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Weiterbildungs-Ranking

Mit Hochschulweiterbildung neue Türen öffnen

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Foto: iStock/Wavebreakmedia

Wenn es darum geht, im beruflichen Umfeld voranzukommen, spielt ein Faktor eine besonders entscheidende Rolle: Wissen. Gerade in der sich immer schneller verändernden Arbeitswelt reicht es nicht mehr aus, sich ausschließlich auf einmal erworbenes Know-how zu verlassen. Sowohl Fachkräfte als auch Unternehmen stehen daher vor der Aufgabe, ihre Kompetenzen kontinuierlich zu erweitern und auf dem aktuellen Stand zu halten. Weiterbildung ist somit zu einem festen Bestandteil des beruflichen Alltags geworden.

SZ Institut Siegel Beste Hochschulen für Weiterbildung 2026

Insbesondere Hochschulen engagieren sich in diesem Bereich zunehmend und bieten spezialisierte Weiterbildungsprogramme an. Doch wie gut sind diese Angebote wirklich und bei welchen Programmen entsteht tatsächlich ein spürbarer Mehrwert? Dieser Frage ist das SWI im Auftrag des SZ Instituts nachgegangen und hat die besten Hochschulweiterbildungen untersucht und bewertet.

Der griechische Philosoph Platon sagte einmal: „Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.“ Auch wenn diese Aussage aus der Antike stammt, ist sie bis heute nachvollziehbar. Wer sich täglich neuen Herausforderungen stellt und aktiv in sein Wissen investiert, verbessert nicht nur seine eigenen Zukunftschancen, sondern stärkt auch die Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens. Lernen und Weiterentwicklung sind dabei keine einmaligen Aufgaben, sondern ein fortlaufender Prozess. Unternehmen, die sich langfristig erfolgreich entwickeln wollen, müssen das Wissen ihrer Mitarbeitenden daher stetig fördern und erweitern. Ebenso sollten Fachkräfte nicht davon ausgehen, dass einmal erworbenes Wissen für das gesamte Berufsleben ausreicht. Heute ist lebenslanges Lernen entscheidend.

Hochschulen sind die Basis für eine fundierte akademische Ausbildung. Darüber hinaus bieten sie vielfältige Möglichkeiten zur spezialisierten Weiterbildung, in Form von Seminaren oder Zertifikatskursen. Insbesondere Berufstätige können sich so gezielt und nachhaltig auf neue Anforderungen im Berufsleben vorbereiten. Von besonderer Bedeutung ist dabei der interdisziplinäre Ansatz: Wissen aus unterschiedlichen Fachbereichen wird nicht isoliert betrachtet, sondern in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht.

Gerade weil viele komplexe Probleme nicht mehr aus einer einzelnen Disziplin heraus gelöst werden können, gewinnt dieses vernetzte Denken zunehmend an Relevanz. Interdisziplinarität schafft neue Perspektiven und fördert auch die Entstehung innovativer Ideen. Genau hier setzen zahlreiche Hochschulen an: Sie entwickeln Weiterbildungsprogramme, die verschiedene Fachrichtungen miteinander verbinden und deren Potenziale bündeln.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil liegt in der engen Verzahnung von Lehre und Forschung: Hochschulen vermitteln nicht nur etabliertes Wissen, sondern sind auch aktiv an dessen Weiterentwicklung beteiligt. Wer sich an einer Hochschule weiterbildet, erhält daher bestenfalls Einblick in den aktuellen Stand der Forschung und bewegt sich stets am Puls wissenschaftlicher Erkenntnis. Auf diese Weise ermöglichen Hochschulen ein Lernen, das gleichermaßen zeitgemäß, anspruchsvoll und zukunftsorientiert ist, und eröffnen den Zugang zu Wissen, das theoretisch fundiert und praktisch anschlussfähig ist.

Weiterbildung – langfristigen Erfolg erzielen

Im Berufsalltag sind fachliches Wissen und Anpassungsfähigkeit entscheidend. Weiterbildung fördert analytisches und strategisches Denken, welches für Erfolg und die Entwicklung von Unternehmen notwendig ist. Damit Weiterbildung gelingt, muss sie mit dem Berufsalltag vereinbar sein. Bei der wachsenden Angebotsvielfalt keine triviale Aufgabe. Es stellen sich daher die Fragen: Welche Angebote sind gewinnbringend? Welche Hochschulen und Formate sind gut? Das SZ Institut hat SWI beauftragt, die besten Weiterbildungsangebote an Hochschulen zu analysieren. Die Studie unterstützt Berufstätige und Unternehmen, fundierte Entscheidungen zu treffen.

Methodik der Studie

Die Studie „Weiterbildung an Hochschulen“ basiert auf einem Mixed-Method-Ansatz, der eine ganzheitliche Bewertung nicht immatrikulationspflichtiger Weiterbildungsangebote an Hochschulen ermöglicht. Grundlage der Gesamtbewertung sind überwiegend Kundenbewertungen (80 Prozent) sowie ergänzend die Analyse von Angebot und Rahmenbedingungen (20 Prozent). Untersucht wurden ausschließlich hochschulische Weiterbildungsangebote wie Zertifikatskurse, Seminare oder berufsbegleitende Programme. Klassische grundständige Studiengänge (Bachelor/Master) waren nicht Bestandteil der Untersuchung. Die Auswertung erfolgte getrennt für insgesamt 19 Weiterbildungs-Kategorien (u. a. IT, Management & Führung, Pädagogik, Psychologie und weitere Fachbereiche). Voraussetzung für die Aufnahme in die Studie war die Teilnahme an der Selbstauskunft sowie das Erreichen einer Mindestanzahl an Bewertungen. Pro Hochschule und Kategorie wurden mindestens 80 auswertbare Stimmen benötigt, bestehend aus mindestens 60 Bewertungen aus einer Online-Access-Panel-Befragung sowie mindestens 20 relevanten Online-Beiträgen aus dem Social Listening. Hochschulen, die diese Mindestanforderungen nicht erfüllten oder eine unvollständige Selbstauskunft einreichten, wurden zwar in den Ergebnistabellen aufgeführt, erhielten jedoch keine Bewertung.

 

Die Gesamtpunktzahl einer Hochschule setzt sich aus zwei Faktoren zusammen:


1.    Kundenbewertung (80 Prozent Gewichtung)

 

Online-Kundenbefragung (70 Prozent der Wertung dieser Kategorie)

Die Kundenbefragung wurde über ein Online-Access-Panel durchgeführt und nach soziodemografischen Kriterien quotiert, um eine möglichst belastbare Datenbasis zu gewährleisten. Ergänzend wurden öffentlich zugängliche Online-Erwähnungen in die Analyse einbezogen. Bewertet wurden insbesondere die wahrgenommene Qualität und Relevanz der Weiterbildungserfahrungen aus Sicht der Teilnehmenden.

 

Social Listening (30 Prozent der Wertung dieser Kategorie)

Für die Social-Listening-Analyse wurden über 100 Millionen Online-Quellen (Social Media, Blogs, Foren und Bewertungsportale) systematisch durchsucht. Nicht berücksichtigt wurden Inhalte aus geschlossenen Bereichen, Paywall-Inhalten sowie Beiträge aus firmeneigenen Kanälen. Insgesamt wurden rund 10.000 relevante Beiträge analysiert, wobei pro Anbieter mindestens 20 und idealerweise bis zu 50 Beiträge in die Auswertung einflossen. Die Beiträge wurden mithilfe künstlicher Intelligenz hinsichtlich ihrer Tonalität (positiv, neutral, negativ) klassifiziert und anschließend durch eine manuelle Prüfung validiert. Die finale Stimmungsbewertung ergab sich aus dem Verhältnis positiver und negativer Beiträge zur Gesamtanzahl der Nennungen.

 

2.    Angebot und Rahmenbedingungen (20 Prozent Gewichtung)

    Ergänzend zur Kundenperspektive wurden die Hochschulen zu einem strukturierten Selbst-Audit eingeladen. Die Bewertung erfolgte auf Basis eines standardisierten Kriterienrasters mit einheitlicher Skalierung und definierter Gewichtung. Berücksichtigt wurden Formate der Weiterbildung (10 Prozent), Anzahl der Angebote (10 Prozent), Regelmäßigkeit der Durchführung (10 Prozent), Organisation (12 Prozent), strategische Verankerung (8 Prozent), Qualitätssicherungsinstrumente (15 Prozent), Zertifizierung/ ECTS (8 Prozent), Anteil berufsbegleitender Angebote (8 Prozent), eingesetzte Lernformate (5 Prozent), Teilnehmendenzahlen pro Jahr (7 Prozent) sowie Kooperationen (7 Prozent). Die Teilkriterien wurden zu einem Gesamtwert aggregiert und ermöglichen eine vergleichbare Bewertung der Rahmenbedingungen.

    Das Gesamtergebnis wird je Kategorie separat ausgewiesen und basiert auf einer normierten Punkteskala von 0 bis 100 Punkten. Die Hochschule mit dem höchsten Wert pro Kategorie erhält 100 Punkte. Alle weiteren Anbieter werden entsprechend ihrer Leistung relativ dazu eingeordnet. Ab einem Schwellenwert von 80 Punkten erhalten Hochschulen die Auszeichnung Top bzw. Beste in der jeweiligen Kategorie. Die Ranglisten werden für alle 19 Weiterbildungs-Kategorien getrennt erstellt.

    Ergebnisse

    Das Thema „Weiterbildung an Hochschulen” boomt: Zahlreiche Angebote auf dem Markt decken ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Fertigkeiten ab. Die vorliegende Studie zeigt, wie vielfältig die Weiterbildungsmöglichkeiten an Hochschulen sind.

    Insbesondere die sogenannten „Soft Skills“, die die zwischenmenschliche Kommunikation und Zusammenarbeit beispielsweise positiv beeinflussen, lassen sich in Kursen und Lehrgängen hervorragend ausbauen. Den Spitzenplatz in der Kategorie „Weiterbildung Persönlichkeitsentwicklung und Soft Skills“ sicherte sich als Beste die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Rang zwei ging mit einem Score von 96,80 an die Freie Universität Berlin (Weiterbildungszentrum). Auf Platz drei landete die Hochschule Aalen (Graduate Campus) mit 91,79 Punkten. Beide Institutionen können sich somit über die Auszeichnung Top freuen.

    In der Kategorie „Weiterbildung Führung und Management“ konnte sich die Ruhr-Universität Bochum (Akademie der Ruhr-Universität), die im Jahr 2025 noch den zweiten Platz belegte, als Beste im Ranking platzieren. Die Bewertung Top erhielten unter anderem die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt mit 93,06 Punkten, gefolgt von der Universität Münster (88,02 Punkte).

    Im Bereich „Weiterbildung Finanzen und Wirtschaft“ hat die Universität Münster als Beste die Nase im Ranking ganz vorn. Den zweiten Platz errang die Hochschule für Finanzwirtschaft & Management (97,75 Punkte), Rang drei erreichte mit 88,44 Punkten die WHU - Otto Beisheim School of Management.

    In der datengetriebenen Wirtschaft sind digitale Kompetenzen für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens essenziell. Geschäftsmodelle, Arbeitsprozesse und Entscheidungsstrategien werden von Bereichen wie KI, Digitalisierung, IT und Data Science geprägt. Fundierte Kenntnisse in diesen Disziplinen eröffnen Fachkräften neue Karriereperspektiven. Weiterbildung in diesen Bereichen ist daher ein Karrierebooster und ein Faktor für den langfristigen Erfolg von Unternehmen. Als Beste im „Weiterbildungsbereich Data Science“ konnte sich im Ranking der Studie die European School of Management and Technology Berlin (ESMT Berlin) beweisen. Mit 93,69 und 86,22 Punkten auf Platz zwei und drei sicherten sich die DBU Digital Business University of Applied Sciences und die Technische Hochschule Deggendorf die Auszeichnung Top.

    Im Bereich „Weiterbildung Digitales“ konnte die European School of Management and Technology Berlin (ESMT Berlin) als Beste punkten und sich somit gegenüber dem Vorjahr um einen Platz verbessern. Die Top-Platzierten Universität Münster (95,76 Punkte) und Allensbach Hochschule Konstanz (88,84 Punkte) folgen auf den Rängen zwei und drei.

    In der Kategorie „Weiterbildung IT und Informatik“ konnte sich die FernUniversität in Hagen als Beste im Ranking durchsetzen. Mit 91,63 folgt die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt auf dem zweiten Rang und die Hochschule Reutlingen (Knowledge Foundation @ Reutlingen University) (87,05 Punkte) auf Platz drei mit der Bewertung Top. 

    Digitale Technologien verändern die Arbeitswelt, aber der Faktor Mensch ist in vielen Bereichen unersetzlich. Gesundheit, Medizin, Pädagogik, Soziales, Pflege und Psychologie erfordern Fachwissen und Verständnis für zwischenmenschliche Dynamiken und Bedürfnisse. Weiterbildung verbessert die beruflichen Perspektiven und trägt zur Qualität von Pflege, Bildung und sozialer Unterstützung bei. In der Kategorie „Weiterbildung Gesundheit und Medizin“ konnte sich die Deutsche Sporthochschule Köln als Beste den ersten Rang im Ranking sichern. Mit 94,08 Punkten eroberte die Graduate School Rhein-Neckar den zweiten Platz und die Berliner Hochschule für Technik (BHT) (Fernstudieninstitut) (91,43 Punkte) landet auf Platz drei.

    Im Weiterbildungsbereich „Pädagogik, Soziales und Pflege“ konnte die Pädagogische Hochschule Heidelberg sich über die Auszeichnung als Beste freuen und steht somit an der Spitze des Rankings. Als Top bewertet wurden die Leuphana Universität Lüneburg, die mit 91,07 Punkten auf Rang zwei landet und die drittplatzierte Frankfurt University of Applied Sciences (90,94 Punkte).

    Wenn es um die „Weiterbildungen für Lehrpersonal“ geht, trägt die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg als Erstplatzierte auch in diesem Jahr die Auszeichnung Beste. Die Silbermedaille geht mit 94,99 Punkten an die Freie Universität Berlin (Weiterbildungszentrum) vor der Deutschen Sporthochschule Köln auf Rang drei mit 94,88 Punkten.

    Struktur, Strategie und Prozesse bilden das Fundament eines jeden erfolgreichen Unternehmens. Schlüsselkompetenzen werden durch Weiterbildung in Bereichen wie Bau, Technik, Marketing, Projekt- und Prozessmanagement sowie Human Resources geschärft und Unternehmen zukunftsfähig aufgestellt. Im Bereich „Weiterbildung Bauwesen und Technik“ setzte sich die Berliner Hochschule für Technik (BHT) (Fernstudieninstitut) als Beste an die Tabellenspitze, gefolgt von der Technischen Hochschule Rosenheim (88,43 Punkte) und der Frankfurt University of Applied Sciences (83,87 Punkte) auf den Plätzen zwei und drei mit der Bewertung Top.

    In der Kategorie „Weiterbildung Prozess- und Projektmanagement“ wurde erneut die Allensbach Hochschule Konstanz als Beste ausgezeichnet. Mit 90,61 Punkten wurde die IU - Internationale Hochschule (IU Akademie) zur Zweitplatzierten und die BTU Cottbus-Senftenberg (88,26 Punkte) kam, wie auch im Vorjahr, auf den dritten Platz. 

    Im Hinblick auf den Bereich „Weiterbildung Nachhaltigkeit“ wurde die Leuphana Universität Lüneburg als Beste ausgezeichnet, die im Vorjahr bereits den zweiten Platz belegt hatte. Rang zwei sicherte sich in diesem Jahr mit 91,20 Punkten die FernUniversität in Hagen, während die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) mit 86,42 Punkten den dritten Platz belegt. 

    Weitere Kategorien

    Sollten Sie als interessierte Hochschule dieses Jahr nicht im Ranking vertreten sein, können Sie sich hier für die Folgestudie 2027 vormerken lassen.

    Sie haben Anregungen, Fragen oder sind als ausgezeichnetes Unternehmen an der Lizenzierung des Qualitätssiegels für Ihre Kommunikationsmaßnahmen interessiert? Schreiben Sie uns: institut@sz.de.

    Über das SWI

    Das SWI (Sozialwissenschaftliches Institut Schad) analysiert und gestaltet seit 1993 die Kundenbeziehungen von Unternehmen. Eine unabhängige Analyse und eine zielgenaue Beratung sind die Treiber der Aktivitäten des Hamburger Marktforschungsinstituts. Ein Pool aus Ökonomen, Psychologen und Soziologen sichert das wissenschaftliche Know-how mit dem Ziel, eine Schnittstelle zwischen Unternehmenspraxis und Wissenschaft zu bilden.

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