Vor zwei Monaten entdeckten Forscher erstmals einen Planeten, der ähnlich lebensfreundlich wie die Erde zu sein schien. Nun folgt die Ernüchterung: Auf der Oberfläche ist es viel zu heiß.
Vor zwei Monaten sorgte ein Astronomenteam mit der Meldung für Aufsehen, auf einem Planeten des 20 Lichtjahre entfernten Sterns Gliese 581 könnten lebensfreundliche Bedingungen herrschen.
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Gliese 581 und sein Planet: lebensfeindliche Bedingungen (© Foto: Reuters)
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Dem widersprechen nun Forscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK. "Die Entdecker hatten damals angenommen, dass der Planet keine Atmosphäre besitzt", sagt PIK-Forscher Werner von Bloh. Damit errechnet sich eine erträgliche Temperatur um 40 Grad Celsius. Nimmt man aber eine für mögliches Leben notwendige Atmosphäre an, ergibt sich ein anderes Bild.
Die Gruppe um von Bloh hat ein Klimamodell auf den fernen Planeten angewendet, das viele geophysikalische Prozesse wie Vulkanismus, Tektonik und Verwitterung berücksichtigt und daraus unter anderem den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre bestimmt.
Dieses Modell errechnet für den Planeten Gliese 581c enorm viel CO2 und einen entsprechend starken Treibhauseffekt, so dass die Oberfläche höchstwahrscheinlich zu heiß ist für jede Form von Leben. Interessanterweise könnten auf einem weiteren Planeten in diesem System, Gliese 581d, die Bedingungen günstiger sein.
Die Modelle errechnen für diesen Planeten Temperaturen, die flüssiges Wasser erlauben. Allerdings würde die dortige Lufthülle allein an CO2 einen Druck von fünf Atmosphären aufbauen. Ein weiteres Problem würde möglichen Bewohnern dort das Leben erschweren.
Gliese 581d umkreist seinen Stern in geringem Abstand. Der Planet wendet seiner Sonne deshalb immer dieselbe Seite zu. Auf der einen Hemisphäre wäre es deshalb eher zu heiß, auf der anderen immer dunkel und sehr kalt.
(SZ vom 11.6.2007)
Großprojekte in Berlin
und nicht um eine Möglichkeit fürs Auswandern. Gliese 581 hat vermutlich drei Planeten. Bei einem davon nämlich Gliese 581c, nahm man anhand der Sonneneinstrahlung an, das er nach unseren Maßstäben bewohnbar sei. Das PIK hat nun aber in die Berechnungen die Wirkung einer Atmosphäre miteinbezogen. Das Ergebnis war, dass der Planet vermutlich zu heiß ist.
Auf den Webseiten vom PIK ist aber nicht zu ersehen, wie man dort auf eine Zusammensetzung der Atmosphäre kommt. Wenn man bedenkt, dass es im zweiten äon der Erdgeschichte dem Archaikum in der Atmosphäre zunächst keinen freien Sauerstoff gab, sondern dass dieser nur gebunden in Form von CO2 vorkam, hat man eine sehr große Bandbreite an Möglichkeiten, wie eine Atmosphäre auf Gliese 581c aussehen könnte.
Eventuell hat das PIK einfach die Erdatmosphäre auf Gliese 581c durchgerechnet. Die Aussagekraft einer solchen Rechnung wäre sehr dünn.
Wollte mal nachfragen, wie wir mit der heutigen (oder auch morgigen) Technik zu dem 20 Lichtjahre entfernten Planeten gelangen sollen? 20 Jahre braucht das Licht - und das ist verdammt schnell: 3 x 10 hoch 8 m/s, das sind 300 000 km pro Sekunde! Soviel ich weiss, können wir nicht mit Lichtgeschwindigkeit fliegen sondern unsere schnellsten Raumfahrzeuge schaffen es nicht mal auf 30 000 km/h - was ja immerhin noch 35 mal schneller ist als ein Linienjet. aber eben trotzdem noch 36 000 (!!) mal langsamer als das Licht! Ergo: Wir bräuchten 36 000 mal 20 Jahre, also 720 000 Jahre um dort hinzugelangen. Mann o mann, ganz schön viel Zeit, um sich ueber einen neuen Namen fuer diesen Planeten Gedanken zu machen... ;)
Es ist ein hässlicher Planet! Ein Bug-Planet!
Intelligente Menschen ziehen dank ihrer erworbenen hohen Bildung den unbedarften Bürger stets mit Lügengeschichten, die niemand entkräften kann, über den Tisch, denn die Elite will doch leben und viel Geld verdienen.
Erst wenn die Dummheit auf dem Planeten Erde besiegt ist, werden die Wissenschaftler hungern und ihren Götterstatus verlieren.
Liebe Redaktion!
Zeigt das Reuters-Foto da oben links tatsächlich, wie die BU angibt, den Planeten um die 20 Lichtjahre entfernte Sonne? Donnerwetter! Wo Reuters überall seine Fotojournalisten inschickt! (Oder ist das vielleicht doch nur eine frei erfundene Montage? Nein niemals, das würden Sie doch kenntlich machen!)
Witzig ist natürlich, dass Wissenschaftler "lebensfreundliche Bedingungen" ohne Atmosphäre postulieren konnten. Auch eine Lösung des terranen Klimaproblems. Und eine Mahnung, bei allen sogenannten wissenschaftlichen Informationen zunächst einmal ausgesprochen skeptisch zu sein. Der zunehmend gewünschte Kampf um Fördermittel und Wirtschaftssponsoren fördert solche medienwirksamen Blüten nämlich notgedrungen.
Paging