ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG
Hilfe, wenn es darauf ankommt

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Ein anstehender Zahnersatz, ein unerwarteter Notfall oder eine Tierarztbehandlung, mit der man nicht gerechnet hat. Wie wichtig guter Gesundheitsschutz ist, wird uns oft erst dann klar, wenn wir ihn brauchen. Und genau dann zeigt sich auch, was die Versicherung im Alltag wert ist: ob Anträge verständlich formuliert sind, ob Erstattungen zügig erfolgen, ob am Telefon jemand sitzt, der die eigene Situation versteht. Wer das einmal erlebt hat, kann sein Verhältnis zum eigenen Versicherer sehr genau beurteilen.
Projektmanagerin Anna hatte den pochenden Schneidezahn zunächst für eine Kleinigkeit gehalten. Dass aus der Wurzelentzündung am Ende die Entfernung des Zahns werden würde, war in den ersten Gesprächen kein Thema. Was folgte, war für die Mittvierzigerin weniger eine medizinische als eine organisatorische Frage: Implantat oder Brücke, welcher Anteil bleibt an ihr hängen, wie schnell kommt eine Kostenzusage? Ihre Zahnzusatzversicherung hatte sie Jahre zuvor abgeschlossen und seither kaum beachtet. In dieser Woche wurde sie zum wichtigsten Dokument in ihrem Ordner.
Bei Familie Müller war es eigentlich ein ganz normaler Samstag, bis ihnen klar wurde, dass sich bei der verletzten Kralle von Kater Linus ein großer Abszess gebildet hatte, der nicht bis Montag warten konnte. Der Weg führte in die Tierklinik, mit allem, was ein Wochenendtermin dort mit sich bringt. Dass Linus bereits als Kätzchen eine Tierkrankenversicherung hatte, nahm der Situation nicht die Aufregung, aber einen Teil ihrer Schwere.
Und dann sind da die Fälle, die weit weg passieren: Werbekaufmann Felix war mit Freunden im Wanderurlaub in Südtirol. Ein umgeknickter Fuß auf dem Abstieg, eine Behandlung im örtlichen Krankenhaus – und plötzlich stellen sich Fragen, die zu Hause keine wären: Wer rechnet mit wem ab? Wird vor Ort Vorkasse verlangt? Wie kommt man zurück, wenn Autofahren vorerst ausfällt? Eine Auslandsreisekrankenversicherung kostet meist nur wenige Euro und wird oft nebenbei mitgebucht. Ihr Wert bemisst sich nicht am Beitrag, sondern daran, wie schnell im Ernstfall jemand erreichbar ist und die vereinbarten Leistungen zuverlässig erbringt.
Drei Situationen, drei Sparten, ein gemeinsamer Nenner: Keine dieser Personen hätte im Moment des Abschlusses sagen können, worauf es später ankommt. Kaum ein Lebensbereich rangiert in der Wertschätzung der Menschen in Deutschland so weit oben wie die eigene Gesundheit. Und was einem wichtig ist, will man gut abgesichert wissen. Entsprechend breit hat sich der Markt entwickelt.
Neben die gesetzliche und die private Krankenversicherung ist ein ganzes Feld ergänzender Absicherungen getreten: ambulante und stationäre Zusatzversicherungen, Zahnzusatztarife, Krankentagegeld für den Fall längerer Arbeitsunfähigkeit, Krankenhaustagegeld, Pflegezusatzversicherungen, Auslandsreisekrankenschutz, betriebliche Krankenversicherungen als Arbeitgeberleistung, Tarife für Kinder, für Seh- und Hörhilfen – und, als jüngeres Segment mit eigener Dynamik, Tierkrankenversicherungen.
Diese Vielfalt bildet ab, in wie vielen unterschiedlichen Situationen Gesundheit konkret wird: beim Zahnarzttermin, auf Reisen, bei einer Erkrankung, die das Einkommen berührt, bei der Pflege der Eltern. Für jede dieser Situationen gibt es eigene Märkte, Anbieter und Leistungsversprechen. Diese Vielfalt bildet auch die Untersuchung ab: Im Auftrag des SZ Instituts hat die ServiceValue GmbH 116 Versicherer aus 13 Sparten untersucht.
Methodik der Untersuchung
Grundlage der Auszeichnung „Beste Gesundheitsversicherer 2026“ ist eine Online-Befragung, in der Panelistinnen und Panelisten die ihnen vorgelegten Gesundheitsversicherer unterschiedlicher Sparten als Kundinnen und Kunden bewerten sollten. Da soziodemografische Merkmale der Teilnehmenden vorlagen, konnte die Stichprobe bevölkerungsrepräsentativ ausgesteuert werden. Kundenadressen der bewerteten Unternehmen wurden weder eingeholt noch genutzt. Die Befragung erfolgte eigeninitiiert und ohne Einbindung der untersuchten Anbieter.
Den Teilnehmenden wurde jeweils eine überschaubare Auswahl an Versicherern vorgelegt. Bewertet wurden nur Unternehmen, bei denen sie in den vergangenen 24 Monaten Kundin oder Kunde gewesen waren. Pro Anbieter wurden mindestens 120 Verbraucherstimmen eingeholt. Bei einzelnen Anbietern konnte die Stichprobengröße abhängig von Inzidenzrate und Anzahl an Urteilen auch niedriger ausfallen. Insgesamt wurden 13 Versicherungssparten und 116 Versicherer untersucht.
Für die Auswertung wurde je Anbieter der ungewichtete Mittelwert aller abgegebenen Stimmen berechnet – niedrigere Werte stehen dabei für höhere Zufriedenheit. Auf dieser Basis entstand ein Ranking über alle untersuchten Anbieter je Versicherungssparte. Die Auszeichnung „Gut“ erhielten alle Unternehmen, die innerhalb ihrer Versicherungssparte besser als der Gesamtmittelwert über alle Marktbegleiter abschnitten. Unternehmen, die innerhalb dieser Gruppe wiederum über dem Durchschnitt lagen, erhielten die Auszeichnung „Sehr gut“. Das Prädikat „Exzellent“ zeichnete den jeweils besten Anbieter einer Versicherungssparte aus.
Das Ergebnis ist weder ein Produkttest noch eine Empfehlung für einen bestimmten Tarif, sondern ein breit abgestütztes Stimmungsbild.
Ergebnisse
Über alle 13 Sparten hinweg ergibt sich ein Gesamtmittelwert von 2,45: Von den 388 vergebenen Platzierungen wurden 215 ausgezeichnet, davon 13 mit „Exzellent“, 103 mit „Sehr gut“ und 99 mit „Gut“. Über die unterschiedlichen Sparten hinweg fällt vor allem die Konstanz einzelner Häuser auf. Die Allianz ist mit drei Titeln der am breitesten aufgestellte Sieger der Untersuchung – sie führt die betrieblichen Krankenversicherungen, die Kinderkrankenzusatzversicherungen und die Pflegezusatzversicherungen an. Die HUK-COBURG erreicht zweimal die Bewertung „Exzellent“ bei den Krankenhaustagegeld- und den stationären Zusatzversicherungen.
Noch aussagekräftiger als die Einzeltitel ist die Trefferquote: R+V wurde in zwölf Sparten bewertet und in allen ausgezeichnet. Die Allianz, die HUK-COBURG und die LVM Versicherung kommen auf je elf Auszeichnungen bei elf Bewertungen, die Generali und der Münchener Verein auf je zehn bei zehn Bewertungen. Diese Anbieter überzeugen also nicht punktuell, sondern über sehr unterschiedliche Sparten hinweg.
Mit 51 bewerteten Anbietern stellen die gesetzlichen Krankenkassen die mit Abstand umfangreichste Sparte. Mit einem Spartenmittelwert von 2,44 liegen sie praktisch genau im Gesamtdurchschnitt. An der Spitze steht die BARMER mit einem Wert von 2,26 und dem Prädikat „Exzellent“. Dies ist der beste Einzelwert, den ein Anbieter außerhalb der Reise- und Auslandskrankenversicherungen in dieser Untersuchung erreicht hat. Auf den weiteren Plätzen folgen mit dem Prädikat „Sehr gut“ die VIACTIV Krankenkasse (2,28), die SBK (2,28), die Energie-BKK (2,29) und die TK – Die Techniker (2,31). Bemerkenswert ist die Zusammensetzung dieser Spitzengruppe: Neben bundesweit bekannten Krankenkassen behaupten sich mittelgroße Anbieter und Betriebskrankenkassen. Größe allein erklärt die Zufriedenheit in diesem Segment offenkundig nicht.
In der Sparte private Krankenversicherung 30 Anbieter wurden in dieser Sparte bewertet, der Spartenmittelwert liegt bei 2,43. Die LVM Versicherung sichert sich mit 2,30 den Spitzenplatz und die Auszeichnung „Exzellent“. Dahinter folgt eine eng beieinanderliegende Gruppe mit dem Prädikat „Sehr gut“: Allianz (2,32), INTER (2,33), Hallesche (2,33) und HanseMerkur (2,35). Zwischen Platz eins und Platz fünf liegen nur fünf Hundertstel – ein Hinweis darauf, wie gleichmäßig das Zufriedenheitsniveau in diesem Markt ausfällt.
Kaum eine Zusatzversicherung ist so weit verbreitet wie die Zahnzusatzversicherung, die mit 45 bewerteten Anbietern in die Auswahl einfließt. Der Spartenmittelwert beträgt 2,45, an der Spitze steht die DFV – Deutsche Familienversicherung mit 2,30 und der Auszeichnung „Exzellent“. Dicht dahinter folgen DA direkt / dentolo (2,30), die Allianz (2,32), die DKV / ERGO (2,33) und die Hallesche (2,34), jeweils mit „Sehr gut“. Auffällig ist, dass sich in dieser Sparte spezialisierte und digital ausgerichtete Anbieter direkt in der Spitzengruppe behaupten.
In der Kategorie Reisekrankenversicherung fällt das Urteil besonders positiv aus: Mit einem Spartenmittelwert von 2,33 liegt dieses Segment deutlich vor allen anderen. Zudem stammen die dreizehn besten Einzelwerte der gesamten Untersuchung aus diesem Bereich. Die ADAC Versicherungen erreichen mit 2,17 den Spitzenwert und damit das Prädikat „Exzellent“. Es folgen mit dem Prädikat „Sehr gut“: Lifecard-Travel-Assistance (LTA) mit 2,19 belegt Rang 2, gefolgt von Vigo Krankenversicherung mit 2,20, Generali mit 2,21 und die Hallesche mit 2,22. Dass ausgerechnet dieses Segment vorne liegt, hat vermutlich mit der Beschaffenheit des Leistungsversprechens zu tun. Der Anlass ist meist eindeutig, der Fall überschaubar und die Abwicklung schnell.
Auch die Pflegezusatzversicherung hat in der letzten Dekade stark an Bedeutung für Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmer gewonnen. 35 Anbieter wurden in dieser Sparte bewertet, der Mittelwert liegt bei 2,45. Mit 2,31 und dem Prädikat „Exzellent“ führt die Allianz in diesem Segment das Feld an. Auf den Rängen zwei bis fünf folgen mit „Sehr gut“ HUK-COBURG (2,32), Envivas (2,34), HanseMerkur (2,35) und LVM Versicherung (2,35). Angesichts der demografischen Entwicklung dürfte diese Sparte in den kommenden Jahren an Aufmerksamkeit gewinnen – die Zufriedenheitswerte liegen bereits heute auf dem Niveau des Gesamtmarkts.
Mit einem Spartenmittelwert von 2,60 bilden die Tierkrankenversicherungen den unteren Rand der Skala – auf einem Niveau, das immer noch klar im Zufriedenheitsbereich liegt, aber Spielraum lässt. DA direkt gewinnt die Sparte mit 2,49 und dem Prädikat „Exzellent“, gefolgt von der LVM Versicherung (2,49), Uelzener (2,50), Allianz (2,50) und FIGO (2,51), jeweils mit „Sehr gut“. Die Kategorie ist vergleichsweise jung, wächst schnell und ist von spezialisierten Anbietern geprägt, die neben etablierten Versicherern antreten.
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Über die ServiceValue GmbH
ServiceValue ist ein 2009 gegründetes Analyse- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Köln, das sich auf das Management von Beziehungen zwischen Unternehmen und ihren Anspruchsgruppen (Stakeholdern) spezialisiert hat. ServiceValue misst und erklärt mit wissenschaftlich fundierten Methoden die Bindung von Kunden, Mitarbeitern oder Partnern an das Unternehmen und deckt betriebswirtschaftliche Effekte auf. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der optimalen Gestaltung der Servicequalität in alle Richtungen. Darüber hinaus schafft ServiceValue Informations- und Wissenstransfer durch anwendungsorientierte Seminare und Inhouse-Schulungen. Das Spektrum reicht dabei von empirischer Sozialforschung über Themen der Personal- und Organisationsentwicklung bis hin zur Strategieberatung.
ServiceValue erstellt jährlich den ServiceAtlas Deutschland, der auf einer stetig wachsenden Zahl branchenspezifischer Studien basiert. Darüber hinaus führt das Unternehmen in Kooperation mit renommierten Partnern aus Wissenschaft und Forschung sowie großen nationalen Medienpartnern verschiedene Wettbewerbe zur Kunden-, Mitarbeiter- und Partnerorientierung von Unternehmen durch.