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Die Treue der Frösche
Forscher haben erstmals nachgewiesen, dass es monogam lebende Amphibien gibt. Ein Team der East Carolina University untersuchte südamerikanische Pfeilgiftfrösche, bei denen beide Eltern gemeinsam für den Nachwuchs sorgen.
Ihre Kaulquappen wachsen in kleinen Tümpeln auf, die sich in Blatt-Trichtern von Bromelien bilden - beschützt vom Vater. Beginnen sie zu hungern, ruft dieser sein Weibchen herbei. Das füttert die Kleinen mit unbefruchteten Eiern. Nach der ersten Paarung scheinen die Partner einander treu zu bleiben. Um das zu verifizieren, untersuchten die Biologen das Erbgut von zwölf Froschpaaren und von einigen Kaulquappen-Generationen (The American Naturalist, online).
Elf Paare waren zusammen geblieben, nur ein Männchen hatte sich mit zwei Weibchen gepaart. Verwandte Froscharten leben dagegen promisk, die Väter übernehmen die Brutpflege. Dass gerade die Frösche dieser einen Art monogam sind, liegt den Forschern zufolge an ihren Lebensumständen. Die Nachkommen entwickeln sich in kleinen Tümpeln mit wenig Nahrung. Zum Überleben brauchen sie daher die Fürsorge beider Eltern.
Foto: istock
(SZ vom 24.2.2010/fdr/beu)
Was gefällt Finkenweibchen am Gesang der Männchen am besten? Die ernüchternde Antwort gibt es auf der kommenden Seite.
25. März 2010, 14:21 2010-03-25 14:21:00