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Die besten Lerntools im digitalen Zeitalter

Foto: iStock/pcess609
Für Kinder gehört die digitale Welt längst zum Alltag. Neben Unterhaltung bieten Apps viele Möglichkeiten zum Lernen, etwa bei Hausaufgaben, Vokabeltraining, Organisation oder Prüfungsvorbereitung. Doch bei der großen Auswahl fällt der Überblick oft schwer. Deshalb hat das SZ Institut We are Family erstmals beauftragt, die besten Anbieter digitaler Lerntools zu untersuchen.
Astrid Lindgren sagte einmal: „Wie die Welt morgen aussehen wird, hängt in großem Maße von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen.“ Dieses Zitat verdeutlicht, dass Kinder unsere Zukunft nicht nur passiv erleben, sondern sie aktiv mitgestalten. Entscheidend ist dabei nicht nur, was sie lernen, sondern auch, wie sie lernen. Digitale Technologien und künstliche Intelligenz verändern den Lernalltag zunehmend und können, sinnvoll eingesetzt, Kinder beim Lernen gezielt unterstützen.
Darüber hinaus hat die Art des Lernens Einfluss auf das Selbstbewusstsein und die persönliche Entwicklung von Kindern. Wenn sie eigenständig entdecken, kreativ denken und moderne Hilfsmittel sinnvoll nutzen, stärkt das ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Ein bewusster Umgang mit neuen Technologien kann zudem dazu beitragen, Orientierung und Sicherheit zu gewinnen.
Eines ist klar: Wenn es um Kinder geht, steht ihr Schutz immer an erster Stelle, egal, ob sie draußen auf dem Spielplatz toben oder sich zu Hause mithilfe digitaler Tools die Planeten altersgerecht erklären lassen. Gleichzeitig spielt Motivation eine entscheidende Rolle für den Lernerfolg. Welche Anwendungen begeistern Kinder wirklich? Und wie lässt sich eine sinnvolle Routine schaffen, die nachhaltiges Lernen unterstützt?
Da mit diesen und weiteren Fragen viele Unsicherheiten verbunden sind, hat das SZ Institut eine unabhängige Untersuchung bei We are Family in Auftrag gegeben. Die Kommunikationsagentur ist auf Kinder, Jugendliche, Familien sowie die Generationen Z und Alpha spezialisiert. Ziel der Untersuchung war es, diejenigen Anbieter sichtbar zu machen, die in diesem Jahr mit ihren Lerntools besonders überzeugen konnten.
Methodik der Untersuchung
In der Studie wurden Lerntools als digitale Angebote wie Apps, Webseiten oder Plattformen definiert, die das schulische Lernen von Kindern gezielt unterstützen. Dazu zählen unter anderem Anwendungen für Hausaufgaben, Übungen, Erklärvideos, Vokabeltraining, Organisation oder Prüfungsvorbereitung.
Grundlage war eine standardisierte Online-Befragung unter 1.210 Eltern schulpflichtiger Kinder. Die Kinder waren zwischen fünf und 16 Jahre alt und besuchten die Grundschule oder die Sekundarstufe I bis einschließlich Klasse 10. Die Befragten lebten in einem Haushalt mit mindestens einem schulpflichtigen Kind. Die Stichprobe wurde hinsichtlich Geschlecht der Befragten und Alter der Kinder ausgewogen zusammengesetzt. Die Rekrutierung fand über ein etabliertes Online-Panel statt.
Die Auswahl der Lerntools erfolgte in zwei Schritten. Zunächst wurden im Rahmen einer Desk-Research-Analyse 74 passende Lerntools identifiziert. Anschließend wurden in einer Vorstudie mit 200 Eltern weitere im Alltag genutzte oder bekannte Tools erhoben. Dadurch kamen 24 zusätzliche Lerntools hinzu. Insgesamt wurden 98 Lerntools in die Untersuchung einbezogen und fünf Kategorien zugeordnet: Selbstlerntools, betreute Nachhilfe und Tutoring, Lerntools zur Organisation und Unterstützung, Lerntools zur Stukturierung sowie KI-basierte Lerntools.
Die Datenerhebung fand im April 2026 statt. Bewertet wurde anhand von sechs Kriterien: Lernfortschritt, Motivation, Benutzerfreundlichkeit, Preis-Leistungs-Verhältnis, Vertrauen in den Umgang mit Daten und Weiterempfehlung. Die Bewertung erfolgte auf einer fünfstufigen Skala von 1 bis 5. Die Option „Kann ich nicht beurteilen“ wurde nicht in die Auswertung einbezogen.
In die Analyse flossen nur Lerntools ein, die mindestens 50 Bewertungen erhalten hatten. Dies traf auf 55 der 98 Tools zu. Für jedes Kriterium wurde der Durchschnitt der zugehörigen Items berechnet, die Gesamtbewertung ergab sich als Mittelwert aller Kriterien. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Werte auf eine Skala von 0 bis 100 umgerechnet. Das Lerntool mit dem höchsten Gesamtwert wird als bestes Lerntool ausgezeichnet. Alle Lerntools im oberen Viertel ihrer jeweiligen Rangliste werden als „Top Lerntools“ gekennzeichnet.
Die Studie umfasst die Gesamtrangliste aller ausreichend bewerteten Lerntools, kriterienspezifische Ranglisten, Ranglisten nach Kategorien sowie kombinierte Auswertungen aus Kategorien und Kriterien. Ergänzend wurden fachbezogene Ranglisten erstellt, die zeigen, in welchen Unterrichtsfächern Lerntools laut Eltern besonders häufig eingesetzt werden.
Ergebnisse der Untersuchung
Wenn Kinder lernen, sollte das Gelernte stets zu einem signifikanten Wissenszuwachs oder Kompetenzaufbau führen. Im Gesamtranking „Beste Lerntools 2026“ setzt sich der Anbieter Lehrer Schmidt an die Spitze. Das Angebot punktet damit nicht nur in einem einzelnen Bewertungskriterium, sondern überzeugt im Gesamtbild der elterlichen Einschätzungen am stärksten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Google Classroom und Edurino. Google Classroom steht dabei als Klassenmanagement-Plattform für Organisation und Struktur im Schulalltag, während Edurino vor allem Kinder im Primarbereich anspricht und spielerisches Lernen in den Vordergrund stellt.
Ebenfalls in der Spitzengruppe landen Lern-Fair und HIX Tutor auf den Rängen vier und fünf. Lern-Fair steht für digitale Nachhilfe und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II. Den sechsten Platz belegt TaskCards aus dem Bereich unterstützende Lerntools. Die Pinnwand- und Kollaborationslösung hilft dabei, Inhalte zu ordnen, sichtbar zu machen und gemeinsam zu bearbeiten. Auf Platz sieben liegt Bettermarks, ein Selbstlerntool mit klarem Mathematik-Fokus und adaptivem Übungsansatz.
Die Top 10 werden von drei Angeboten aus unterschiedlichen Lernwelten komplettiert: Lernhilfe.de erreicht Platz acht und steht als Online-Nachhilfeangebot für persönliche Unterstützung im digitalen Raum. Der Studienkreis folgt auf Platz neun und bringt als Anbieter von Nachhilfe- und Hausaufgabenhilfe eine etablierte betreute Lernbegleitung ins Ranking ein. Platz zehn belegt Duden Learnattack, ein Selbstlerntool mit den Schwerpunkten Lernplattform und Prüfungsvorbereitung. Insgesamt zeigt das Gesamtranking somit eine breite Mischung aus eigenständigem Lernen, betreuter Nachhilfe, Organisation, kollaborativer Unterstützung und KI-basierter Lernhilfe.
Bei der Bewertung der Lernwirksamkeit steht die Frage im Mittelpunkt, ob ein Tool aus Sicht der Eltern tatsächlich zu einem Wissenszuwachs, einem besseren Verständnis oder einem spürbaren Kompetenzaufbau beiträgt. In diesem Punkt konnte sich HIX Tutor Rang eins im Ranking sichern. Auf den Plätzen zwei und drei folgen truetor und Bettermarks. Während truetor dem Bereich Nachhilfe zugeordnet ist, steht Bettermarks für adaptives Mathe-Training und hat somit einen klaren fachlichen Schwerpunkt. Lehrer Schmidt und SmartWrite komplettieren die Top Fünf.
Langfristig funktioniert Lernen nur, wenn Kinder dranbleiben. Im Bereich Motivation führt Lern-Fair das Ranking an. Das Angebot verbindet digitale Nachhilfe mit einem überfachlichen Ansatz für die Sekundarstufe und scheint aus Elternsicht besonders gut geeignet zu sein, die Lernbereitschaft zu fördern. Auf Platz zwei folgt Edurino, eine Lern-App für den Primarbereich, die jüngere Kinder auf spielerische Weise an Lerninhalte heranführt.
Auf Rang drei landet LernMax, eine Schul-Lernplattform für die Zielgruppen Primarstufe und Sekundarstufe I, gefolgt von Google Classroom und Bettermarks auf den Plätzen vier und fünf. Damit zeigt die Kategorie ein breites Motivationsspektrum: von persönlicher Lernbegleitung über spielerische Apps bis hin zu Plattformen, die den Lernprozess strukturieren oder durch adaptive Übungen greifbarer machen.
Bei digitalen Lernangeboten ist die Bedienbarkeit oft entscheidend: Kinder müssen sich zurechtfinden, Eltern sollten nicht ständig etwas erklären müssen und die Nutzung sollte möglichst niedrigschwellig sein. In dieser Kategorie konnte sich erneut HIX Tutor die Goldmedaille sichern. Direkt dahinter folgen Google Classroom und Edurino auf Platz zwei und drei. Auch das Pinnwand- und Kollaborationstool TaskCards und der Anbieter Lehrer Schmidt konnten in dieser Kategorie punkten und belegen somit die Ränge vier und fünf.
In der Kategorie Preis-Leistungs-Verhältnis hat Lehrer Schmidt ein weiteres Mal die Nase vorn. Gerade in dieser Kategorie zählt aus Elternsicht, ob der wahrgenommene Nutzen eines Angebots in einem stimmigen Verhältnis zu Kosten, Zugänglichkeit und praktischer Hilfe steht. Hinter dem Spitzenreiter platziert sich HIX Tutor auf dem zweiten Platz, gefolgt von Google Classroom auf Rang drei. Damit finden sich sowohl eine KI-gestützte Lernhilfe als auch eine organisatorische Plattform im oberen Feld. Auf den Plätzen vier und fünf konnten sich YesChat, eine KI-Hausaufgabenhilfe, und Duden Learnattack etablieren. Die Spitzengruppe macht deutlich, dass Eltern Preis-Leistung nicht eindimensional bewerten: Entscheidend ist offenbar, ob ein Angebot im Alltag konkret entlastet, Lernfortschritt unterstützt oder verlässliche Vorbereitung bietet.
Lerntools stehen und fallen mit dem Vertrauen der Eltern. Wer pädagogische Qualität verspricht, aber beim Datenschutz vage bleibt, verliert seine eigentliche Zielgruppe, bevor das Kind überhaupt einen Finger auf den Bildschirm legt. Das größte Vertrauen der Eltern im Hinblick auf Qualität & Datennutzung genießt der Anbieter Lehrer Schmidt. Gerade bei digitalen Angeboten für Kinder ist dieses Kriterium besonders sensibel, weil Qualität, Verlässlichkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Daten zusammen gedacht werden. Rang zwei ging an Edurino, während Google Classroom auf dem dritten Platz landete.
truetor und Lern-Fair ergänzen die Top fünf. Auffällig ist, dass Eltern sowohl bekannten Lernangeboten als auch klar positionierten Unterstützungsplattformen hohe Vertrauenswerte zuschreiben.
Die Kategorie Weiterempfehlung beleuchtet, welche Angebote Eltern nicht nur selbst positiv bewerten, sondern auch anderen Familien nahelegen würden. Auch hier liegt Lehrer Schmidt in der Gunst der Eltern wieder auf dem Spitzenplatz. Duden Learnattack folgt auf Platz zwei, während TaskCards Platz drei belegt und mit seiner Pinnwand- und Kollaborationsfunktion eine stärker organisatorisch-strukturierende Perspektive in die Spitzengruppe bringt. Rang vier ging an Edurino, Lern-Fair komplettiert in dieser Kategorie die Top Five.
Die fachbezogenen Ergebnisse zeigen, dass je nach Unterrichtsbereich unterschiedliche Stärken sichtbar werden. In Deutsch führt Lehrer Schmidt vor Studienkreis und Duolingo. Duden Learnattack und Antolin ergänzen die Spitzengruppe im Fach Deutsch.
Im Fach Englisch liegt der Anbieter sofatutor an der Spitze. Das Angebot ist als Lernplattform mit Lernvideos gelistet und damit besonders stark auf erklärende Inhalte ausgerichtet. ANTON und Studienkreis folgen auf den Plätzen zwei und drei. In Mathematik setzt sich erneut Lehrer Schmidt durch. Google Classroom und Studienkreis belegen die Ränge zwei und drei. Mit Schlaukopf folgt ein Angebot, das unterschiedliche Lernzugänge abbildert. Insgesamt zeigen die Fächer-Rankings, dass Eltern nicht ein einziges Tool für alle Lernanlässe sehen, sondern je nach Fach unterschiedliche Lösungen bevorzugen.
In der Kategorie der Selbstlerntools führt erneut der Anbieter Lehrer Schmidt das Ranking an. Selbstlerntools müssen besonders klar erklären, motivieren und auch ohne Live-Betreuung funktionieren. Edurino und Bettermarks folgen auf den Plätzen zwei und drei. Duden Learnattack und Duolingo schließen die Top fünf ab. Damit zeigt sich, dass erfolgreiche Selbstlerntools unterschiedliche Wege gehen können: erklärende Inhalte, spielerische Zugänge, adaptive Übungslogik oder sprachbezogenes Training. Entscheidend ist, dass Kinder eigenständig weiterkommen und Eltern dem Tool zutrauen, den Lernprozess sinnvoll zu unterstützen.
In der Kategorie Tools mit Betreuung konnte sich der Anbieter Lern-Fair den ersten Rang sichern. In dieser Kategorie zählt nicht nur die digitale Oberfläche, sondern vor allem die Qualität der persönlichen Unterstützung. Kein Wunder also, dass etablierte Anbieter wie Studienkreis und Lernhilfe.de hier auf den Plätzen zwei und drei landen. Beide stehen für Nachhilfe beziehungsweise Hausaufgabenhilfe und decken überfachliche Lernbedarfe ab. truetor folgt auf Rang vier und komplettiert damit die ausgezeichnete Spitzengruppe.
Die Ergebnisse zeigen, dass Eltern bei betreuten Angeboten vor allem Verlässlichkeit, individuelle Hilfe und konkrete Entlastung im Lernalltag honorieren. Digitale Zugänglichkeit allein reicht hier nicht aus. Besonders punkten Angebote, die Begleitung und Lernfortschritt glaubwürdig miteinander verbinden.
Bei den Lerntools zur Organisation des Lernalltags überzeugte Google Classroom die meisten Eltern. Als Klassenmanagement-Plattform ist das Angebot überfachlich einsetzbar und unterstützt vor allem Struktur, Kommunikation und Aufgabenorganisation. LernMax und itslearning belegen die Plätze zwei und drei. LernMax ist als Schul-Lernplattform gelistet, itslearning als Schul-LMS und damit ebenfalls stark im schulischen Organisationskontext verankert. Das Ranking zeigt, dass digitale Lerntools nicht nur beim unmittelbaren Üben relevant sind. Auch Übersicht, Planung und Koordination werden von Eltern als wichtige Voraussetzung dafür wahrgenommen, dass Lernen im Alltag funktioniert.
In der Kategorie der Lerntools zur Unterstützung des Lernprozesses steht TaskCards an erster Stelle. Das Angebot ist als Pinnwand- und Kollaborationstool eingeordnet und hilft dabei, Inhalte zu sammeln, zu strukturieren und gemeinsam nutzbar zu machen Die Kategorie zeigt, dass unterstützende Tools vor allem dann stark abschneiden, wenn sie einen konkreten Lernschritt erleichtern: ordnen, wiederholen, visualisieren oder mathematische Lösungswege nachvollziehbarer machen.
Im Bereich der Tools mit KI-Fokus führt das Angebot von HIX Tutor das Ranking an. Rang zwei ging an das KI-Karteikarten-Tool Sparkly, während SmartWrite, eine KI-Schreibhilfe mit Deutsch-Bezug, den dritten Platz belegt. Diese ausgezeichnete Spitzengruppe zeigt, dass KI-Angebote aus Elternsicht besonders dann überzeugen, wenn sie eine klar erkennbare Lernfunktion erfüllen: Fragen beantworten, Texte unterstützen, Inhalte strukturieren oder Wiederholung erleichtern. KI erscheint hier weniger als Selbstzweck, sondern als konkrete Hilfe im Schulalltag.
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Über We are Family
We are Family begleitet Unternehmen und Organisationen aus Bildung und Wirtschaft dabei, jungen Generationen sowie ihren edukativen und familiären Wegbegleitenden auf Augenhöhe zu begegnen. Die besondere Kompetenz der Stuttgarter Kommunikationsagentur liegt in der Kombination aus Zielgruppenverständnis, Marketingexpertise und praxisnaher Forschung. Um die dynamischen und gesellschaftsprägenden Perspektiven junger Menschen und ihrer Wegbegleitenden präzise zu verstehen, richtet ein erfahrenes Forschungsteam Methodik und Befragungsdesign gezielt auf die jeweiligen Proband:innen aus. Spezifische Panels ermöglichen den Zugang zu schwer