Bayerische Bio-grafien
Foto: StMELF/Sonja Herpich
In Bayern hat Bio immer Saison – sogar in der Advents- und Weihnachtszeit! Am Münchner Christkindlmarkt in der Fußgängerzone kann man an Miriam Blumes Stand Bio-Glühwein genießen. Und wenn das Fest näher rückt, findet man auf Gut Kerschlach in Pähl bei Maximilian Pfender seinen Bio-Christbaum.
Bio-Glühwein-Genuss ohne böses Erwachen
Manch einer hat schon den Genuss von Glühwein am Tag danach bereut. Bei den Kunden von Miriam Blume ist das anders: Die kommen auch am nächsten und übernächsten Tag noch gerne auf eine Tasse vorbei – am liebsten die ganze Weihnachtszeit über. Das Geheimnis? Die Betreiberin des „Zum Münchner Kindl“ schenkt an ihrem Stand auf dem Münchner Christkindlmarkt Bio-Glühwein mit dem Bayerischen Bio-Siegel aus.

Foto: StMELF/Miriam Blume
Weine vom fränkischen Biowinzer Helmut Christ in Nordheim
Schon in der Planungsphase war Miriam Blume klar: An ihrem Glühweinstand ebenso wie in ihrer „Münchner Wein Stub’n“ auf der Wiesn wollte sie Biowein ausschenken. Dafür musste sie aber erst den passenden Winzer finden und diesen so lange experimentieren lassen, bis der Glühwein ihren Ansprüchen gerecht wurde. Mit dem fränkischen Bio-Weingut Helmut Christ fand sie einen solchen Partner. Nach zehn Besuchen auf dem Weingut mit intensiver Verkostung war die Münchner Gastronomin schließlich mit Geschmack und Qualität zufrieden.
Von Glühwein und Punsch bis hin zum heißen Apfelsaft
Kommt man zu ihrem Stand in der Neuhauser Straße, sollte man etwas Zeit einplanen. Denn es gibt viel zu probieren: Glühwein in Rot, Weiß und Rosé, eine alkoholfreie Variante sowie Eierpunsch, Kinderpunsch und heißen naturtrüben Apfelsaft – natürlich alles mit dem Bayerischen Bio-Siegel ausgezeichnet. Weil nicht nur der Grundwein, sondern auch die weiteren Glühweinzutaten bio sind, schmeckt der Glühwein beim „Zum Münchner Kindl“ besonders natürlich. Es werden weder synthetische Aromen noch Farbstoffe verwendet. Da Bio-Weintrauben ohne synthetische Pestizide, Herbizide oder Kunstdünger angebaut werden, enthalten sie außerdem keine Rückstände.

Foto: StMELF/Sonja Herpich
Bio-Qualität, die man auch am nächsten Tag noch schätzt
Miriam Blume hat sich aus Überzeugung für Produkte aus ökologischem Anbau entschieden. Ihr ist es wichtig, dass sie ihren Kunden authentischen Genuss in Bio-Qualität einschenken kann. So bleibt auch das allseits gefürchtete Glühwein-Kopfweh aus. Ihre Gäste wissen das zu schätzen und behalten den Stand in guter Erinnerung, weshalb zufällige Passanten oft zu Stammkunden werden. Das Gleiche gilt für ihre „Münchner Wein Stub‘n“ auf der Wiesn.

Foto: StMELF/Sonja Herpich

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Ein ganzer Monat in weihnachtlich-gemütlicher Stimmung
Vom 24. November bis zum 24. Dezember 2025 dieses Jahres sind Miriam Blume und ihr Team auf dem Münchner Christkindlmarkt zu finden. Für festliche Stimmung sorgt die aufwendige und liebevolle Dekoration des Standes – mit roten Samtvorhängen, echten Lammfellen, Kristallleuchtern an der Decke und Hirschgeweihleuchtern an den Wänden.

Foto: StMELF/Sonja Herpich
Hier kann man sich von innen und außen aufwärmen und in aller Ruhe vom stressigen Weihnachtseinkauf in der Fußgängerzone erholen. Viele ihrer Gäste zieht es nur wegen ihres Stands in die Münchner Innenstadt.
In der Zeit der Mönche und Ritter machte sich noch niemand Gedanken über Bio. Trotzdem wurde im Pfaffenwinkel der Grundstein für ein ökologisches Weihnachtsfest gelegt. 1159 wird das Gut Kerschlach erstmals urkundlich erwähnt. Es sollten zwar noch über 800 Jahre vergehen, bis daraus ein Bio-Christbaumbetrieb wurde, aber gut Ding will eben Weile haben. Heute werden dort jährlich 1.000 Bio-Nordmanntannen an ihre glücklichen neuen Besitzer übergeben. Seit 2021 dürfen die Weihnachtsbäume das Bayerische Bio-Siegel tragen.
Bio-Pioniere zwischen Ammersee und Starnberger See
Im Landkreis Weilheim-Schongau, genauer gesagt in Pähl, hat man sich schon lange dem Bio-Gedanken verschrieben. Seit 25 Jahren wird auf Gut Kerschlach ökologisch gewirtschaftet. Neben den Tannen werden hier auch Honig sowie das Futter für die Pensionspferde biologisch produziert. Die Betreiber säen auf ihren Äckern breite Streifen mit Wildblumen, um Insekten neuen Lebensraum zu bieten und so die Artenvielfalt zu fördern. Interessierte können mit einer „Blühpatenschaft“ selbst Teil dieses Projekts werden.
Christbaumbetrieb mit dem Bayerischen Bio-Siegel
Die Bio-Hochsaison beginnt auf Gut Kerschlach am 1. Advent: Dann startet der Christbaumverkauf – direkt auf dem Hof. Die Tannen werden wenige Tage zuvor im nahegelegenen Wald gefällt, per Hand zum Anhänger gezogen und mit dem Traktor zur Verkaufsfläche gebracht. Dort können Besucher Bäume mit einer Höhe von 0,5 bis 5 Metern erwerben. Damit niemand leer ausgeht, werden bis zum 3. Advent regelmäßig frische Bäume nachgeliefert. Im Forst entstehen dadurch keine Lücken: Jede gefällte Tanne wird nachgepflanzt. Da es im Schnitt acht Jahre dauert, bis die Bäume „erntereif“ sind, erfordert dies langfristiges Vorausdenken.
Ökologisch vom Saatgut bis zum Weihnachtsgrün
Der Tannennachwuchs entsteht aus bayerischem Bio-Saatgut, bei Bedarf werden bayerische Bio-Pflanzen zugekauft.
Foto: StMELF/Sonja Herpich
Die Bäume müssen sich ihre Öko-Kontrollnummer hart verdienen: Es dürfen keine chemisch-synthetischen Düngemittel, Herbizide oder Pestizide eingesetzt werden. Gras und Unkraut, die den jungen Bäumen Nährstoffe und Licht entziehen könnten, werden mit der Sense geschnitten oder von Schafen abgefressen. Alles muss lückenlos dokumentiert werden – von der Anpflanzung bis zum Verkauf. Jährliche staatliche Kontrollen, angemeldete wie unangemeldete, stellen sicher, dass die strengen Anforderungen eingehalten werden.
Meisterliches Management durch Maximilian Pfender
Die Gesamtverantwortung für den Bereich Land- und Forstwirtschaft trägt der gebürtige Dachauer Maximilian Pfender. Seit 2011 ist er auf Gut Kerschlach als Landwirtschaftsmeister beschäftigt und 2013 wurde ihm die landwirtschaftliche Leitung des Betriebs übertragen. Unter seiner Führung hat sich Gut Kerschlach zu einem Vorzeigebetrieb für ökologisches Wirtschaften entwickelt.
Ab 24. November 2025: Bio-Glühwein im Münchner Zentrum
Der Bio-Glühweinstand hat Montag bis Samstag von 10.00 bis 21.00 Uhr, sonntags von 10.00 bis 20.00 Uhr, und am Heiligabend (24. Dezember) von 10.00 bis 14.00 Uhr geöffnet.
Zum Münchner Kindl | Münchner Christkindlmarkt | Neuhauser Straße | 80331 München

Foto: StMELF/Sonja Herpich

Foto: StMELF/Sonja Herpich

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Ab 1. Advent: Bio-Christbäume direkt vom Erzeuger
Der Christbaumverkauf findet vom 30. November bis 23. Dezember 2025 täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr direkt auf dem Hof statt.
Gut Kerschlach GmbH & Co. KG | Gut Kerschlach 1 | 82396 Pähl | www.gut-kerschlach.de
Produkte mit dem Bayerischen Bio-Siegel
Seit 2020, also seit Eröffnung von Wein Stub’n und Glühweinstand, ist Miriam Blume Zeichennutzerin des Bayerischen Bio-Siegels. Gut Kerschlach führt das Siegel seit 2021. Für alle Produkte, die das Bayerische Bio-Siegel tragen, gilt ein lückenloser Herkunftsnachweis: Vom Anbau über die Ernte bis hin zur Verarbeitung muss die gesamte Produktion sowie alle weiterführenden Verarbeitungsschritte in Bayern erfolgen. Das Bayerische Bio-Siegel schreibt zudem Qualitätskriterien vor, die über die gesetzlichen Anforderungen der EU-Öko-Verordnung hinausgehen.
Neben den allgemeinen Richtlinien des Ökolandbaus, wie dem Verzicht auf synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel, müssen auch die Programmbestimmungen des Bayerischen Bio-Siegels eingehalten werden. Diese orientieren sich an den Standards der Ökolandbauverbände und beinhalten beispielsweise die vollständige ökologische Bewirtschaftung des landwirtschaftlichen Betriebs sowie eine strengere Regelung der Verwendung von organischem Dünger. Ein staatlich streng überprüftes Kontrollsystem stellt sicher, dass diese Kriterien eingehalten werden.
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus
alp Bayern, Ludwigstraße 2, 80539 München
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