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Wo Beständigkeit zählt

Foto: iStock/Alex Cristi
Während die Märkte immer schneller werden, gewinnen Unternehmen mit Geschichte zunehmend an Bedeutung. Im Auftrag des SZ Instituts hat Creditreform analysiert, welche deutschen Traditionsunternehmen sich durch jahrzehntelange Erfahrung behaupten können.
Von wegen altbacken! Alteingesessene Unternehmen sind keine nostalgischen Relikte, sondern lebendige Akteure in einer hart umkämpften Wirtschaftslandschaft. Sie punkten mit Widerstandsfähigkeit, Qualität und Strahlkraft. Im Auftrag des SZ Instituts hat Creditreform analysiert, welche deutschen Traditionsunternehmen sich auch im Jahr 2026 auf dem Markt behaupten können.
Sie gehören zum Spaziergang durch die Innenstadt wie wenig anderes: die vertrauten Logos von Unternehmen, die irgendwie „schon immer da“ gewesen sind. Das elegante Emblem einer Firma, die seit über einem Jahrhundert Uhren herstellt, der vertraute Schriftzug der alten Buchhandlung am Marktplatz oder die solide Fassade der Handwerkerfamilie, deren Name Geschichten aus einem vergangenen Industriezeitalter erzählt … Sie alle verbindet ein Wort: Tradition.
Traditionsunternehmen haben einen besonderen Platz im Bewusstsein der Menschen, der häufig weit über die Mechanik ihrer Produkte oder den Nutzen ihrer Dienstleistungen hinausgeht. Der besondere Reiz liegt hier in dem durch die Historie entwickelten Vertrauen, welches besonders in unsicheren Zeiten zu einer Währung mit Beständigkeit wird. Brand Heritage – also die bewusste Nutzung der eigenen Geschichte – kann so von Konsumentinnen und Konsumenten als Signal für hohe Qualität interpretiert werden, die im Zweifelsfall sogar günstigere Preise von vergleichbaren Konkurrenzprodukten schlägt. In Deutschland, einem Wirtschaftsstandort mit einem hohen Anteil an Familien- und Mittelstandsunternehmen, gilt Tradition außerdem oft als Synonym für Zuverlässigkeit und Erfahrung. Kundinnen und Kunden verbinden damit Geschichten von Menschen, deren Engagement von Generation zu Generation weitergereicht wurde. Das schafft emotionale Bindung und eine Form von Loyalität, die sich als erstaunlich robust erweist.
Tradition als Zeichen von Erfahrung und Werten
Die Balance zwischen dem Altbewährten und Fortschritt ist der Kern dessen, was erfolgreiche Traditionsunternehmen heute auszeichnet. Denn wo digitale Geschäftsmodelle und agile Start-ups viele Märkte umkrempeln, kann eine lange Vergangenheit auf den ersten Blick wie ein Hemmschuh wirken. Tatsächlich aber nutzen die besten Traditionsfirmen ihre Geschichte als Ressource. Sie verfolgen ein Narrativ, das Werte transportiert, schaffen Kontinuität im Kundenerleben und verbinden dies mit Innovationen, die den gesellschaftlichen Wandel und technologische Entwicklungen aufnehmen. Viele von ihnen haben gelernt, ihre historische Identität nicht wie ein Museumsexponat zu konservieren, sondern sie mit einer dynamischen Führungskultur zu verknüpfen. Tradition allein reicht eben nicht aus.
Gerade in Märkten mit hoher Unsicherheit – sei es wegen konjunktureller Schwankungen, geopolitischer Spannungen oder raschem technologischen Wandels – suchen Menschen nach Ankern. Marken, die über Jahrzehnte hinweg sichtbar und erlebbar geblieben sind, geben Orientierung und Nähe. Dieser psychologische Effekt ist eng verknüpft mit einem Konzept, das die Marketingliteratur als Markenvertrauen beschreibt: die Überzeugung, dass eine Marke nicht nur funktional, sondern auch in kritischen Momenten zuverlässig agiert und die Erwartungen der Kunden erfüllt.
Welche Traditionsunternehmen sind im Jahr 2026 besonders erfolgreich auf dem Markt vertreten? Um diese Frage zu beantworten, hat das SZ Institut zum zweiten Mal eine umfassende Analyse in Auftrag gegeben.
Methodik der Analyse
Das Ranking „Erfolgreichste Traditionsunternehmen 2026“ zeichnet ein präzises Bild der Unternehmen, die zum Stichtag 31. Dezember 2025 wirtschaftlich besonders stark aufgestellt waren. Grundlage bildet ein mehrstufiges, datenbasiertes Auswahlverfahren durch Creditreform. Berücksichtigt wurden zunächst alle Unternehmen mit Sitz in Deutschland, die seit mindestens zehn Jahren bestehen und für welche geprüfte Einzel- oder Konzernabschlüsse für die Jahre 2023 und 2024 vorliegen. Voraussetzung war außerdem, dass sie nach anerkannten Rechnungslegungsstandards (HGB, IAS oder US-GAAP) bilanzieren. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten wurden nicht berücksichtigt. Der Bonitätsindex musste sich in einem soliden Rahmen (zwischen 100 und 499) bewegen, wodurch Neugründungen sowie Unternehmen mit Insolvenzmerkmalen ausgeschlossen wurden. Damit die Analyse ein realistisches Bild der wirtschaftlichen Lage liefern konnte, mussten aktuelle Informationen zur Mitarbeiterentwicklung, zum Umsatz, zur Zahlungsweise und zur Auftragslage vorliegen. Nach dieser ersten Prüfung umfasste die Grundgesamtheit 25.633 Unternehmen.
Zum Beginn der Rankingerstellung rückte die wirtschaftliche Stabilität in den Fokus. Eine gute Zahlungsweise (Zahlung innerhalb vereinbarter Ziele oder Zahlung innerhalb vereinbarter Ziele, teils bzw. zuvor Skontoausnutzung) und gute Auftragslage (befriedigende, gute oder sehr gute Auftragslage; befriedigender, guter oder sehr guter Geschäftsgang) wurden vorausgesetzt. Nach Ansetzen dieser Kriterien verblieben 22.703 Unternehmen.
Stabilität allein genügt jedoch nicht, um langfristig erfolgreich zu bleiben. Deshalb prüfte die Analyse anschließend, ob die Unternehmen auch wachsen. Nur wer zwischen 2022 und 2024 keine sinkende Mitarbeiterzahl aufwies und seinen Umsatz um mindestens fünf Prozent steigern konnte, durfte weiterhin Teil des Rankings bleiben. Nach diesem Schritt erfüllten noch 8.550 Unternehmen alle Kriterien.
Anschließend folgte die detaillierte Betrachtung der finanziellen Leistungsfähigkeit. Berücksichtigt wurden ausschließlich Unternehmen, die in den Jahren 2023 und 2024 einen Jahresüberschuss von mehr als einer Million Euro erzielten und zugleich durch eine gute Eigenkapitalrentabilität (>10), hohe Liquidität 1. Grades (>10) und einen guten Return on Investment (>7) in 2023 und 2024 auffielen. Diese anspruchsvolle Prüfung bestanden 627 Unternehmen.
Zum Abschluss bewertete Creditreform die Bonität der verbliebenen Kandidaten anhand eines Bilanzratings (Bilanzratingnote von CR1-CR7 basierend auf der Bilanz 2023). Unternehmen mit einem Bonitätsindex über 180 wurden ausgeschlossen. Nach dieser letzten Hürde verblieben 414 Unternehmen, die schließlich in das Ranking „Erfolgreichste Traditionsunternehmen 2026“ aufgenommen wurden – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.
Die finale Rangfolge ergibt sich aus der Ausfallwahrscheinlichkeit (PD). Je geringer dieses Risiko, desto höher die Platzierung. Die PD basiert auf dem Creditreform-Bilanzrating, einem bewährten Modell mit hoher Prognosekraft, das wirtschaftliche Stärke messbar und vergleichbar macht.
Ergebnisse der Analyse
Das Ranking zeigt eindrücklich die wirtschaftliche Stärke der „Erfolgreichsten Traditionsunternehmen 2026“. Ganze 414 Unternehmen konnten sich diese Auszeichnung sichern und mit einer Top-Bilanzbonität sowie starken Finanzkennzahlen punkten. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr, als 195 Firmen ins Ranking aufgenommen wurden. Die Zahlungsweise aller aufgenommenen Unternehmen ist gut oder besser und die Auftragslage ist mindestens zufriedenstellend. Das durchschnittliche Unternehmensalter liegt bei 47,61 Jahren.
Im Branchenvergleich hat in diesem Jahr die Kategorie „Bau/Architektur“ die Nase vorn: Ganze 53 der im Ranking vertretenen Unternehmen kommen aus diesem Geschäftsfeld. Das entspricht rund 13 Prozent der ausgezeichneten Unternehmen. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 waren es noch sechs Prozent.
Der Vorjahressieger „Industrie“ folgt mit 50 prämierten Unternehmen (12 Prozent, verglichen mit 15 Prozent im Vorjahr). Die Kategorien „IT“ und „Energie” sind mit jeweils 31 Vertretern im Ranking vertreten, der Handel schafft es mit 27 Vertretern in den Vergleich. Diese drei Branchen machen jeweils rund 7 Prozent der ausgezeichneten Unternehmen aus. Im Jahr 2025 waren es im Falle der IT noch 10 Prozent und bei der Energie 9 Prozent.
2026 steht die LOGICA Medizintechnik GmbH aus Oldenburg an der Spitze des Rankings. Das Unternehmen blickt auf 37 Jahre Geschichte zurück und hat sich ganz der Herstellung von Ventilen und weiteren Komponenten der Infusionstechnik verschrieben. Mehr als 100 Mitarbeitende und fortlaufende Optimierungen in der Produktion ermöglichen es dem Unternehmen, namhafte Hersteller für medizintechnische Produkte stets mit der besten Qualität zu beliefern.
Auch die Green Way Systems GmbH mit Hauptsitz in Baden-Baden kümmert sich um die Gesundheit der Menschen, allerdings auf ganz andere Weise. Seit über 27 Jahren werden hier Innovationen für die Verkehrstechnik entwickelt, die die Sicherheit der Teilnehmenden in den Mittelpunkt stellen. Dazu gehört unter anderem die Entwicklung der ersten Stauwarnanlage.
Den dritten Platz belegt in diesem Jahr die Fechtel Transportgeräte GmbH aus Borgholzhausen. Das Unternehmen wurde in Bielefeld gegründet und produzierte ursprünglich Holzsackkarren. Heute vertreibt die Firma unter dem Markennamen fetra ein innovatives Baukastensystem für Transportgeräte.
Die Plätze vier und fünf gehen an die DAIKIN CHEMICAL EUROPE GmbH (Unternehmensalter: 34 Jahre) und die s. m. s smart microwave sensors GmbH (Unternehmensalter: 28 Jahre). Die Top Ten werden von der GISMA Steckverbinder GmbH, der G.I.N. Gesellschaft für industrielle Netzwerke GmbH, der Connext Communication GmbH, der Luise Händlmaier GmbH und der Merz Verpackungsmaschinen GmbH komplettiert.
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Über die Creditreform Unternehmensgruppe
Creditreform ist als führender Anbieter von Wirtschaftsinformationen, Marketingdaten und Lösungen zum Forderungsmanagement bekannt und etabliert. Mit der weltweit größten Wirtschaftsdatenbank unterstützt Creditreform Unternehmen dabei, sich mithilfe von verlässlichen Firmeninformationen vor Zahlungsausfällen zu schützen. Die Creditreform Unternehmensgruppe hat es sich zur gemeinsamen Aufgabe gemacht, ihre Kunden durch die Bereitstellung von Wirtschaftsinformationen sowie Risikomanagement-Lösungen bestmöglich zu unterstützen.