Süddeutsche Zeitung Logo

Anzeigen-Spezial

Home Icon
Green Events

Bleibender Trend: Nachhaltigkeit

Zu den Merkmalen nachhaltiger Gastbetriebe zählen die Verwendung nachhaltiger Materialien, der Einsatz regionaler Produkte und das Abfallrecycling. Foto: iStock/PC Photography

Die Nachfrage nach Green Events steigt. Doch bei Angebot und Zertifizierung gibt es Nachholbedarf.

Umweltschutz muss nicht kompliziert sein, vorausgesetzt, man weiß, an welchen Hebeln man ansetzen kann. Im Tagungsbereich gibt es noch Verbesserungspotenzial, vor allem bei der Vermeidung und Entsorgung von Abfällen sowie der klimaschonenden An- und Abreise der Gäste. Dank digitaler Möglichkeiten lässt sich Event-Management heute nahezu papierlos umsetzen. Mobile Endgeräte wie Smartphones, Laptops oder Tablets, scannbare QR-Codes und eigens entwickelte Event-Apps tragen entscheidend dazu bei, den Papierverbrauch zu senken. Gedruckte Broschüren und prall gefüllte Tagungsordner gehören damit zunehmend der Vergangenheit an.

 

Auch bei den Werbegeschenken gibt es nachhaltige Alternativen. Jutebeutel, Schokoriegel mit umweltfreundlicher Verpackung oder Kugelschreiber aus Bambus können ein Anfang sein. Wer ganz auf Give-aways verzichtet, leistet einen sinnvollen Beitrag. Die Wahl einer Location mit guter Anbindung an den ÖPNV und kurzen Wegen vor Ort ist der erste Schritt hin zu emissionsarmer Mobilität. 

Beim Catering sollten Hotels und Gastbetriebe bevorzugt auf regionale Erzeugnisse zurückgreifen.

Foto: iStock/jacoblund

Kostspieliger Trend

Trotz wachsendem Bewusstsein für Nachhaltigkeit sind entsprechende Angebote im Tagungsmarkt noch rar. Laut aktuellem MICE-Report stellen nur 38 Prozent der befragten Hotels und Locations nachhaltige Event-Optionen wie lokale und saisonale Speisen, fachgerechtes Recycling und digitale Planungs-Tools bereit. Die Hotellerie spiegelt damit auch die wirtschaftlich angespannte Lage wider, die sich auf die Nachfrage nach Green Events auswirkt.

 

Zwar steigt das Bewusstsein der Gäste für Nachhaltigkeitsaspekte, gleichzeitig sinkt jedoch die Bereitschaft der Unternehmen, für mehr Klimaverträglichkeit Mehrausgaben zu tätigen. Denn Nachhaltigkeit hat ihren Preis; klimafreundliche Veranstaltungen sind mit aufwendigerer Planung, hochwertigeren Materialien und zusätzlichen Transportkosten verbunden. Wie wichtig es ist, Unternehmen bei diesen Kosten zu entlasten, zeigt das hier vorgestellte Fördermodell aus Oberösterreich. Solche Bonuszahlungen können ein wirksamer Anreiz sein, Veranstaltungen grundlegend neu zu denken und von Anfang an ökologische, soziale und ökonomische Faktoren zu berücksichtigen.

 

Wichtige Gütesiegel

Auch Hotels und Gastbetriebe müssen investieren: Für die Zertifizierung mit einem Umwelt- und Nachhaltigkeitssiegel fallen je nach Größe des Hauses jährliche Gebühren von bis zu 10.000 Euro an. Dementsprechend verfügen nur 43 Prozent der Locations mit Event-Optionen über eines oder mehrere Nachhaltigkeitszertifikate.

 

Ob diese Siegel tatsächlich bei der Wahl des passenden Veranstaltungsortes helfen, ist allerdings fraglich. Viele Unternehmen geben an, dass es ihnen schwerfällt, einzuschätzen, welche der weltweit über 200 Umwelt- und Nachhaltigkeitszertifikate einen echten Mehrwert bieten und nicht nur Greenwashing betreiben.

Zur Zertifizierung werden Aspekte aus den Bereichen Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) herangezogen

Zur Zertifizierung werden Aspekte aus den Bereichen Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) herangezogen. Foto: iStock/jittawit.21

Um hier mehr Orientierung zu schaffen, hat die Stiftung Warentest im April dieses Jahres drei Umweltzertifikate für Tourismusbetriebe als besonders empfehlenswert ausgezeichnet. Das international ausgerichtete Label „Green Key“ umfasst rund 4.900 große und kleine Hotels, Restaurants und Konferenzzentren in 57 Ländern. Es legt besonderen Wert auf nachhaltiges Wassermanagement, Ökostrom, Bioprodukte und die Schulung des Personals für umweltfreundliche Arbeitsabläufe. Das Programm unterstützt gezielt Betriebe, die sich in Sachen Nachhaltigkeit kontinuierlich verbessern wollen. Neben regionalen und Bio-Lebensmitteln gehören auch recycelte Verbrauchsmaterialien wie Papier, biologisch abbaubare Reinigungsmittel sowie bio-zertifizierte Pflegekosmetik nach dem Cosmos-Standard zu den Mindestanforderungen.

 

Ebenfalls ausgezeichnet wurde das „GreenSign Hotel“-Siegel des 2015 gegründeten GreenSign Instituts, unter dem derzeit 980 Hotels geführt werden, davon 869 in Deutschland. Die Zertifizierung der Unternehmen basiert auf einem umfassenden Fragenkatalog mit über 130 Kriterien, der neben Fragen zum Energieverbrauch, Abfallmanagement, nachhaltigen Lebensmittelangebot und zu umweltfreundlicher Anreise auch die soziale Verantwortung sowie die Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Weiterentwicklung der Maßnahmen berücksichtigt.

 

Klaas Tigchelaar 

Zurück zur Übersicht

Das könnte Sie auch interessieren

  • Business trifft Ambiente
    Tagungs- und Eventlocations

    Zwischen urbanem Designhotel und charmantem Alpenchalet: Die Art der Veranstaltung und das erwartete Publikum entscheiden darüber, welches Tagungshotel perfekt zum geplanten Firmenevent passt.

  • Das Unterbewusstsein reist mit
    Unterbewusstsein + Emotionen

    Manche Hotels überzeugen uns bereits beim Betreten der Lobby – oder sogar schon zuvor. Das sind die Gründe.

  • Zum Bleiben bewegen
    Mitarbeiterbindung

    Firmenveranstaltungen haben viele positive Effekte und können als strategisches Instrument zur Mitarbeiterbindung genutzt werden.

Die Süddeutsche Zeitung ist weder für den Inhalt der Anzeigen noch die darin enthaltenen Verlinkungen noch für ggf. angegebene Produkte verantwortlich.

Impressum