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Consorzio Vino Chianti Classico

310 Jahre Chianti Classico: Ein Grund, gemeinsam anzustoßen!

Die malerische Landschaft der Chianti Region lädt zum Flanieren und Genießen ein. Foto: iStock/Massimo Santi

Für Weinkenner ist dieser Name schon lange ein Begriff, der für Qualität und Genuss steht: Chianti Classico. Ab 23. September 2026 feiert München diesen ganz besonderen Wein mit speziellen Events.

Chianti ist eine Region in Italien, genauer genommen eine Hügelkette in der Toskana, die bereits von den Etruskern und Römern besiedelt wurde. Die älteste namentliche Erwähnung im Zusammenhang mit Wein stammt aus dem Jahr 1398 und zeigt, dass bereits damals bekannt war, dass es sich hierbei um ein besonderes Anbaugebiet handelt. Sogar der päpstliche Hof genoss im 16. Jahrhundert diesen Rotwein.

 

Es dauerte nicht lange, bis der Name zum Synonym für ein Qualitätsprodukt wurde. Und so legte der Großherzog Cosimo III. im Jahr 1716 das Produktionsgebiet ganz offiziell fest: Nur Wein, der in einem ganz bestimmten Gebiet zwischen Florenz und Siena hergestellt wurde, durfte fortan den Namen „Chianti“ tragen.

6.800 Hektar Weinberge sind als „Chianti Classico“ registriert.

6.800 Hektar Weinberge sind als „Chianti Classico“ registriert. Foto: Consorzio Vino Chianti Classico

Ein besonderer Tropfen mit reichhaltiger Geschichte

Der gute Ruf war also gegeben. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert machte sich der Wein dann auf eine Reise um die Welt und bald fand der Name „Chianti” auch außerhalb der historischen Region seinen Weg auf Flaschen und Fässer. Die Winzer vor Ort waren von dieser Entwicklung alles andere als begeistert. Schließlich schlossen sich 33 von ihnen im Jahr 1924 zusammen, um das Dekret von 1716 zu verteidigen und das Recht durchzusetzen, dass nur der Wein aus ihrer Region den Namen Chianti tragen durfte. So entstand Italiens erstes Weinbaukonsortium.

 

Es folgten jahrelange Auseinandersetzungen, bis die Regierung unter Mussolini im Jahr 1932 eine Entscheidung fällte: Die Anbaugebiete wurden vergrößert, um den weltweiten Bedarf zu decken: Sieben Gebiete in der Toskana durften fortan Wein herstellen, der den Namen „Chianti“ trug. Dazu gehörten Weinberge auf den Hügeln von Pisa und Siena sowie in den Abruzzen und anderen Gegenden rund um Florenz. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass nur Wein aus den ursprünglichen, im Jahr 1716 festgelegten Gebieten den Namen „Chianti Classico” tragen durfte.

Das Anbaugebiet umfasst einige der malerischsten Dörfer der Toskana, darunter die Gemeinden Greve in Chianti, Castellina in Chianti, Radda in Chianti, Gaiole in Chianti sowie Teile von San Casciano in Val di Pesa, Barberino Tavarnelle, Castelnuovo Berardenga und Poggibonsi. Seit 1984 hat der Wein den Status DOCG (italienisch für „Kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung“), die höchste Qualitätsauszeichnung für italienische Weine.

Ein hungriger Hahn bescherte Florenz den Sieg

Ein Chianti Classico DOCG ist unverkennbar mit dem Markenzeichen des schwarzen Hahnes versehen. Dieses Symbol ist das historische Zeichen der Militärliga von Chianti und ziert unter anderem eine Decke im Palazzo Vecchio in Florenz. Außerdem rankt sich eine Legende um genau diesen schwarzen Hahn. Angeblich soll er eine entscheidende Rolle dabei gespielt haben, die politischen Grenzen des Chianti-Gebiets festzulegen.

Chianti Classico DOCG ist unverkennbar mit dem Markenzeichen des schwarzen Hahnes versehen

Foto: Consorzio Vino Chianti Classico

Der Legende nach stritten sich Florenz und Siena darum, wo die Grenze verlaufen sollte. Da sich die beiden Städte nicht einigen konnten, schlug man einen wirklich ungewöhnlichen Wettstreit vor: Sobald der erste Hahnenschrei ertönte, durfte ein Ritter aus jeder Stadt losreiten. Wo sich die beiden Ritter trafen, sollte die neue Grenze verlaufen.

 

Siena entschied sich für einen weißen Hahn, den sie gut fütterten. Florenz hingegen wählte einen schwarzen Hahn, dem sie nichts zu essen gaben. Dieser Hahn hatte solchen Hunger, dass er weit vor Sonnenaufgang krähte, sodass der Ritter aus Florenz lange vor dem anderen losreiten konnte. Er schaffte es bis kurz vor die Tore Sienas. Ein Großteil des Gebietes ging daher an Florenz.

 

Der schwarze Hahn wurde danach zum Wappentier der Region und ziert seitdem die Etiketten oder Flaschenhälse des Chianti Classico.

Nur echt mit dem schwarzen Hahn! Weinflaschen aneinandergereiht

Foto: Consorzio Vino Chianti Classico

Celebrate Chianti Classico: Ein Fest in München

Der Chianti Classico hat seine Wurzeln zwar tief in der Vergangenheit, hat aber auch mit Leichtigkeit den Sprung in die Moderne geschafft. Die Region in der Toskana ist in den letzten 15 Jahren zu einem Vorreiter im Übergang zum ökologischen Weinbau geworden. Er gilt bis heute als absoluter Spitzenwein, der auf keinem Esstisch fehlen darf. Durch seine große Vielseitigkeit lässt er sich leicht mit allen möglichen Speisen kombinieren. Zwar ist er traditionell in der toskanischen Küche zu Hause, doch auch international ist der Chianti Classico ein gern gesehener Gast am Esstisch. Er harmoniert mit gegrilltem Fleisch, Wild, Geflügel und Käse und passt außerordentlich gut zu tomatenbasierten Gemüsegerichten, Pasta al Ragu, Pizza und milden Curries.

Um diesen Wein in der richtigen Atmosphäre und zusammen mit Freunden zu genießen, bietet München dieses Jahr den idealen Rahmen. Von Ende September bis Ende Oktober 2026 veranstalten ausgewählte Bars, Restaurants und Weinhandlungen besondere Events oder servieren Weine im Glas, um dir die Gelegenheit zu geben, diese Weine neu zu entdecken.

 

Besondere Events, um Chianti Classico hautnah zu erleben

So bietet das Ristorante Tiratardi am 23. und 24. September 2026 ein 4-Gänge-Menü mit entsprechender Weinbegleitung. Hier trifft toskanische Küche auf köstliche Weine in der nördlichsten Stadt Italiens.

Auf der Karte stehen Ribollita mit Brotschaum und Schwarzkohlpulver, Bottoni mit Kartoffelfüllung, Fonduta vom Pecorino Toscano DOP und Trüffel, Brasato mit Petersilienwurzel, Birne und Kräuterjus sowie ein Finale aus Zuccotto Fiorentino mit dunklem Schokoladeneis und Himbeergel. Reservierung bei Tiratardi


Am 11. Oktober 2026 lädt das Weingut Ricasoli zu einem Weinabend im Il Sommelier ein. Hier führt Sommelier Francesco Cacopardo durch den Abend und präsentiert eine Auswahl an Weinen des Guts, darunter auch Chianti Classico.

Dazu gibt es ein 5-Gänge-Menü, das eigens auf die Weine abgestimmt ist, mit Gerichten wie Crema di Cannellini e Calamaretti und Pasta Fresca mit Ragù di Cinghiale.

 

Der Abend beginnt um 18.00 Uhr im Il Sommelier, Kreillerstraße 194 in München-Trudering. Weitere Informationen unter ilsommelier.de.

Marian und Mareike Mattheis von der Camatti Bar

Marian und Mareike Mattheis – Foto: Fattoria Ispoli

Am 16. Oktober 2026 laden Marian und Mareike Mattheis in die Camatti Bar. Hier erzählen die Weingeschwister von ihrem Familienweingut zwischen Florenz und Siena und bieten einen Abend für alle, die mehr über die Menschen hinter dem Wein erfahren wollen.

Natürlich gibt es dazu die passenden Getränke und eine kulinarische Auswahl von Salami Toscano, Pecorino, Oliven aus dem Feinkostsortiment der Camattibar sowie Olivenöl und Brot direkt vom Weingut. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Abend beginnt um 17.00 Uhr in der Camatti Bar, Orthstraße 14 in München-Pasing.

Winzerin Paula Cook Papini mit einem Glas Wein in einem Weingut

Winzerin Paula Cook Papini – Foto: Le Miccine

Am 28. Oktober 2026 begleitet die Winzerin Paula Cook Papini persönlich ein 4-Gänge-Herbstmenü im Beetle Chef’s Table. Sie gibt an diesem Abend Einblicke in Terroir, Herkunft und die Geschichte ihres Weinguts.

Dazu gibt es ein köstliches Highlight-Menü aus der Küche mit drei ausgewählten Bio-Weinen des Weinguts Le Miccine aus dem Chianti-Classico-Gebiet.

Alle Informationen zum Abend im The Beetle

Das ist natürlich noch nicht alles. So bieten bestimmte Restaurants der bayerischen Landeshauptstadt zu diesem besonderen Jubiläum ausgewählte Weine, die es sonst nur als Flasche zu kaufen gibt, auch als Glasausschank an. Die teilnehmenden Restaurants sind:

  • Acetaia (Neuhausen)
  • Camatti Tagesbar (Pasing)
  • Der Katzlmacher (Altstadt)
  • La Cantinetta di Sergio Bolzan (Berg am Laim)
  • Mein Wein-Vinothek (Lehel)
  • Papa Benz (Schwabing)
  • Punto Gola (Schwabing-Freimann)
  • Punto Divino (Altstadt)
  • Saffer's Weinwelt (Au)
  • Sironi & Mezzani (Giesing)
  • Villa Morgana (Gräfelfing)

 

Auch einige Münchner Weinhandlungen bieten an ausgewählten Tagen im September und Oktober 2026 kostenlose Verkostungen an. So schenkt die Weinhandlung Boteghin in München im Rahmen von „Celebrate Chianti Classico“ zwei besondere Weine der Tenuta Orsumella. In der Weinhandlung Vinovit kann man sich über ausgewählte Proben von I Sodi freuen, und der Spezialitätenhändler Viani lässt Gäste vom Tenuta Casenuove kosten.

Alle aktuellen Informationen zu weiteren Veranstaltungen und Verkostungen gibt es immer aktuell auf der Homepage von Celebrate Chianti Classico zu finden.

Chianti Classico – Nicht nur Wein

Das Consorzio Olio DOP Chianti Classico wurde 1975 nach dem Vorbild des Wein-Consorzio gegründet und macht Chianti Classico zu einem der wenigen Gebiete, die sowohl geografisch definierte Weine als auch Olivenöle hervorbringen. Die mit Olivenbäumen bepflanzte Fläche in der Region Chianti Classico übersteigt sogar die der Rebflächen – die Produktion eines geografisch definierten nativen Olivenöls extra war somit ein naheliegender Schritt. Das Chianti Classico DOP Olivenöl extra vergine zeichnet sich durch einen feinen, fruchtigen Geschmack mit Noten von rohen Artischocken und frischem Gras sowie durch seine gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe aus.

Logo Chianti Classico Olio Dop
Logo Consorzio Vino Chianti Classico

Consorzio Vino Chianti Classico

Via Sangallo, 41 – Loc. Sambuca
50028 Barberino Tavarnelle (FI)

Telefon: 0 55-8 22 85
www.chianticlassico.com

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