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Innovationen

Sich immer wieder erneuern

Der technologische Wandel zwingt Unternehmen dazu, durch immer neue Innovationen konkurrenzfähig zu bleiben. Foto: iStock/Computersprache

Innovationen sind wichtig, damit ein Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt

Dass Innovationen angesichts dynamischer Marktentwicklungen einen wichtigen Erfolgsfaktor von Unternehmen darstellen, ist in der Managementliteratur unstrittig. Ebenso, dass die Bedeutung eines strukturierten Innovationsmanagements nicht groß genug geschrieben werden kann. Nicht immer sind es völlig neuartige Produkte oder Dienstleistungen, die ein Unternehmen langfristig am Markt halten. Mitunter genügen eine geringfügige Prozessanpassung oder ein neuer Serviceaspekt, um ein Unternehmen vor den roten Zahlen zu bewahren. Denn nur Betriebe, die es schaffen, sich zu erneuern, so die Wortbedeutung von „Innovation“, bleiben langfristig erfolgreich.

 

Mit einer neuartigen Idee nahmen und nehmen viele Familienunternehmen ihren Anfang. Doch während sich die Gründergeneration durch eine hohe Innovationsneigung auszeichnet, lässt die Bereitschaft zu Neuerungen über die Jahrzehnte spürbar nach. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Innovationstätigkeit von Familienunternehmen“ des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM). Insbesondere wenn der Betrieb innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergegeben wird, zeigt sich bei den Folgegenerationen eine „konservativere Strategie, die auf den Erhalt des Unternehmenswertes ausgerichtet ist“.

 

Kurze Entscheidungswege befördern Innovationen

Dabei sind kleine inhabergeführte Familienunternehmen sogar innovativer als vergleichbare Nichtfamilienunternehmen, so das Studienergebnis. Kurze Wege ermöglichten schnelle und effiziente Entscheidungen, „die sich durch die oftmals langjährige Erfahrung des Inhabers und seiner guten Übersicht über die vorhandenen Ressourcen ergeben“, schreiben die IfM-Autoren. Mit zunehmender Betriebsgröße verliert sich allerdings die Bereitschaft von Familienunternehmern zur Innovation, dann haben managementgeführte Unternehmen die Nase vorn.

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Ein wichtiger Innovationstreiber für Familienunternehmer ist dem ifM zufolge eine regionale Verwurzelung. Unternehmen, die in ihrer Region schon lange angesiedelt sind und sich mit ihr verwurzelt fühlen, zeigten eine erhöhte Innovationsneigung. Dass viele Unternehmen große Veränderungen scheuen, hat einen guten Grund: Misserfolge oder falsche Investitionen können gerade kleine Unternehmen schnell an den Rand des Ruins bringen. Wissenschaftler des Instituts für angewandte Innovationsforschung (IAI) an der Ruhr-Universität Bochum haben ermittelt, dass über alle Unternehmen hinweg im Schnitt 95 Prozent aller Ideen scheitern.

 

NextGen4Bavaria – Digital Natives für den Freistaat

Die restlichen fünf Prozent hingegen können zum Überflieger werden. Damit Innovation nicht an technischen Kompetenzen scheitert, wurde 2022 „NextGen4Bavaria“ ins Leben gerufen, eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales in Zusammenarbeit mit UnternehmerTUM, dem Innovationszentrum der Technischen Universität München. Das Programm richtet sich an Unternehmensnachfolgerinnen und -nachfolger, die durch die Teilnahme „ein Jahr lang vertiefte Einblicke von Experten zu relevanten Digitalthemen“ erhalten. „Oft ist mit der Betriebsübergabe eine umfassende Digitalisierung und Modernisierung verbunden“, so die damalige bayerische Digitalministerin Judith Gerlach in einer Pressemitteilung zur Auftaktveranstaltung. „Unser starker bayerischer Mittelstand soll auch in Zukunft Innovation leben und prägen.“

 

Inhaltlich geht es bei „NextGen4Bavaria“ unter anderem um die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen mit Künstlicher Intelligenz, Robotics oder 3D-Druck. „Mit NextGen4Bavaria machen wir greifbar, wie man die Chancen der Digitalisierung unternehmerisch anpacken kann“, erklärt Bayerns derzeitiger Digitalminister Fabian Mehring das Programm. Die Bewerbungsfrist für den vierten Jahrgang (2025) ist abgeschlossen. Im dritten Jahrgang waren mit Oskar Baumann von Baumann Automation aus Amberg in der Oberpfalz, Jessica Albert von Detlef Albert Gebäudereinigung aus Selb in Oberfranken und Anna Biedersberger von BBT Biedersberger Bürotechnik aus Eggenfelden in Niederbayern einige Familienunternehmer dabei, die sich zusätzliche Impulse und Kontakte für die digitale Transformation einholten. „Ich kann dazu nur durchweg positives Feedback abgeben“, erklärt Anna Biedersberger, „es war spannend zu erfahren, wie schnell man einen vertrauensvollen Austausch mit den Teilnehmern pflegt.“ Networking war für die Geschäftsführerin natürlich ein zentrales Thema; aber auch die Möglichkeiten der digitalen Zeiterfassung, Wege, die eigenen Dienstleistungen digital besser sichtbar zu machen und einen Avatar in den eigenen Social Media-Auftritt einzubinden, erklärt Biedersberger auf Nachfrage.

 

Klimaneutralität als Innovationstreiber

Nicht nur die Digitalisierung in ihren Facetten begegnet den neuen und zukünftigen Unternehmerinnen und Unternehmern. Auch Umweltschutz, Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit im Allgemeinen sind Aspekte, die das Image einer Firma maßgeblich beeinflussen und über ihr Fortbestehen mitentscheiden können. Die Allgäu-Brennerei aus Sulzberg im Oberallgäu etwa engagiert sich dafür, klimaneutral zu wirtschaften und trägt die Plakette „Klimaneutrales Unternehmen“. Um den hohen Energieverbrauch bei der Herstellung von Likören und Bränden zu senken und Emissionen zu vermeiden, sorgte Geschäftsführer Stephan Günther bereits 2012 dafür, dass die Abwärme der Brennerei zum Beheizen der Gebäude genutzt wird. „Aber natürlich war noch Luft nach oben“, erinnert sich Günther, der das Unternehmen in vierter Generation führt.

Auf erneuerbare Energien zu setzen, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Auf erneuerbare Energien zu setzen, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität. Foto: iStock/Miguel Serrano Ruiz

Der gelernte Betriebswirt holte den Rat von Energieberatern ein, ließ Rohrleitungen nachisolieren, die Beleuchtung auf LED umstellen und eine zusätzliche Photovoltaikanlage installieren. „Auch die Bereiche der Abfüllung, die Verwaltung und der Verkauf wurden hinsichtlich Energieeinsparung geprüft und optimiert“, erklärt Günther. „Schließlich haben wir als Unternehmen eine große Verantwortung dafür, dass Klima und Umwelt nachhaltig geschont werden.“

 

In Hersbruck im Landkreis Nürnberger Land leistet die Firma Paul Lindner Verpackungen ihren Beitrag zum Klimaschutz. Bereits 2018 erhielt das in sechster Generation geführte Unternehmen, das Industrieverpackungen unter anderem für Global Player fertigt, eine Urkunde von ClimatePartner. Diese bescheinigt dem Unternehmen, seinen Kundinnen und Kunden eine Berechnung des CO₂-Fußabdrucks von Verpackungen sowie klimaneutrale Verpackungen anzubieten. Zusätzlich wurde dem Familienunternehmen 2024 eine Urkunde des Umwelt- und Klimapakts Bayern des Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz überreicht „für qualifizierte freiwillige Umweltleistungen“.

 

Nachhaltiges Fische

Auch die Chiemseefischerei Lex investiert in Nachhaltigkeit und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 komplett klimaneutral zu arbeiten. Die Familie betreibt ihr Unternehmen seit 1857 in mittlerweile sechster Generation und gehört nach eigenen Angaben zu den ältesten Fischerfamilien der Region. Nun setzen die Geschäftsführer Thomas und Florian Lex auf erneuerbare Energien. Sowohl beim Fischfang als auch bei der Weiterverarbeitung soll kein CO₂ mehr ausgestoßen werden. Es ist vorgesehen, dass die zukünftigen Elektroboote an einer neuen Steganlage mit Stromanschlüssen betankt werden, zur Stromerzeugung wurde auf dem Dach der Fischerei eine Photovoltaikanlage installiert. Insgesamt sollen so jährlich 14 Tonnen CO₂ eingespart werden, wie Florian Lex gegenüber dem Radiosender Bayernwelle erklärte.

Auch der Fischfang steht vor der Notwendigkeit, moderne Techniken zu entwickeln, um wirtschaftsfähig zu bleiben.

Foto: iStock/Miguel Serrano Ruiz

Alles auf Anfang

Fehlt es an Ideen, kann eine Kooperation mit einem Start-up die Lösung sein. Start-up-Portale helfen dabei, dass Unternehmen, die gut zueinander passen, einander auch finden. Munich Startup ist so eines, das im Rahmen der „Entrepreneurship Strategie München“ von der Landeshauptstadt München, der IHK für München und Oberbayern und dem Zusammenschluss der vier Entrepreneurship-Zentren der Münchner Universitäten entwickelt wurde. Unter der Trägerschaft der Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH vermittelt sie nicht nur Räume für Start-ups, steht beratend zur Seite und hilft bei der Finanzierung neuer Ideen, sondern stellt auch den Kontakt zu sogenannten „Inkubatoren“ und „Acceleratoren“ her, um die Geschäftsidee auf Touren zu bringen. Es gibt gute Verbindungen zum bereits erwähnten UnternehmerTUM, aber Munich Startup stellt beispielsweise auch Kontakte zum LMU Innovation & Entrepreneurship Center (LMU IEC) her, die unternehmerisches Denken und Handeln an allen Fakultäten der Ludwig-Maximilians-Universität fördern. Für technische und „Early-Stage-Start-ups“ ist eine Innovationsplattform wie Plug and Play Munich da. Mit Coworking-Community und Event-Space haben sie sich seit 2017 auf die Branchen „Insurtech“, „Health“ und „Retailtech“ spezialisiert.

 

Innovativ sein, Preise gewinnen

Erfolgreiche Geschäftsideen werden belohnt. Nicht nur durch den Erfolg am Markt, sondern auch mit Preisen. Seit 1993 vergibt compamedia das Top 100-Siegel „für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen“. Mentoren des Wettbewerbs sind der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar und der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff. Der „Deutsche Innovationspreis“ wird jährlich in drei Kategorien verliehen: an mittelständische Unternehmen, Start-ups und Großunternehmen. 2025 holte die Entec-Stracon GmbH aus Aalen in Baden-Württemberg den Preis in der Kategorie „Mittelständische Unternehmen“. Die Firma hat ein Verfahren für die schnelle Herstellung nachhaltiger PKW-Aluminiumräder entwickelt.

 

Ausgezeichnet innovativ

Bayern hat mit dem „Innovationspreis Bayern“ eine eigene Auszeichnung für die Firmen im Freistaat und prämiert relevante und neuartige Technologien. Als gemeinsame Initiative des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags und der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern wird der „Innovationspreis Bayern“ im zweijährigen Rhythmus verliehen. Er ehrt regionale Unternehmen, die sich durch technologische Innovationen und kreative Geschäftsideen von besonderer wirtschaftlicher Relevanz und gesellschaftlicher Bedeutung auszeichnen. Sieben Preisträger wurden am 14. Oktober 2024 in München für ihre „herausragenden Innovationen geehrt“, so das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie zu der von ihr 2012 initiierten Förderung.

 

Prämiert wurden 2024 unter anderen die Firma Orbem aus München für die „Genus Focus – Geschlechtsbestimmung im Hühnerei mit MRT und KI“, cureVision aus München für ihre Analyse chronischer Wunden, Sensodrive aus Weßling für den SensoJoint, ein „sensitives Robotergelenk, das sicher mit dem Menschen agieren kann“, so Geschäftsführer Norbert Sporer. Den Sonderpreis in der Kategorie „Start-up mit einem Alter von bis zu 5 Jahren“ bekam SUMM AI aus München für ein KI-basiertes Tool, das komplizierte Texte in leichte Sprache verwandelt. Den Sonderpreis für „Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern“ erhielten die Denk Keramische Werkstätten aus Coburg für den keramischen Mikrogarten, eine Pflanzstation für Microgreens, also junge essbare Keimlinge. Aus Forchheim stammt der Gewinner des „Sonderpreises der Jury“, die Firma Projekt Bauart WohnInvest, die ein flexibles Verfahrenskonzept für Planungsmodule im Modulhausbau entwickelt hat.

 

Klaas Tigchelaar

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