Diesen artenreichen Lebensraum zu bewahren haben sich insbesondere 12 Jungwinzer aus Franken mit der Gründung der Gruppe Ethos auf die Fahne geschrieben. Einer davon ist Thomas Schenk.

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Thomas Schenk leitet das Weingut Schenk, einen Familienbetrieb. Auf sieben Hektar Grund baut er Rebsorten wie den in Franken weit verbreiteten Silvaner an, aber auch Riesling, Spätburgunder und Scheurebe. Doch anders als noch seine Großeltern, die Weinbau im Nebenerwerb betrieben und den Wein anschließend im Fass verkauften, hat Thomas sich hohe Ziele gesetzt.
Er will richtig guten Wein keltern, und das so verantwortungsbewusst wie möglich.
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„Unsere Hänge sind ein wichtiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Wir fördern diese Biodiversität durch Blühstreifen und natürliche Begrünung, Nistmöglichkeiten für Vögel, Trockenmauern und vieles mehr. Dort brüten Vögel und jagt das Mauswiesel. Mit etwas Glück sieht man Zauneidechsen.“
Was so naturfreundlich klingt, ist das Ergebnis aufwendiger, schweißtreibender Arbeit. Laubschnitt und Traubenlese in den Steillagen finden überwiegend von Hand statt. Die Winzer legen dabei zu Fuß sehr viele Höhenmeter zurück.
Die Winzer von „Ethos“ denken Weinbau neu
12 junge fränkische Winzer gründeten die Gruppe Ethos, um diese Weinkulturlandschaft zu erhalten und zu pflegen. Dabei spielt nicht nur die Tatsache, dass die Steillagen durch die intensivere Sonneneinstrahlung viel individuellere Weine mit mehr Charakter hervorbringen, eine Rolle. Weinberge sollen nicht nur als Nutzfläche, sondern als Ökosystem begriffen werden, dessen Biodiversität erhalten werden muss. „Konkret heißt das zum Beispiel, dass wir im Weinberg keine Herbizide und Insektizide einsetzen, sondern mit biologischen Methoden arbeiten“, erzählt Thomas.
Genuss in der Heckenwirtschaft
Auch Jungwinzerin Ilonka Scheuring gehört mit ihrem Weingut in Margetshöchheim – oder auch „Maroggo am Main“, wie Ilonka und andere Einheimische den Ort liebevoll nennen, zur ETHOS-Gruppe. „Ich biete Weinproben und geführte Weinwanderungen durch die „Wengert“ an. Da ist jeder willkommen, vom Weinanfänger bis Weinkenner.“

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Erst Wandern, dann Wein!
Weinwanderwege laden dazu ein, sich auf genussvolle Weise Wissen über den hier wachsenden Wein anzueignen. Unterwegs bieten sich vor allem Besuche bei Heckenwirtschaften an, deren kulinarisches Angebot mit den Weinen des Winzers harmoniert.
Volkach: Wandernde Weinprobe terroir f
Die Volkacher Mainschleife ist eine Schau, dreht sich der Fluss im unterfränkischen Landkreis Kitzingen doch aus einer Laune der Natur heraus fast einmal im Kreis. Dieses Kurvenwunder lässt sich von oben besonders gut betrachten, etwa vom „terroir f Volkach-Escherndorf“. Kenner wissen, dass „terroir“ für den geschmacksprägenden Boden und das „f“ für Franken steht und beides zusammen für Aussichtspunkte, an denen die Magie des Frankenweins besonders zu spüren ist.

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Fränkischer Rotwein Wanderweg in Churfranken
Südlich von Aschaffenburg, im Dreiländereck Baden-Württemberg, Bayern und Hessen, wird viel Rotwein angebaut. Auf dem Fränkischen Rotwein Wanderweg kann man sich davon überzeugen. Rot leuchten nicht nur einige der besten deutschen Spätburgunder in den Gläsern, sondern auch die Sandsteinterrassen entlang der 79 Kilometer langen Route. Sie verläuft an den Hängen der Odenwaldausläufer und schließlich zu beiden Seiten des Mains.
Hier werden 8 Wanderwege im Wein-Dorado Franken mit allen Tourdetails vorgestellt, mal kurz, mal lang, aber alle berauschend schön:

Foto: erlebe.bayern_Frank Heuer/laif

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Im Frühjahr und Herbst öffnet traditionell die Heckenwirtschaft oder kurz „Hecke“ des Weinguts. In der gemütlichen Weinstube können sich Gäste durch Ilonkas Sortiment probieren und dabei fränkische Spezialitäten wie Bratwürste mit Weinsauerkraut genießen. „Das mag ich sehr gerne, wenn die Leute kommen. Es ist sehr gesellig. Man teilt sich mit Fremden einen Tisch und kommt so ganz automatisch ins Gespräch“, sagt sie.
Weitere Infos, Reisetipps und Geschichten rund um das Thema Wein in Bayern findet man unter
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