Warmes Wasser, feuchte Luft, günstige Winde: "Yasi" ist durch eine Verkettung besonderer Umstände so stark geworden - auch der Klimawandel trägt Schuld daran.
Eines zumindest ist gewiss: Yasi kommt nie wieder. Die exakte Mischung von Zufällen und Randbedingungen ist schließlich einmalig, die den tropischen Zyklon zu einem Sturm der höchsten Kategorie aufgeputscht und in Richtung australische Küste getrieben hat. Yasi dürfte dort so große Schäden anrichten, dass sein Name für immer aus dem australischen Register möglicher Sturmnamen gestrichen wird. Mit dem Anfangsbuchstaben Y verbleibt dann in der Liste nur noch Yvette.
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Infrarotaufnahme eines Wettersatteliten zeigt den Zyklon Yasi an der Nordostküste von Australien. Der betroffene Bundesstaat Queensland ist links im Bild zu sehen. (© Getty Images)
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Der tropische Zyklon hat auf seinem Weg zur Küste offenbar schon die Messstation Willis Island des australischen Wetterdienstes zerstört. Unterwegs hat er sich von der Kategorie drei auf die höchste Stufe verstärkt, Kategorie fünf. Seine Windböen erreichen also mindestens 280 Kilometer pro Stunde. "VERY DESTRUCTIVE", sehr zerstörerisch, der größeren Aufmerksamkeit halber in Versalien geschrieben, nennt die Regierung die zu erwartenden Winde. "Lebensbedrohlich" seien sie, sagt die Premierministerin des Bundesstaats Queensland, Anna Bligh: "Dieser Zyklon ist schlimmer als alles, was wir als Nation bewältigen mussten."
Die stärksten Böen seien zwischen den Städten Cairns und Ingham zu erwarten, warnte der Wetterdienst; sie liegen gut 200 Kilometer entlang der Küste auseinander. Yasi ist zudem so groß, dass betroffene Gebiete solche Windstöße drei bis vier Stunden lang ertragen müssen. Die Zone, über die immerhin noch "beschädigende Winde" fegen, erstreckt sich gar über gut 800 Kilometer, von Cape Flattery im Norden bis Sarina im Süden. Hier müssen sich die Bewohner auch auf überflutende Regenfälle einstellen - in Queensland, das in diesem Sommer schon gewaltige Überschwemmungen erlebt hat.
"Zyklon" ist dabei der in Australien und Südasien verwendete Name für die gewaltigen tropischen Wirbelstürme, die in Ostasien Taifune und in Amerika Hurrikane heißen. Der Mechanismus ihrer Entstehung ist stets ähnlich. Wenn die Oberfläche des Ozeans sehr warm ist - Sturmforscher nennen als Mindesttemperatur 26,5 Grad Celsius - und die Wolken in einigen Kilometern Höhe sehr viel kühler sind, dann steigt die warme Luft auf. Sobald die enthaltene Feuchtigkeit kondensiert, wird sehr viel Energie frei, die den Sturm antreibt. Das bestehende Tiefdruckgebiet intensiviert sich, Wind strömt von der Seite hinzu, die Erddrehung versetzt dem Ganzen einen kräftigen Spin.
Der beginnende Wirbelsturm verstärkt sich dann von selbst und zieht nach Westen sowie aus den Tropen in gemäßigtere Zonen: vor Australien also nach Südwest. Den genauen Kurs bestimmen unter anderem die großen Windfelder entlang seiner Zugbahn.
Seine besondere Kraft hat Yasi offenbar mehreren Umständen zu verdanken. Zum einen liegt der ganze Pazifik zur Zeit noch unter dem Eindruck von La Niña: Bei diesem wiederkehrenden Wetterphänomen kühlt der Osten des Pazifiks aus, der Westen heizt sich auf, die Luft wird feuchter und die Scherwinde nehmen ab. Wenn es in der Höhe aus einer anderen Richtung weht als an der Oberfläche, wird ein Zyklon in der Entstehung zerpflückt; insgesamt schafft La Niña also perfekte Bedingungen für einen Wirbelsturm.
Hinzu kommt, dass sich das Meer vor Australiens Küste offenbar durch den Klimawandel grundsätzlich erwärmt hat. Die Meeresoberfläche in der Korallensee, über dem Great Barrier Reef vor Queenslands Küste, war in den vergangenen Monaten teilweise mehr als zwei Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Dieser Überschuss hat sich in der letzten Januarwoche zwar verflüchtigt, aber die Wasserschichten bis 150 Meter Tiefe, aus denen der Zyklon seine Energie gewinnt, enthalten noch reichlich Wärme, um Yasi zu einem Killer aufzupeitschen.
(SZ vom 03.02.2011/mcs)
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Wirbelstürme sind Teil der globalen Kühlung der Erde,
mit der die eingestrahlte Sonnenwärme durch die Atmosphäre in den Weltraum transportiert wird. Da die Atmosphäre für Wärmestrahlung wenig durchlässig ist, muss der Transport der Wärme über konvektive Ströme von feuchter Luft erfolgen. Das ist die globale Dampfmaschine: Wirbelstürme sind also Energieaufzüge, die die durch Verdampfung von Wasser aufgenommene Energie nach oben befördern. Dort kondensiert der Dampf, setzt die Wärme wieder frei, die jetzt in dünner Atmosphäre als Infrarotstrahlung in den Weltraum abgegeben werden kann. Das Wasser fällt als Regen zurück zur Erde. Bei konstanter Sonneneinstrahlung und steigendem CO2 Gehalt wird der Strahlungskanal weiter verstopft, daher muss der Konvektionsmechanismus immer stärker werden: mehr Stürme, global mehr Niederschlag. Ein Wirbelsturm kann als räumliche Wärmepumpe verstanden werden. Hier wird die Wärme von der Erdoberfläche bis in einige Tausend Meter hoch befördert. Für das Entstehen eines Wirbelsturm muss das Wasser 26,7° C warm sein, die Dampfdruck des Wassers steigt exponentiell mit der Temperatur. Das macht plausibel, warum auch schon kleine Änderungen der mittleren Temperatur, dramatische Folgen haben können, wenn eine Grenze überschritten wird. Der CO2 Gehalt in der Atmosphäre ist höher als während der letzten 200 000 Jahre bestimmt aus Eisbohrkernen, wahrscheinlich höher als während der letzten 15 Millionen Jahre.
Die Eisbohrkerne zeigen, daß CO2 und Temperatur parallel laufen. Sicher, der CO2 Gehalt in der Atmosphäre könnte vor 100 Millionen Jahren schon mal höher gewesen sein, aber andererseits gab es ja schon einmal Dinosauriere.
der Pausenclown schlechthin. Ärgert sich über das "Gequatsche vom Klimawandel" und faselt dann selbst vom Klimawandel.
vom Klimawandel! Wenn ich schon "langjähriges Mittel" höre: Wie lang kann denn dieses "langjährig" wohl sein, in einem Land, das gerade mal vor 200 Jahren von Weißen besiedelt wurde? Selbst wenn die sofort mit Wettermessungen angefangen hätten - was sind schon 200 Jahre Erfahrung mit dem Wetter im Vergleich zu Hunderttausenden von Jahren, in denen sich die Natur verändert?
Was die Klimaideologen immer schön unter den Teppich kehren: Wir befinden uns am ENDE einer EISZEIT! Eiszeiten sind so definiert, daß die Pole ganzjährig vereist sind. Sind sie ja (noch) -> also wir leben in einer Eiszeit. Wie sieht wohl der (völlig natürliche!) Übergang zu einer Warmzeit aus? Es wird wärmer... War das jetzt so schwer?
Wohlgemerkt: Ich bin kein Verfechter des schonungslosen Umgangs mit Resoucen, schon gar nicht mit endlichen. Aber die Überheblichkeit, mit der der Mensch sich selber zu Zweck und Ursache aller Vorgänge auf dem Planeten macht widert mich an - ob es jetzt um Verschwendung oder schlechtes Gewissen geht.
P.S.: Hätte mal jemand die Aboriginals gefragt, wie sie mit ihrer immerhin 40.000 jährigen Erfahrung das Wetter heute einschätzen...
Mir würde da adhoc auch ein Gund für diese kriegsänlichen Verwüstungen einfallen.
Ein Zinssystem erfordert exponentielles Wachstum, was irgendwann an Grenzen stösst und das Finanzsystem kollabieren lässt, was nun bald wieder so weit ist.
Will man wieder ein System mit exponentiellen Wachstum innerhalb der o.g. Grenzen neu starten, muss erst mal richtig aufgeräumt werden.
Das über Zinsen wuchernde Geld muss weg, die nutzlosen Konsumenten müssen erheblich dezimiert werden und die geschaffenen Werte vernichtet werden. Wenn man ein Zinssystem haben will, muss das eben so sein.
Nun ist wertvoll zu wissen, daß man Wetter auch künstlich beeinflussen kann. Dazu muss man sich über Hochfrequenztechnologie informieren. In Alaska haben die Amis das Projekt Haarp mit dem man Erdbeben, Wetter und sogar Gemütszustände der Menschen auf der ganzen Welt beeinflussen kann.
http://www.science-explorer.de/reports/haarpprojekt.htm
Sie werden es vermutlich nicht hören wollen, aber wir befinden uns seit geraumer Zeit in einem Krieg, sie haben es nur noch nicht realisiert. Übrigens, unser Klima ist absolut gesund (was von unseren Eliten nicht behauptet werden kann).
Einziges relevantes Treibhausmittel ist der Wasserdampf und zusammen mit den Eisflächen um die Pole existiert ein geschlossenes ausgleichendes System, was der Mensch nicht zerstören kann.
Großes Lob für diesen sachlichen und vollumfassenden Artikel, der sämtliche Faktoren nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft berücksichtigt.
Gott sei Dank war Yasi kein "Killer" (weil keine Todesopfer), aber das konnten Sie zu dem Zeitpunkt ja noch nicht wissen.
Bleibt abzuwarten, was der ganze Regen mit dem schon gesättigten Erdreich veranstaltet. Wär schön, wenn das Wasser ordentlich abläuft und versickert.
Paging