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Stille Riesen der Wirtschaft

Foto: iStock/Inside Creative House
Noch bevor der erste Kaffee in der Stadtbar durchgelaufen ist, läuft in Werkhallen, Küchen und Büros im ganzen Land schon längst der Betrieb. Hier stehen Unternehmen auf der Matte, die nicht auf Rekorde oder Schlagzeilen setzen, sondern auf Beständigkeit. Sie heißen nicht immer wie Marken aus der Werbung, doch sie sind das wirtschaftliche Rückgrat Deutschlands: Familienunternehmen.
Familienunternehmen prägen das Land stärker als es vielen bewusst ist. Eine Studie des Instituts für Mittelstandsforschung* gibt an, dass über 90 Prozent aller deutschen Unternehmen familiengeführt sind. Außerdem stellen sie rund 60 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze und bilden mehr als die Hälfte aller Auszubildenden aus. Ohne sie wäre der Wirtschaftsstandort Deutschland kaum denkbar.
Was ein Familienunternehmen ausmacht
Per Definition liegt bei Familienunternehmen die Kontrolle in den Händen einer oder mehrerer Familien. Dabei geht es nicht nur um Anteile, sondern auch um Werte. Verantwortung wird häufig persönlich genommen, Entscheidungen langfristig gedacht.
Wirtschaftlich betrachtet gelten Familienunternehmen als besonders stabil – gerade in unruhigen Zeiten. Tendenziell zeigen sie in Krisen geringere Entlassungsraten, investieren häufiger in die Region und handeln verantwortungsbewusster gegenüber Mitarbeitenden und Umwelt. Außerdem sind die Betriebe oft innovativer als man ihnen zutraut: Viele der deutschen „Hidden Champions“ – Weltmarktführer in Nischen – sind familiengeführt. Sie kombinieren jahrzehntelanges Know-how mit dem Mut zur Erneuerung.
Doch welche dieser Unternehmen stechen besonders hervor?
Welche schaffen es, wirtschaftlichen Erfolg und eine stabile Auftragslage mit langfristigem Denken besonders überzeugend zu verbinden? Um das herauszufinden, haben wir genauer hingeschaut – und die besten Familienunternehmen des Landes identifiziert.
Methodik der Analyse
Das Ranking „Stärkste Familienunternehmen 2025” basiert auf einer umfassenden Analyse der größten inhabergeführten Unternehmen Deutschlands. Grundlage ist die Liste „Das Who is Who der deutschen Familienunternehmen“, die von der Deutschen Wirtschaftsrankings GmbH erstellt wurde. Diese enthält die 5.000 umsatzstärksten Familienunternehmen des Landes. Die Analyse basiert auf dem Stichtag 31. Mai 2025 und stellt eine Momentaufnahme unter klar definierten und überprüfbaren Kriterien dar.
Schritt 1: Identifikation der Unternehmen
Im ersten Schritt wurden die Unternehmen von Creditreform eindeutig identifiziert – mithilfe von Namen und Adresse konnten fast allen Unternehmen eine Crefo-Nummer zugewiesen werden. Diese Nummer dient als wirtschaftliche Kennung eines Unternehmens. Bei 4.994 der 5.000 gelisteten Firmen gelang dies erfolgreich. Nur bei sechs Unternehmen war keine eindeutige Zuordnung möglich, da sie zwischenzeitlich verkauft oder umstrukturiert wurden.
Schritt 2: Vorauswahl besonders stabiler Unternehmen
Anschließend wurden jene Unternehmen ausgewählt, die sich durch wirtschaftliche Stabilität und eine solide Geschäftsentwicklung auszeichnen. Dabei kamen sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien zum Einsatz:
- Gute Zahlungsweise – z.B. durch Einhalten von Zahlungszielen oder frühzeitiges Bezahlen von Rechnungen.
- Gute bis sehr gute Auftragslage – ein Hinweis auf solide Geschäftsentwicklung.
- Stabile Mitarbeiterzahl – keine auffälligen Rückgänge von 2022 auf 2023.
- Konstante oder steigende Umsätze im selben Zeitraum.
Nur Unternehmen, die alle Kriterien erfüllten, kamen in die engere Auswahl.
Schritt 3: Auswahl und Ranking der stärksten Unternehmen:
Aus der Vorauswahl wurden 101 Unternehmen identifiziert, die nicht nur stabil, sondern auch nach harten Kennzahlen besonders leistungsfähig sind. Bewertet wurden folgende Punkte:
- Ein Jahresüberschuss von über 1 Mio. Euro in 2022 und 2023
- Eine Eigenkapitalrendite von mindestens 10 % in beiden Jahren
- Hohe Liquidität (über 10)
- Ein Return on Investment (ROI) von über 7
- Eine Bilanzratingnote zwischen CR 1 und CR 7 (je niedriger, desto besser)
- Ein Bonitätsindex unter 250 – Unternehmen mit schlechterer Bonität wurden ausgeschlossen
Für das finale Ranking war zunächst die Bilanzratingnote ausschlaggebend. Bei mehreren Unternehmen mit derselben Note wurde der Bonitätsindex herangezogen. Bei einem Gleichstand in beiden Punkten entschied schließlich das Umsatzwachstum.
Die 100 ausgezeichneten Familienunternehmen zeigen durchweg starke Bilanzen, solide Finanzkennzahlen und eine stabile wirtschaftliche Entwicklung.
Ergebnisse der Studie
Insgesamt 101 Unternehmen haben es in das diesjährige Ranking der „Stärksten Familienunternehmen“ geschafft. Sie zeigen eindrucksvoll, wie breit die Basis exzellenter Unternehmensführung in Deutschland ist. Die Top-Platzierten verteilen sich auf nahezu alle Schlüsselbranchen des Landes. Ob Maschinenbau, IT, Bau, Handel, Lebensmittelwirtschaft, Gesundheit oder Industrie – die Vielfalt der vertretenen Sektoren macht deutlich, dass wirtschaftliche Stärke, Innovationsfähigkeit und werteorientiertes Handeln nicht vom Tätigkeitsfeld abhängig sind, sondern Ausdruck eines gemeinsamen Selbstverständnisses familiengeführter Unternehmen.
Den Spitzenplatz im Ranking sicherte sich die H. O. Schlüter GmbH aus Norddeutschland. Seit über 60 Jahren steht die H. O. Schlüter GmbH für Qualität und Innovation in den Bereichen Metallbau und Kunststoffbau. Mit Standorten im Schleswig-Holsteinischen Hanerau-Hademarschen und Lübz in Mecklenburg-Vorpommern ist die auf die Herstellung und Montage von Fenstern, Türen und Fassadenelementen spezialisiert. Rang 2 ging an die Mast-Jägermeister SE, Produzent des weltbekannten Kräuterlikörs. Das Unternehmen mit Firmensitz in niedersächsischen Region Wolfenbüttel blickt auf eine über 80 Jahre umfassende Geschichte zurück. Auf dem dritten Platz landete die MPDV Mikrolab GmbH aus der IT-Branche. Mit 45 Jahren Projekterfahrung gehört MPDV zu den Marktführern für IT-Lösungen in der Fertigung. Das Unternehmen verfügt über umfangreiches Fachwissen und unterstützt Betriebe jeder Größe auf dem Weg zur Smart Factory.
Auf Platz 4 findet sich die HEDELIUS Maschinenfabrik GmbH. Das 1967 in Meppen gegründete Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Produktion vertikaler CNC-Fahrständer-Bearbeitungszentren spezialisiert. Rang 5 ging an die MKN Maschinenfabrik Kurt Neubauer GmbH & Co., ein Spezialist für die Herstellung thermischer Großküchentechnik in Deutschland. Bereits 1946 gründete der Diplom-Ingenieur Kurt Neubauer mit drei Mitarbeitern das Familienunternehmen, das sich bis heute auch international einen Namen gemacht hat.
Auch die Thomann GmbH, die sich den sechsten Platz im Ranking sichern konnte, blickt auf eine lange Geschichte zurück: Im Jahr 1954 hängte Hans Thomann Senior seinen Job als Wandermusiker an den Nagel und eröffnete ein eigenes Musikgeschäft in der Nähe von Würzburg. Als erster Musikhändler in Deutschland startete die Thomann GmbH im Jahr 1996 eine eigene Website. Heute gehört das Unternehmen der Familie zu den bekanntesten Musik- und Instrumentenhändlern Deutschlands. Rang 7 eroberte die Sanitätshaus Müller Betten GmbH & Co. KG aus Engelskirchen bei Köln, Experte für die Versorgungsqualität von Patienten mit Hilfsmitteln, Rehatechnik und Medizinprodukten. Auf Platz 8 und 9 folgen ebenfalls mit der URSAPHARM Arzneimittel GmbH und der Desitin Arzneimittel GmbH zwei weitere Familienunternehmen aus dem Sektor Gesundheit. Auf Rang 10 komplettiert die URACA GmbH & Co. KG die Top Ten der „Stärksten Familienunternehmen“. Die Firma aus dem schwäbischen Bad Urach entwickelt und fertigt seit über 130 Jahren Hochdruck Plungerpumpen.
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