - aber was nun?
Die Anerkennung für die Recherche zu den Panama Papers ist groß. Viele Leser aber fragen sich, ob sich dadurch an dem System der Offshore-Firmen überhaupt etwas ändern wird. Nicht wenige zweifeln am Handlungswillen der Politiker.
Weitere Briefe
:Bedrohte Gesellschaft
Natürlich kann man aus dem AfD-Programm den Mief von 1956 herauslesen, wie das jüngst in der SZ geschah. Ein Leser hält das aber für verharmlosend. Die Pläne der Alternative für Deutschland reichten viel weiter.
Hans-Dietrich Genscher
:Licht und Schatten
Über Tote soll man nichts Schlechtes sagen. Einige Leser konnten es sich aber nicht verkneifen, dem Bild von Hans-Dietrich Genscher, das in der SZ nach dessen Tod gezeichnet wurde, ein paar Facetten hinzuzufügen.
Scheidung
:Das Kind, gerecht verteilt
Was macht das Wechselmodell mit den Kindern geschiedener Eltern? Eine Leserin hat ihre Kinder, die alle zwei Wochen woanders wohnen, beobachtet und ist besorgt.
Korrekturen
:Gelb ja, FDP nein
Die Genscheristen unter den Journalisten haben sich nicht im Bonner Hintergrundkreis "Gelbe Karte" getroffen.
Tengelmann-Übernahme
:Eine Güterabwägung
Was war Sigmar Gabriels Ministererlaubnis zur Übernahme von Tengelmann durch Edeka eigentlich für eine Entscheidung? Gegen die Monopolkommission, sagen viele. Nein, zugunsten der Verkäuferinnen, meinen Leser.
Apple und Co.
:Lieber bequem als frei
Erst kürzlich hat der New Yorker SZ-Korrespondent Peter Richter über seine Unfähigkeit geklagt, mit technischen Neuerungen Schritt zu halten. Ein Leser gibt ihm Tipps, wie er den Update-Dschungel überlebt.
Zigaretten
:Sucht und Verdrängung
Schockierende Bilder auf Zigarettenpackungen? Eine Raucherin erzählt, wie sie sich davor schützt.
Terror
:Wie trotzt man der Angst?
Nach den Anschlägen in Belgien war europaweit auf großen Plätzen, Bahnhöfen und Flughäfen Polizei zu sehen. Mittlerweile wurde das Personal wieder abgebaut, die Angst bleibt. Leser debattieren über die Sicherheit.
Weitere Briefe
:Handeln gegen rechts
Ein Leser warnt: Bevor bald, nach möglichen neuen NSU-Verbrechen, das Rätselraten wieder losgeht, sollte man nach den 370 untergetauchten Neonazis suchen. Zu RAF-Zeiten hingen überall Fahndungsplakate, aber jetzt?
Türkei
:Verärgerung über Erdoğan
Dass der türkische Präsident wegen einer Satiresendung den deutschen Botschafter einbestellen lässt, finden SZ-Leser empörend. Aber auch die Reaktion der Bundesregierung bietet Anlass für Kritik.
Debatte@SZ
:Dummes Zeug
Wurde Jan Böhmermanns Schmähkritik an Präsident Erdoğan zu Recht aus der Mediathek genommen?
Flüchtlinge
:Sturheit als Taktik
Der Flüchtlings-Deal mit der Türkei lässt viele SZ-Leser an der Bundesregierung und an der EU verzweifeln. Dass Kanzlerin Angela Merkel die Vereinbarungen gar als Erfolg bezeichnet, geht einem Leser zu weit.
Haltbarkeitsdatum
:Abgelaufenes muss billig bleiben
Die Pläne der Regierung, das Mindesthaltbarkeitsdatum abzuschaffen, bergen auch eine Gefahr für Arme, meinen SZ-Leser. Einer fordert, die Abgabe an die Tafeln vorzuschreiben.
Ostern 2016
:Friede, Freiheit, Empathie
Was kann man tun, um Gott und die Botschaft Jesu im Alltag nicht zu vergessen? Eine Leserin macht Vorschläge. Zum Beispiel ein Praktikum in Nächstenliebe.
Rente
:Verrat an fast allen
Alexander Hagelüken meinte jüngst in einem Kommentar zur Rentenpolitik, die Regierung verrate die Jungen. Die Leserbriefe, die daraufhin kamen, lassen darauf schließen, dass sich auch die Alten vom Staat verraten fühlen.
Sprachlabor
:Jetzt wird's martialisch
Was Lesern nicht alles auffällt! Zum Beispiel: "Dann zückte sie ein Küchenmesser aus ihrem Ärmel". Was soll daran falsch sein, werden Sie nun fragen. Nun, Sie werden sehen.
Arm und reich
:Die Politik lenkt in die falsche Richtung
Das Wohlstandsgefälle in Deutschland ist wieder einmal Thema in den Medien, und verschiedene Ursachen werden diskutiert. Dabei liege doch auf der Hand, was falsch laufe, meinen Leser.
SZ-Werkstatt
:Als Piefke in Wien
Cathrin Kahlweit, Korrespondentin für Österreich, Ukraine, Ungarn, Slowakei und Slowenien, war jüngst zu Gast in einer Talkshow. Sie war für ihre Verhältnisse zurückhaltend. Einem ihrer Mitdiskutanten ging das jedoch zu weit.
Korrekturen
:RBB und WDR
In "Berliner Luft" vom 1. April hieß es: "Das Hauptstadt-Studio der ARD verantwortet der Kölner WDR." Das ist nicht ganz richtig.
Weitere Briefe
:Natur und Kultur
Landschaft als kulturelles Phänomen oder als großindustrielles Projekt? Und wie werden Kinder und Jugendliche geprägt, die nie eine durch Vielfalt bestimmte Landschaft erlebt haben? Eine Aufgabe für Erzieher und Bildungspolitiker.
Arzneimittel
:Ein erster Schritt zurück
Das Streamlining im Entwurf eines Vierten Gesetzes zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften ist ein erster Schritt zurück in die Zeit vor 2004. Das findet jedenfalls der Chef der Ethikkommission im Land Berlin.
Stromkonzerne
:Es geht vor allem um das Wie
Der beschleunigte Atomausstieg steht nicht infrage, aber nun muss das Bundesverfassungsgericht komplexe Sachverhalte klären. Es geht dabei um Eigentumsrechte der Kraftwerksbetreiber.
Korrektur
:Späteres Urteil
Ein Sporttrainer wird wegen Kindesmissbrauchs nicht am 29. März, sondern erst im August vor Gericht verurteilt.
Brasilien
:abstig auf hohem nivo
Zé do Rock, der deutsch-brasilianische Schriftsteller aus Stuttgart mit etwas eigenwilliger Orthografie, ergänzt Sebastian Schoepps gute Analyse der Lage in Brasilien noch um "ein par andere formulirungen".
Terrorismus
:Die Freiheit neu definieren
SZ-Leser sind im Gegensatz zu Kurt Kister überzeugt: Wir leben nicht in einer offenen Gesellschaft, wie es Karl Popper einst forderte, und die Anschläge in Brüssel am 22. März haben sehr wohl etwas mit der Religion des Islam zu tun.
Debatte@SZ
:Erdowahn
Darf sich ein Fernseh-Satiremagazin wie "extra3" über die Pressezensur des türkischen Staatspräsidenten Erdoğan lustig machen? Die Nutzer der SZ-Internetforen sind da - fast alle - einer Meinung.
Obama in Kuba
:Überfälliger Schritt
Der US-Präsident ist für seinen Besuch auf Kuba gefeiert, aber auch kritisiert worden. SZ-Leser warnen vor einer Vereinnahmung des Landes durch den großen Nachbarn und erinnern an dessen Verantwortung für die Armut der Kubaner.
Scheidung
:Kinder brauchen beide Eltern - zu gleichen Teilen
Wechselmodell oder Residenzmodell? SZ-Leser treten unisono für "shared parenting" ein. Studien in Skandinavien und Australien hätten durchweg positive Ergebnisse gezeitigt.
Weitere Briefe
:Leider verallgemeinert
Wenn eine Polizistin behauptet, Afrikaner würden sie keines Blickes würdigen, dann sollte man das nicht so stehen lassen, meint eine Leserin. Denn was bedeutet überhaupt "Afrikaner"? Und kann es nicht Gründe geben für dieses Verhalten?
SZ-Werkstatt
:Im Vatikan
Der für Religionsfragen zuständige SZ-Redakteur Matthias Drobinski berichtet über seinen Besuch bei den Kirchenoberen in Rom.
Terror
:Debatte über Sicherheit
Nach den Anschlägen in Brüssel fordern SZ-Leser, nicht gleich wieder zur Tagesordnung überzugehen. Nötig sei bessere Zusammenarbeit im Kampf gegen Terroristen. Nationale Egoismen müssten hintanstehen.
Flüchtlingskrise
:Ach, Europa
Der Deal mit der Türkei steht, und jetzt? SZ-Leserinnen und -Leser sind darüber nicht glücklich. Einer meint sogar, Adenauer und de Gaulle würden sich mehrmals im Grab umdrehen.
Sprachlabor
:Frohe Ostern, allen!
"Ausnahmen bestätigen die Regel", heißt ein Sprichwort, das ein Leser kürzlich in einem Brief in Abrede stellen wollte. Gute Gelegenheit, ein wenig auszuholen.