Getaktet vom Licht
Rentiere haben sich perfekt an das Leben am Polarkreis angepasst. Sie spreizen ihre Hufe, damit sie im Moorboden der Tundra nicht einsinken. Die Hohlhaare ihres Fells isolieren besonders gut.
Und sie haben offenbar die innere Uhr abgeschafft, berichten Forscher um Andrew Loudon von der Universität Manchester (Current Biology, online). Normalerweise steuert sie die Ausschüttung der Hormone im Tagesrhythmus; wichtig ist vor allem der Melatoninpegel für den Schlaf.
"Bei Rentieren hingegen scheint der Zeitgeber zu fehlen", sagt Loudon. Stattdessen reagiert die Melatonin-Produktion direkt auf Licht und Dunkelheit, ohne dass ein 24-Stunden-Rhythmus erkennbar wäre.
Womöglich wäre dieser im hohen Norden, wo wochenlange Polarnächte und Mitternachtssonne den Jahresablauf bestimmen, eher lästig.
Foto: AP (SZ vom 12.03.2010/cwb/gal)
Das Chamäleon hat selbst bei Kälte eine blitzschnelle Zunge - doch der Mechanismus hat einen Schönheitsfehler. Mehr dazu auf der nächsten Seite.
25. März 2010, 14:21 2010-03-25 14:21:00