Wiesenschaumzikaden können höher springen als jedes andere bekannte Lebewesen auf der Erde. Wissenschaftler haben herausgefunden, wie die Tiere das machen.

Bekannt sind Wiesenschaumzikaden (Philaenus spumarius) vor allem für den weißlichen, an Speichel erinnernden Schaum, den man an Pflanzen findet. Die Tiere legen in dieser "Kuckucks-" oder "Hexenspucke" ihre Eier ab.

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Wiesenschaumzikade (Philaenus spumarius) (© Foto: Anevrisme/Verwendung gemäß GNU Lizenz für freie Dokumentation)

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Dass die Tiere bis zu siebzig Zentimeter hochspringen können - mehr als das Hundertfache ihrer Körpergröße - ist dagegen erst seit wenigen Jahren bekannt.

Zum Vergleich: Das ist in etwa so, als ob ein Mensch aus dem Stand über die Cheops-Pyramide spränge, berichten Zoologen von der University of Cambridge. Auf das kleine Insekt wirke dabei etwa das 400-fache seines Körpergewichts ein.

Zum Vergleich: Die Sprunghöhe, die ein Floh erreicht, entspricht nur dem 135-fachen seiner Körpergröße.

Nun haben die Wissenschaftler auch eine Erklärung für die Sprungkünste der Tiere gefunden, wie sie in der Ausgabe der Fachzeitschrift BMC Biology berichten. Die Insekten besitzen eine bogenartige Struktur zwischen den Hinterbeinen und den Flügeln, erklärte Malcolm Burrows. Die Wiesenschaumzikade könne den Bogen mit ihren Muskeln wie ein Bogenschütze spannen und die Spannungsenergie wie ein Katapult in einem Satz entladen.

Nun versuchen Forscher, diese Bogenstruktur aus horniger Haut und einem gummiartigen Protein nachzubilden, um sie vermarkten zu können. Die Rekord-Zikaden sind in gemäßigten Klimazonen in Europa und Nordamerika weitverbreitet.

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(AFP/mcs)