Ein Geschenk für die nächste Generation
Foto: SABEL
Ende vergangenen Jahres nahm die 94-jährige Witwe von Dipl.-Kfm. Dr. Ingo Hartwig, dem Gründungsgeschäftsführer der GBS Schulen, Kontakt mit der Stiftung SABEL Schulen auf. Über fast zwei Jahrzehnte hinweg hatte ihr Mann die Geschicke der GBS Schulen München maßgeblich geprägt – heute sind diese Teil der Stiftung.

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Ganz im Sinne ihres verstorbenen Mannes, Bildung möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, übertrug sie der SABEL Stiftung eine beeindruckende Summe. Die Mittel sollen allen Einrichtungen zugutekommen, Freiräume für innovative Projekte schaffen und zugleich aus den Erträgen Stipendien finanzieren.
Dr. Ingo Hartwig, der im vergangenen Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, galt als Pionier der technischen Weiterbildung. Wie kaum ein anderer prägte er die Münchner Bildungslandschaft nachhaltig.
Turbulente Zeiten – zwischen Boom und Krise
Besonders in herausfordernden Zeiten bewies Hartwig unternehmerisches Geschick. Das Arbeitsförderungsgesetz von 1969 ließ die Teilnehmerzahlen seiner Schulen sprunghaft ansteigen – eine enorme logistische Herausforderung. Die Einschnitte in der Arbeitsförderung im Jahr 1977 führten hingegen nahezu über Nacht zu drastischen Rückgängen. Viele Bildungsträger mussten schließen.

Foto: Hartwig

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Hartwig reagierte mit Weitblick und steuerte mit Mut und Innovationskraft dagegen. Er setzte auf neue Konzepte, erschloss Kooperationen und positionierte die GBS früh in Zukunftsfeldern wie Mikroprozessoren und CNC Technik. Mit Lehrgängen wie „EDV für Bauingenieure“ betrat er Neuland. Die spätere Fusion mit der Stiftung SABEL machte die Einrichtungen zu einem der größten Bildungsträger in Bayern.
Impulse für die Zukunft
Die GBS von heute ist ohne den Geist ihres Gründers nicht denkbar. Bis heute wirkt Hartwigs Leitgedanke nach: Bildung verändert Leben. „Angesichts des Fachkräftemangels reicht es nicht aus, nur für eine berufliche Erstausbildung zu werben. Wir wollen beruflich Qualifizierten echte Perspektiven eröffnen – genau das trägt uns bis heute“, sagt GBS-Schulleiter Dominik Saleta. Die GBS setzt unter anderem auf einzigartige Spezialisierungsmöglichkeiten, wie das bewährte Angebot für Elektro- und Maschinenbautechniker, sich im Bereich Luftfahrt oder Avionik zu qualifizieren.

Foto: Aero-Bildung

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Künftig werden digitale und analoge Lernformen noch enger verzahnt werden. Sie sollen die Vorteile digitaler Flexibilität mit der Unersetzbarkeit des persönlichen Austauschs verbinden. Geplant ist unter anderem ein hochmodernes XR-Labor – ein Raum für virtuelle und erweiterte Realitäten. „Manches lässt sich besser erleben als erklären“, so Saleta. Und fügt hinzu: „Die GBS sieht sich ganz in der Tradition ihres Gründervaters: „Unser Haus ist ein Haus mit festen Fundamenten aus Werten und Erfahrung. Aber mit offenen Fenstern und Türen für alles, was die Zukunft an neuem bringt.“
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