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Universität Augsburg

Zu zweit im Klassenzimmer

Foto: Martin Augsburger/Universität Augsburg

In Augsburg Lehramt studieren – und von Anfang an mittendrin sein

Möglichst frühzeitig im Studium Praxiserfahrungen an Schulen zu sammeln, ist für zukünftige Lehrerinnen und Lehrer essenziell. Eine intensive Möglichkeit dafür bietet das Projekt „Lehr:werkstatt“ am Zentrum für LehrerInnenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung (ZLbiB) und am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik der Universität Augsburg. Im Praxisprojekt unterrichten Studierende und Lehrkräfte im Tandem ein Schuljahr lang zusammen. 97 Lehrpaare sind seit Schuljahresbeginn im gesamten Regierungsbezirk Schwaben im Einsatz. Erstmals sind seit diesem Schuljahr alle Schultypen vertreten: Grund-, Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien.

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Foto: Thomas Stoll/Universität Augsburg

Wer Lehramt studiert, möchte Kinder und Jugendliche fürs Lernen begeistern – und das gelingt am besten, wenn man schon früh weiß, was im Klassenzimmer wirklich zählt. Deshalb legt die Universität Augsburg besonderen Wert auf Praxiserfahrung. Das zeigt sich in vielen Teilen des Studiums, vor allem aber in einem Projekt, das bayernweit Maßstäbe setzt: in der Lehr:werkstatt. Hier stehen Studierende nicht bloß am Rand und beobachten, sondern sie unterrichten gemeinsam mit erfahrenen Lehrkräften – ein ganzes Schuljahr lang, Seite an Seite im Klassenzimmer. Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander. Das macht die Lehr:werkstatt zu einem der beliebtesten und wirkungsvollsten Praxisformate im bayerischen Lehramtsstudium.

Teamteaching statt Zuschauen

„Zwei Lehrkräfte im Klassenzimmer – das ist eine der großen Antworten auf die Anforderungen des Unterrichtens in unserer Zeit“, sagt Irene Fürhofer, erfahrene Grundschullehrerin und begeisterte Teilnehmerin der Lehr:werkstatt. Gemeinsam mit einer Lehramtsstudentin gestaltet sie jede Woche Unterricht, entwickelt neue Ideen und probiert Methoden aus. „Wir können individueller auf die Kinder eingehen und Herausforderungen gemeinsam angehen. Davon profitieren alle: Lehrkräfte, Studierende – und ganz besonders die Schülerinnen und Schüler.“

 Universität Augsburg

Foto: Thomas Stoll/Universität Augsburg

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Foto: Thomas Stoll/Universität Augsburg

Auch für Lehramtsstudentin Carolin Rittker, ist die Lehr:werkstatt eine prägende Erfahrung. „Ich lerne unglaublich viel über Unterricht, Kommunikation und Zusammenarbeit. Es ist intensiv, aber es gibt kaum etwas, das besser auf den Lehrerberuf vorbereitet.“ Sie erinnert sich an eine Mathematikstunde, in der einige Kinder das Thema zunächst nicht verstanden. „Während meine Mentorin an der Tafel erklärte, habe ich gleichzeitig mit Materialien an den Tischen gearbeitet. So konnten wir auf verschiedene Lernstile eingehen – und am Ende hatten wirklich alle das Thema verstanden.“


Ein Jahr voller Lernerfahrungen

Die Lehr:werkstatt ersetzt gleich zwei Pflichtpraktika im Lehramtsstudium. Die Studierenden sind während des Semesters einen Tag pro Woche an der Schule und absolvieren während der Semesterferien mehrwöchige Blockphasen. Begleitende Workshops und Seminare an der Universität vertiefen die Erfahrungen: Dort reflektieren die Studierenden, was sie erlebt haben, tauschen sich über Herausforderungen aus und erhalten wissenschaftliche Impulse. 

Foto: Universität Augsburg

Die Tandems – also Lehrkraft und Studierender – werden sorgfältig zusammengestellt. Ein digitales Matching-Verfahren berücksichtigt Fächer, Erfahrungen und Persönlichkeitsmerkmale, damit beide Partner gut harmonieren. „Wir wollen Teams bilden, die voneinander lernen und sich gegenseitig inspirieren“, erklärt Stefanie Keßler, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin des Projekts am Zentrum für LehrerInnenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung.

Wissenschaft trifft Schulalltag

Das Projekt wird durchgehend von der Universität begleitet. Neben der Praxis im Klassenzimmer gehören Reflexionsgespräche, Kompetenzworkshops und ein Logbuch zur Dokumentation der Lernfortschritte zum Programm. Die Studierenden werden so gezielt an professionelles Unterrichten herangeführt – mit viel Raum für persönliches Ausprobieren.

„Die Lehr:werkstatt ist eine besonders gute Möglichkeit, das an der Universität Gelernte in der Unterrichtswirklichkeit umzusetzen“, sagt Prof. Dr. Andreas Hartinger, Inhaber des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik. „Alle Beteiligten profitieren: Die Studierenden sammeln wertvolle Praxiserfahrungen, die Lehrkräfte bekommen Unterstützung und frische Impulse, und die Kinder erleben mehr individuelle Förderung.“

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Foto: Thomas Stoll/Universität Augsburg

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Foto: Thomas Stoll/Universität Augsburg

Von acht auf 100 Tandems

Seit dem Start im Schuljahr 2018/19 hat sich das Projekt rasant entwickelt. Waren es im ersten Jahr gerade einmal acht Tandems, sind es heute knapp 100 Lehrpaare an rund 70 Schulen in ganz Schwaben – an Grund-, Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien. Schulleitungen berichten regelmäßig, dass die Lehr:werkstatt nicht nur für die Studierenden, sondern auch für die Schulen selbst ein Gewinn sei. „Die Lehr:werkstatt ist für viele Studierende das Herzstück ihres Studiums“, betont Prof. Dr. Karin Aschenbrücker, Direktorin des ZLbiB . „Sie zeigt, wie wertvoll es ist, wenn akademisches Wissen und praktische Erfahrung Hand in Hand gehen. Das macht die Augsburger Lehramtsausbildung so besonders.“

Lehramt mit Kopf, Herz und Praxis

Mit der Lehr:werkstatt und vielen weiteren Praxiselementen bietet die Universität Augsburg angehenden Lehrerinnen und Lehrern ein Studium, das wissenschaftlich fundiert, praxisnah und zukunftsorientiert ist. Wer hier Lehramt studiert, wächst Schritt für Schritt in den Beruf hinein – begleitet von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren, modernster Fachdidaktik und einem starken Netzwerk aus Schulen, Universität und Bildungsforschung.

So entsteht, was gute Lehrkräfte brauchen: fundiertes Wissen, pädagogisches Fingerspitzengefühl – und jede Menge Erfahrung aus der Praxis.

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Foto: Thomas Stoll/Universität Augsburg

Lehramt studieren an der Universität Augsburg

An der Universität Augsburg kann Lehramt für Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien mit dem Abschluss Staatsexamen studiert werden. Parallel dazu gibt es die Möglichkeit, einen auf das jeweilige Lehramtsstudium bezogenen Bachelorstudiengang zu absolvieren. Dieser qualifiziert für Lehrtätigkeiten in Bildungs- und bildungsnahen Einrichtungen für Kinder außerhalb des staatlichen Schuldienstes.

Zahlreiche studienbegleitende Unterstützungsangebote sowie einige Praxisangebote erleichtern den Weg zum Lehrerberuf.

So funktioniert die Lehr:werkstatt

Tandem-Prinzip: Lehramtsstudierende und erfahrene Lehrkräfte unterrichten ein Schuljahr lang gemeinsam.
Praxistage: Ein Tag pro Woche im Unterricht, dazu Blockphasen in den Semesterferien. 

Begleitung: Workshops, Seminare und Reflexionsgespräche an der Universität. 

Matching: Lehrkräfte und Studierende werden nach Fach, Erfahrung und Persönlichkeit zusammengestellt. 

Vorteile: Frühzeitige, intensive Praxiserfahrung; Unterstützung für Lehrkräfte; bessere Förderung für Schülerinnen und Schüler.

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Foto: Thomas Stoll/Universität Augsburg

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