Wetter Deutschland droht Mückenplage

Von Mitte Juni an könnte es draußen ziemlich unangenehm werden - denn die Stechmücken können sich gerade gut vermehren.

(Foto: imago/Nature Picture Library)

Das derzeitige Mistwetter ist ideal für Stechmücken. Ab Mitte Juni könnte es sehr unangenehm werden.

Von Tina Baier

Die Wettervorhersage für die nächsten Tage ist paradiesisch - zumindest für Stechmücken. Sie lieben heftige Regenfälle gepaart mit sommerlichen Temperaturen. "In den nächsten Wochen muss überall in Deutschland mit besonders vielen Mücken gerechnet werden", warnt die Deutsche Wildtier Stiftung deshalb.

Überflutete Wiesen und Pfützen seien ideale Brutstätten, und "geht die Temperatur nach dem Regen hoch, wirkt die Wärme wie ein Brutbeschleuniger für den Mücken-Nachwuchs". Aus den Eiern, die jetzt massenweise von den Weibchen gelegt werden, entwickeln sich innerhalb von zwei bis vier Wochen über das Larven- und Puppenstadium hinweg neue Quälgeister.

Von Mitte Juni an könnte es also vielerorts ziemlich unangenehm werden, sich draußen aufzuhalten. Um ihre Opfer zu finden, orientieren sich die Insekten vor allem an der Konzentration von Kohlendioxid in der Luft. Menschen und andere Lebewesen, die dieses Gas ausatmen, sind von einer regelrechten Kohlendioxidwolke umgeben.

Auch den Geruch von Ammonium und Buttersäure, die beim Schwitzen auf der Haut entstehen, finden die Insekten anziehend. Dass manche Menschen öfter gestochen werden als andere, liegt aber wahrscheinlich vor allem am individuell bedingten Körpergeruch. Wer selten gestochen wird, setzt möglicherweise Geruchsstoffe frei, die Mücken abstoßend finden.

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