Der „Luxus des Natürlichen“, wie ein Schild auf dem Parkplatz des Hotels wirbt, ist nicht zu viel versprochen. Schon bei der Ankunft eröffnet sich uns vom Balkon das prächtige Panorama der Ennstaler Alpen. Statt Lärm herrscht Stille, und überall umweht ein wohltuender Duft unsere Nase. Kein Wunder, denn Räume und Möbel sind aus regionalem, unbehandeltem Zirbenholz gefertigt, was für ein harmonisches Schlafklima sorgt. Sogar ein „Kissen-Menü“ wird angeboten – je nach Wunsch lässt sich der Kopf auf Rosenblüten, Bergkräutern oder Zirbe betten.
Vom Liftbetrieb zum Luxusresort
Die Geschichte des familiengeführten Hotels ist eng mit dem Pioniergeist im Tourismus verknüpft: Entstanden aus einem alten Bergbauernhof von 1729, machten die Großeltern des heutigen Besitzers aus dem Anwesen in den 1950er-Jahren erst Liftbetrieb, dann Gästehaus – ideal auch für Wintersportler, um direkt vor der Haustür auf die Piste zu gelangen.

Im Winter kann man direkt vor der Haustür auf die Piste gelangen. Foto: Höflehner
„Inzwischen haben wir mehr Übernachtungen im Sommer und auf Ganzjahresbetrieb umgestellt“, sagt Gerhard Höflehner, der in dritter Generation das Hotel mit seiner Frau Katrin führt. Mit ihnen hat sich das Haus zu einem Refugium für Entspannung und Energietanken entwickelt. Neben exquisiter Küche mit regionalen Produkten bietet der weitläufige Wellnessbereich im Spa-Dorf auf mehreren Ebenen zwölf Themensaunen mit stündlichen Aufgüssen, von der urigen Schwitzhütte bis hin zu Rooftop-Whirlpools und Ruheräumen mit Bergblick. Sportschwimmer können zudem im 25-Meter-Außenbecken ihre Bahnen ziehen. Und dass Familien genauso willkommen sind, beweist das Programm: Kinderbetreuung, Spaßbad, Spielealm, Alpakawanderung. „Wir wollen nicht nur Gesundheitsapostel sein, sondern schauen, wo wir uns noch verbessern können“, ergänzt Katrin Höflehner.
Yoga mit Bergblick und Persönlichkeit
Herzstück des Wellness-Retreats ist das neue, 300 Quadratmeter große Yogahaus – ein eindrucksvoller Holzbau über dem Spa-Bereich mit drei lichtdurchfluteten Räumen und einer Panoramaterrasse: „Im Sinne unseres Nachhaltigkeitskonzepts haben wir sogar Holz aus alten Zimmern wiederverwertet“, erzählt Cornelia Stiegler.
Yogastunde mit Alpen-Panorama: Körper und Geist im Klang der Stille vereint.
Foto: Steffen Wulf
Seit 2019 ist „Conny“, wie sie alle nennen, die Leiterin des Aktivprogramms, dazu Yogalehrerin und Fitnesstrainerin. Die Initiative zum Neubau kam von ihr. „Es tat mir leid, wenn ich früher manchmal Gäste wegschicken musste, weil zu wenig Platz im Yoga-Raum war“, sagt sie. Hier lassen wir uns gerne beim Wake-up-Yoga zu einer Gedankenreise in die innere Mitte führen, baumeln beim akrobatischen Aerial-Yoga etwas ungelenk, aber mit viel Spaß in einem Hängetuch, und finden Beruhigung bei einer Klangschalen-Meditation. Und weil den energieaufladenden Sonnengruß jeder kennt, lehrt uns Conny lieber das sanfte Gegenstück für Tiefenentspannung, den Mondgruß: „Nicht alle mögen Yoga, aber es gibt so viele Varianten, dass jeder seinen Stil finden kann.“ Bis zu zwölf Kurse täglich sind möglich, die ordentlich Power abverlangen. „Ich sorge schon dafür, dass alle auf ihre Kosten kommen“, sagt Conny, die ebenfalls gelernte Bootcamp-Trainerin ist, mit einem Augenzwinkern.
Beim Spinning zeigt sich, was sie meint: Trainer Mladen treibt uns mit strahlender Laune und befeuernden Kommandos auf den Standrädern an. „Und hochschalten – jetzt!“, ruft er uns immer wieder zu, während uns der Schweiß vom Gesicht tropft. Danach geht’s direkt zum Kaltbaden – der hauseigene Naturteich hat im Herbst mehr von einer Mutprobe als einer Erfrischung. Conny stimmt uns mit rhythmischen Atem- und Aufwärmübungen ein, irgendwo zwischen Schauspiel- und Taekwondo-Training. Und siehe da – der Kälteschock ist halb so wild, wenn man innerlich vorgeheizt wurde.
Ein Haus mit Haltung
Trotz der Größe des Resorts ist Nachhaltigkeit mehr als ein Etikett: Eine Photovoltaikanlage und eine Hackschnitzelheizung decken einen Hauptteil des Energiebedarfs, während Elektroautos als Dienstwagen und Shuttle-Service genutzt werden.

Kulinarik eine der Säulen im Natur- und Wellnesshotel Höflehner. Foto: Steffen Wulf
Darüber hinaus stehen den Mitarbeitenden in der Freizeit alle Einrichtungen des Hauses zur Verfügung, manche haben eigene Chalets. „Wenn’s den Mitarbeitenden gut geht, geht’s auch den Gästen gut“, lautet das gelebte Motto.
Steffen Wulf
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