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Wachstums-Ranking

Mittelstand mit Rückenwind

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Foto: iStock/IR_Stone

Während die großen DAX-Konzerne die Schlagzeilen füllen, schreibt eine ganz andere Gruppe von Unternehmen die eigentliche Wirtschaftsgeschichte Deutschlands – und das, wie eh und je, weitgehend im Verborgenen. Denn ein großer Anteil an Unternehmen der deutschen Privatwirtschaft sind kleine und mittlere Betriebe: vom Handwerksbetrieb im Allgäu über den spezialisierten Maschinenbauer in Thüringen bis zum IT-Dienstleister in der Hamburger HafenCity. Unterschiedlicher könnte dieser Mittelstand kaum sein, und doch verbindet sie mehr als nur ihre Größe. 

Mittelständler teilen häufig eine ganz bestimmte Haltung zum Unternehmertum: Sie denken pragmatisch, geerdet und auf lange Sicht ausgerichtet. Diese Haltung verschwindet nicht bei den nächsten Quartalsberichten, sondern bewährt sich nicht selten über Jahrzehnte. Die wirtschaftliche Bedeutung des deutschen Mittelstands lässt sich zwar in Zahlen darstellen, aber nicht vollständig darin erfassen. Gemäß dem KfW-Mittelstandspanel* entfielen zuletzt 71,5 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit auf kleine und mittlere Unternehmen. Darüber hinaus ist der Mittelstand der Ausbilder von über 70 Prozent aller Auszubildenden. Er ist damit nicht nur Arbeitgeber der Gegenwart, sondern auch Gestalter der Arbeitswelt von morgen.

 

Auch die Rolle des Mittelstandes als Innovationsträger und Exportmotor ist nicht zu unterschätzen: Über 96 Prozent aller deutschen Exporteure sind kleine und mittlere Unternehmen. Damit tragen sie wesentlich zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland bei, und das weit über die Landesgrenzen hinaus. In der Europäischen Union stellen mittelständische Unternehmen rund zwei von drei Arbeitsplätzen und erwirtschaften 53 Prozent des Bruttoinlandsprodukts**. Der Mittelstand ist keine Nische, sondern das strukturelle Fundament westlicher Marktwirtschaften.

 

Und dieses Fundament zeigt sich gerade als tragfähiger denn je. Ja, die deutsche Wirtschaft steckt in einer hartnäckigen Schwächephase, ausgelöst durch das Zusammentreffen mehrerer Belastungsfaktoren. Die Herausforderungen sind real. Aber: Viele mittelständische Unternehmen nutzen genau diesen Moment, um sich neu aufzustellen. Denn die Stärken des Mittelstands – kurze Entscheidungswege, unternehmerische Eigenverantwortung, Kundennähe – sind in Zeiten des Wandels entscheidende Vorteile.

 

So gibt es gerade jetzt zahlreiche Unternehmen, die wachsen. Sie trotzen der schwierigen Lage, weil sie ihre Stärken kennen und konsequent nutzen. Sie lesen Märkte präziser, passen Strukturen schneller an und treffen Entscheidungen, wo andere abwarten. Sie skalieren, internationalisieren, digitalisieren, ohne zu vergessen, was den Mittelstand in seinem Kern ausmacht. Um die mittelständischen Unternehmen zu identifizieren, die trotz aller Widrigkeiten ein beachtliches Wachstum vorweisen können, hat das SZ Institut auch dieses Jahr Creditreform mit einer Analyse beauftragt.  

Die Methodik der Analyse

Um die wachstumsstärksten Mittelständler zu identifizieren, wurde ein mehrstufiges Auswahlverfahren angewendet, das Solidität und echtes Wachstum gleichermaßen in den Blick nimmt. Ausgangspunkt der Analyse war eine klar abgegrenzte Grundgesamtheit. Berücksichtigt wurden ausschließlich Unternehmen mit Sitz in Deutschland aus dem verarbeitenden Gewerbe, die gemäß der Definition des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn als Mittelständler gelten. Es handelt sich dabei um Betriebe mit 10 bis 499 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz zwischen zwei und 50 Millionen Euro. Zugleich wurde sichergestellt, dass nur wirtschaftlich stabile Unternehmen in die Auswahl gelangen. Ein Bonitätsindex zwischen 100 und 499 schloss sowohl Neugründungen als auch Betriebe mit ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzrisiken konsequent aus. Aus all diesen Unternehmen, für die Daten zu Mitarbeiterzahl und Umsatz aus den Jahren 2022 und 2024 sowie aktuelle Zahlungsdaten zur Zahlungsweise und Auftragslage vorlagen, entstand eine Grundgesamtheit von 9.307 Betrieben.

 

Der erste Auswahlschritt konzentrierte sich auf Unternehmen, die auch in der gegenwärtigen Marktlage operativ überzeugen. Als Maßstab dienten zwei qualitative Indikatoren: Eine gute Zahlungsweise sowie eine gute Auftragslage.

 

Im zweiten Schritt rückte das messbare Wachstum in den Vordergrund. Es wurde analysiert, wie sich der Umsatz und die Belegschaft zwischen 2022 und 2024 entwickelt haben. Nur Unternehmen, die ihren Umsatz in diesem Zeitraum um mindestens zehn Prozent steigern und gleichzeitig die Zahl ihrer Mitarbeitenden um mindestens fünf Prozent erhöhen konnten, qualifizierten sich weiter. Um Verzerrungen durch außergewöhnliche Einzelfälle zu vermeiden, wurden Wachstumsraten ab 150 Prozent nur berücksichtigt, wenn sie sich anhand verifizierbarer Jahresabschlüsse belegen ließen. Zusätzlich wurden Unternehmen mit einem Bonitätsindex über 180 ausgeschlossen. Am Ende dieses Prozesses blieben 370 Unternehmen übrig, die sowohl qualitative Stabilität als auch quantitatives Wachstum überzeugend erfüllen.

Die Testsieger der Analyse

Wie bereits in den vorigen Jahren bildet das Ranking der wachstumsstärksten Mittelständler eine große Facette von Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen ab. Den ersten Platz belegt in diesem Jahr die Horst Rottler Maschinenbau GmbH. Seit 1970 fertigt die Firma aus Mudersbach in Rheinland-Pfalz werkstückspezifisch gestaltete Werkzeugmaschinen für eine große Bandbreite von Industriezweigen – von Luft- und Raumfahrt über den Schienenverkehr und den Schiffsbau bis zu Kraftwerkskomponenten.

 

Rang zwei konnte sich in diesem Jahr die airleben GmbH, ein Hersteller von Luftleitungen und Großhändler für Lüftungskomponenten, sichern. An sieben Produktions- und fünf Handelsstandorten stellt das ostdeutsche Unternehmen Luftleitungen sowohl in Maschinenfertigung als auch in Handarbeit her. Die Transformare GmbH konnte im Ranking 2026 den dritten Platz belegen. Die Firma aus dem Elektroniksektor ist spezialisiert auf Produkte aus dem Nieder- und Mittelspannungsbereich und bietet unter anderem Niederspannungsverteiler oder fabrikfertige Einbau-Trafostationen an.

 

Platz vier geht in diesem Jahr an die Sonnenschmied Industriesysteme GmbH aus Kirchgellersen, einen der größten Photovoltaik-Anbieter in Norddeutschland. Komplettiert werden die Top 5 der Wachstumsstärksten Mittelständler von der RAMME Electric Machines GmbH mit Sitz im sachsen-anhaltischen Osterwieck. Das Unternehmen entwickelt und produziert Elektromotoren und Generatoren für verschiedene Industriebranchen und legt seinen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung im Bereich der elektrischen Antriebstechnik.

Auch dieses Jahr ist die Industrie-Branche im Ranking mit Abstand am stärksten vertreten: Insgesamt 114 der 370 ausgezeichneten Unternehmen stammen aus dieser Branche. Es folgen der Maschinenbau mit 49 Siegern, die Land- und Ernährungswirtschaft mit 35 ausgezeichneten Unternehmen und die Elektro- beziehungsweise Elektronikbranche mit 32 Auszeichnungen.

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Über die Creditreform Unternehmensgruppe

Creditreform ist als führender Anbieter von Wirtschaftsinformationen, Marketingdaten und Lösungen zum Forderungsmanagement bekannt und etabliert. Mit der weltweit größten Wirtschaftsdatenbank unterstützt Creditreform Unternehmen dabei, sich mithilfe von verlässlichen Firmeninformationen vor Zahlungsausfällen zu schützen. Die Creditreform Unternehmensgruppe hat es sich zur gemeinsamen Aufgabe gemacht, ihre Kunden durch die Bereitstellung von Wirtschaftsinformationen sowie Risikomanagement-Lösungen bestmöglich zu unterstützen.