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Bayerns Beste

Wem Bayern vertraut

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Foto: iStock.com/Tinieder

Manche Entscheidungen trifft man jeden Tag aufs Neue: wo man einkauft, wem man sein Geld, seine Gesundheit oder die Planung der neuen Küche anvertraut. Über die Jahre summieren sich diese kleinen Entscheidungen zu etwas Großem – zum Ruf eines Unternehmens. Wer sich diesen Ruf im Freistaat am überzeugendsten erarbeitet hat, zeigt die Studie „Bayerns Beste 2026“: Das SZ Institut hat ServiceValue erneut untersuchen lassen, welche Händler und Dienstleister bei den Menschen in Bayern hoch im Kurs liegen.

SZ Institut Siegel – Bayerns Beste 2026

Vertrauen lässt sich weder kaufen noch verordnen. Es entsteht schrittweise in unzähligen Alltagsmomenten: an der Ladentheke, am Beratungstisch, im Hörsaal oder bei einer unkompliziert gelösten Reklamation. Dabei ist es erstaunlich beständig. Wer es einmal erworben hat, wird weiterempfohlen – von Nachbarn, von Kolleginnen und Kollegen, von einer Generation an die nächste. Gleichzeitig wiegt ein gebrochenes Versprechen oft schwerer als zehn gehaltene und der wahre Wert des Vertrauens wird oft erst dann sichtbar, wenn es fehlt. Gerade deshalb sagt die Frage, wem Menschen vertrauen, mehr über die Arbeit eines Unternehmens aus als jede Werbekampagne. Denn Vertrauen zeigt sich selten im großen Bekenntnis, sondern in der leisen Entscheidung, wiederzukommen. Genau hier liegt die ehrlichste Währung des Marktes: die Stammkundschaft. Sie wird nicht in Umfragen behauptet, sondern an der Kasse bewiesen, Woche für Woche.

Dass diese Frage gerade jetzt besonders aufschlussreich ist, hängt mit der allgemeinen Stimmungslage zusammen. Die Konjunkturumfragen des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags* zeichnen seit einiger Zeit ein verhaltenes Bild: Viele Unternehmen blicken vorsichtig auf die kommenden Monate und eine spürbare Erholung lässt auf sich warten. Vergleichsweise zufrieden zeigen sich vor allem die Dienstleister. Ein Grund zur Schwarzmalerei ist das jedoch nicht. Solche Phasen haben eine klärende Wirkung: Wenn Menschen genauer hinschauen, wofür sie ihr Geld ausgeben, profitieren diejenigen, die über Jahre hinweg verlässlich geliefert haben. Kundentreue ist dann kein Zufall mehr, sondern ein Urteil.

Doch welche Händler und Dienstleister genießen tatsächlich das Vertrauen ihrer Kundinnen und Kunden? Wer verteidigt seine Position aus dem Vorjahr, wer rückt nach vorn und in welchen Branchen ist die Kundenbindung besonders eng? Antworten liefert die Untersuchung „Bayerns Beste 2026“, die ServiceValue im Auftrag des SZ Instituts dieses Jahr erneut durchgeführt hat.

Die Methodik der Studie

Grundlage der Untersuchung „Bayerns Beste 2026“ ist eine Online-Befragung über ein externes Access-Panel. Bewertet wurden Unternehmen unterschiedlichster Branchen in Bayern, unterteilt in zwei Gruppen: Händler und Dienstleister. Insgesamt flossen 60.575 Einzelurteile zu 596 Unternehmen in die Auswertung ein. Von den registrierten Panelistinnen und Panelisten liegen soziodemografische Merkmale vor, sodass die Stichprobe bevölkerungsrepräsentativ ist.

 

Wichtig für die Unabhängigkeit der Ergebnisse: Die Befragung erfolgte eigeninitiiert und ohne Einbindung der untersuchten Anbieter. Kundenadressen der bewerteten Unternehmen wurden weder eingeholt noch genutzt. Pro Anbieter wurden in der Regel mindestens 100 Verbraucherstimmen gesammelt. Bei einzelnen Anbietern konnte die Stichprobe in Abhängigkeit von Bekanntheit und Zahl der Urteile geringer ausfallen.

 

Im Zentrum stand die Frage: „Wenn Sie alle Ihre Erwartungen, Erfahrungen und Informationen aus den letzten 24 Monaten zusammenfassen, inwieweit stimmen Sie zu, dass Anbieter XY in Bayern zu den besten Unternehmen/Anbietern gehört?“ Zur Beantwortung wurde eine fünfstufige, voll verbalisierte Zustimmungsskala verwendet, die von „stimme voll und ganz zu“ bis „stimme nicht zu“ reichte. Wer ein Unternehmen nicht beurteilen konnte, dessen Stimme blieb in der Wertung unberücksichtigt.

 

Für jeden Anbieter wurde der ungewichtete Mittelwert aller abgegebenen Stimmen berechnet – je niedriger der Wert, desto größer die Zustimmung. Auf dieser Basis entstand ein branchenübergreifendes Gesamtranking über beide Gruppen hinweg. Die Auszeichnung „Bayerns Beste“ erhalten alle Unternehmen, deren Mittelwert besser ausfällt als der Gesamtmittelwert aller untersuchten Anbieter.

 

Der Übersichtlichkeit halber werden die Ergebnisse in diesem Jahr in zwei getrennten Tabellen veröffentlicht: ein Ranking für Händler und ein Ranking für Dienstleister. Entscheidend bleibt dabei: Die Auszeichnung beruht auf dem gemeinsamen Gesamtranking beider Gruppen. Die beiden Tabellen sind also eine Form der Darstellung, keine voneinander unabhängigen Wertungen.

Die Testsieger im Vergleich: „Bayerns Beste“

Eine Münchner Metzgerei in vierter Generation, ein Küchenspezialist mit gut fünf Jahrzehnten Erfahrung, eine fränkische Universität: So liest sich die Spitzengruppe des diesjährigen Rankings – und sie zeigt im Kleinen, was die Untersuchung im Großen belegt. Auf dem Prüfstand standen 596 Unternehmen, davon 367 Händler und 229 Dienstleister. 312 von ihnen dürfen sich über die Auszeichnung „Bayerns Beste 2026“ freuen.  

 

An der Spitze des Gesamtrankings kommt es in diesem Jahr zu einem Führungswechsel unter Bekannten: vinzenzmurr, die Münchner Traditionsmetzgerei, die als Familienbetrieb in vierter Generation mehr als 200 Filialen in Südbayern betreibt, schiebt sich mit einem Score von 2,29 auf den ersten Platz – und tauscht damit die Position mit dem Vorjahressieger ASMO KÜCHEN. Der seit 1974 bestehende Einbauküchenspezialist folgt mit einem Wert von 2,30 auf Rang zwei, den er sich mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg teilt.

Dahinter bleibt das Lebensmittelhandwerk tonangebend: Wolf Wurstspezialitäten, ein Familienunternehmen, das seit 1925 für handwerkliche Wurst- und Fleischwaren steht, und die Biomarkt-Kette Ebl Naturkost teilen sich mit jeweils 2,31 den dritten Platz. Auf dem vierten Rang folgt mit einem Score von 2,32 ein bemerkenswertes Quartett: die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Betriebskrankenkasse SBK, die Technische Universität München (TUM) und das Münchner Feinkosthaus Käfer. Den fünften Platz teilen sich mit jeweils 2,33 die Augsburger Fürst Fugger Privatbank, das Gartencenter-Unternehmen Dehner, das Einrichtungshaus SEGMÜLLER, die Backstube Wünsche und die Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

In der Kategorie der Dienstleister konnte sich die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit 2,30 an der Spitze des Rankings etablieren. Rang zwei teilen sich mit jeweils 2,32 die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Betriebskrankenkasse SBK und die Technische Universität München (TUM). Auf dem dritten Platz folgen die Fürst Fugger Privatbank und die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (jeweils 2,33). Rang vier belegen die Otto-Friedrich-Universität Bamberg und die Versicherungskammer Bayern (2,34), den fünften Platz teilen sich die Universität Regensburg, die Kristall Bäder und die MERKUR PRIVATBANK (jeweils 2,35).

 

Auf Rang sechs (2,36) rückt die Infrastruktur des Freistaats in den Vordergrund: Das Bayernwerk, die Audi BKK ebenso wie die Stadtsparkasse Augsburg und die Sparkasse Nürnberg teilen sich den sechsten Rang. Platz sieben (2,37) im Ranking der Dienstleister unter Beyerns Besten verbindet Mobilität, Energie, Bildung und Freizeit: die Bayerische Regiobahn, die N-ERGIE, die Universität Bayreuth und der Haslinger Hof liegen hier gleichauf. Auf Platz acht (2,38) stehen mit den Stadtwerken München (SWM) und der Energie Südbayern zwei Versorger.

Die hinteren beiden Plätze der Top Ten der Dienstleister werden besonders breit geteilt. Rang neun (2,39) versammelt die AOK Bayern, die Sparkasse Allgäu, die Hochschule München und den Fertighaushersteller HAAS FERTIGBAU. Den zehnten Platz (2,40) teilen sich gleich acht Anbieter: die Fertighaushersteller BAUFRITZ, ELK und HANSE HAUS, das Akustikunternehmen Hörgeräte LANGER, die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, die VR-Bank Rottal-Inn, der Freizeitpark Freizeit-Land Geiselwind und die Messe München.

Im Ranking der Händler führt vinzenzmurr das Feld mit einem Score von 2,29 an, vor ASMO KÜCHEN (2,30) auf Rang zwei. Den dritten Platz teilen sich Wolf Wurstspezialitäten und Ebl Naturkost (jeweils 2,31), gefolgt vom Feinkosthaus Käfer auf Rang vier (2,32). Den fünften Platz belegen mit jeweils 2,33 das Gartencenter Dehner, das Einrichtungshaus SEGMÜLLER und die Backstube Wünsche. Das Lebensmittelhandwerk prägt damit auch die Handelswertung deutlich.

 

Wie stark der Handel von Lebensmitteln und Wohnen geprägt ist, zeigen die folgenden Ränge: Platz sechs (2,34) vereint TRETTER, die Metzgerei Walk, das Modehaus Frey, die Landbäckerei IHLE und XXXLutz. Rang sieben (2,35) geht an Wirkes, Dross&Schaffer, Der Beck, Möbel Inhofer und Betten Rid. Auf Platz acht (2,36) folgen Möbel WANNINGER, der Elektrofachhändler biller, Kutscher + Gehr, der Brunner Bäcker, Der Küchentreff und Schuh Mücke. Den neunten Platz (2,37) belegen LUDWIG BECK, Möbel PiLiPP, WÖHRL, basic und die Hofpfisterei, ehe Rang zehn (2,38) mit Hagebau München, Netto Marken-Discount, dem Vollcorner BioMarkt, Garhammer und der Buchhandlung Rupprecht die Top Ten des Handels abschließt.

Auffälligster Trend des Rankings „Bayerns Beste 2026“ ist das Vorrücken der Dienstleister im Gesamtranking: Unter den zehn bestbewerteten Unternehmen finden sich fünf von ihnen – im Vorjahr waren es lediglich zwei. Getragen wird diese Entwicklung vor allem von den Hochschulen, von denen gleich sechs unter den 25 bestbewerteten Anbietern rangieren. Dass zugleich Metzgereien, Bäckereien und Feinkosthändler die vorderen Ränge der Handelswertung prägen, rundet das Bild ab: Bayerns Beste sind 2026 vor allem jene, die Nähe nicht behaupten, sondern leben.

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Über die ServiceValue GmbH

ServiceValue ist ein 2009 gegründetes Analyse- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Köln, das sich auf das Management von Beziehungen zwischen Unternehmen und ihren Anspruchsgruppen (Stakeholdern) spezialisiert hat. ServiceValue misst und erklärt mit wissenschaftlich fundierten Methoden die Bindung von Kunden, Mitarbeitern oder Partnern an das Unternehmen und deckt betriebswirtschaftliche Effekte auf. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der optimalen Gestaltung der Servicequalität in alle Richtungen. Darüber hinaus schafft ServiceValue Informations- und Wissenstransfer durch anwendungsorientierte Seminare und Inhouse-Schulungen. Das Spektrum reicht dabei von empirischer Sozialforschung über Themen der Personal- und Organisationsentwicklung bis hin zur Strategieberatung.

 

ServiceValue erstellt jährlich den ServiceAtlas Deutschland, der auf einer stetig wachsenden Zahl branchenspezifischer Studien basiert. Darüber hinaus führt das Unternehmen in Kooperation mit renommierten Partnern aus Wissenschaft und Forschung sowie großen nationalen Medienpartnern verschiedene Wettbewerbe zur Kunden-, Mitarbeiter- und Partnerorientierung von Unternehmen durch.

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