"Wasser-Energie-Nexus" heißt diese zentrale Achse der globalen Wirtschaft in der Sprache der Experten. "Allerdings ist Öl, weil es teuer ist und sich der Transport über weite Strecken lohnt, eine globale Ressource, Wasser dagegen ist etwas Lokales", sagt Palaniappan, "daran müssen sich auch die Strategien im Umgang mit Wasserkrisen orientieren."
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Dennoch haben bislang die meisten Länder auf zentrale, teure Infrastruktur-Großprojekte gesetzt - Pipelines, Kanäle, Stauseen. Dämme und künstliche Wasserstraßen haben aber oft katastrophale soziale und ökologische Folgen. "Wir sind nah daran, die Grenzen der Verfügbarkeit von Wasser zu erreichen", mahnt zudem Palaniappan. "Da helfen auch neue Staudämme nichts mehr, wenn es nicht mehr zu stauen gibt."
Ihr Chef Peter Gleick versucht seit Jahren, Politiker und Wirtschaftsbosse von einem "Soft Path" zu überzeugen, einer Strategie jenseits des traditionellen, betonharten Wegs der Pipelines und Staumauern. Dieser sanfte Weg solle "nach wie vor auf sorgfältig geplante zentrale Infrastruktur zurückgreifen, aber diese mit kleinteiligen dezentralen Anlagen ergänzen".
Effizienterer Wassergebrauch notwendig
Es müsse darum gehen, Wasser effizienter zu gebrauchen "anstatt zu versuchen, ein unerschöpfliches Wasserangebot zu garantieren". Dezentral ließen sich zum Beispiel Regenwasserreservoire einrichten, und Effizienz bedeutet für Gleick, weniger Trinkwasser als bisher zum Wegspülen von Abfällen zu nutzen.
Möglichkeiten, Wasser sparsamer einzusetzen, werden seit Jahrzehnten entwickelt. In den USA oder Deutschland etwa ist seit 1970 der Gesamtwasserverbrauch von Haushalten durch sparsamere Toilettenspülungen, Duschen und Waschmaschinen deutlich gesunken. Auch viele Industriezweige kommen mit weniger Wasser als früher aus.
Für eine Tonne Stahl waren vor 70 Jahren noch 100 Tonnen Wasser nötig, derzeit sind es fünf. Auch auf Agrarflächen sind bessere Ernten mit deutlich weniger Litern pro Hektar möglich, wenn das Wasser effektiver genutzt wird, etwa mit Anlagen für Tropf-Bewässerung.
Für die Zukunft ist die Frage, wie Staaten, internationale Organisationen und Unternehmen die Wasserprobleme bewältigen, zumindest ebenso wichtig wie der Umgang mit schwindenden Ölreserven und dem Klimawandel. "Wasser ist selten per se knapp", sagt Christian Leibundgut, bis vor kurzem Leiter des Instituts für Hydrologie an der Universität Freiburg. "Wasserkrisen sind eigentlich immer die Folge falschen Managements."
In Spanien etwa wirft er dem Staat eine verfehlte Regulierung vor. "Noch verheerender" sei es aber, wenn der Rohstoff Wasser und die mit ihm verbundenen Dienstleistungen dem freien Markt überlassen würden. "Wir sehen das nicht nur in China, sondern auch in Großbritannien und Frankreich." Dort würden notwendige Investitionen immer wieder aufgeschoben. Durch Lecks in maroden Leitungen sickert beispielsweise ein Drittel des Londoner Trinkwassers ungenutzt in den Untergrund.
Deutschland gehört, sagt Leibundgut, beim Thema Wasser zu den Glücklichen des Planeten. "Nicht nur wegen des reichlichen Niederschlags und der große Flüsse wie Elbe und Rhein", sondern auch, "weil Wasser nach wie vor als öffentliches und nicht als privates Gut betrachtet wird".
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(SZ vom 17.03.2009/mcs)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Angesichts der Tatsache, dass tagtäglich mehrere hundert Menschen sterben, weil ihnen der Zugang zu sauberm Trinkwasser verwehrt ist, klingt die Äusserung eines der führenden Köpfe der Sanitärwitschaft wie Hohn, denn er gibt folgenden Rat:
Man sollte, da das Wasser in den Leitungen, wenn es über längere Zeit gestanden hat,vielleicht einige geschmackliche Eigenheiten aufweist, täglich morgens eine halbe Minute den Wasserhahn aufdrehen und es ablaufen lassen.
Na dann rechnen wir mal:
Wir haben in der BRD etwa 80.000.000 Einwohner,
dh. etwa 35.000.000 Haushalte,
von denen jeder 3 Wasserstellen hat.
Bei einer Fließgeschwindigkeit von geschätztem
7 Litern pro Minute
ergibt sich die Summe von
367.000.000 Litern Wasser pro Tag, im Jahr
133.355.000.000 Litern Wasser, die einfach so davonlaufen.
Das kann man sich mal auf der Zunge zergehen lassen - mir jedenfalls wird speiübel.
Bezeichnenderweise, war diese Meldung in der Abendzeitung vom Samstag irgendwo auf Seite sowieso zwischen blabla und achja.
Und anstatt dass ein Aufschrei durch die umweltbewusste Bevölkerung geht - passiert
gar nichts. Dass von den Verantwortlichen, die für einen solchen Bockmist gerade stehen sollten, nichts kommt, daran haben wir uns wohl schon längst gewöhnt -SOLLTEN WIR ABER NICHT!!!
....Menschenrechtsverletzung nach den Haag überführt.
"Wir, s.kraut und ich und all die anderen großen und kleinen Nutznießer sollten unser Verhalten ändern. Auch in unserem Interesse und dem unserer Kinder und Enkelkinder. "
Zu spät, viel zu spät; Klima, Wasser, Ressourcen, Energie, Nahrung, Versteppung und Desertifikation, Armut, Vermehrungsverhalten, Umweltzerstörung und -vergiftung ... usw.
Aber es ist schon richtig: das so genannte christliche Abendland hat mit dem Segen der Kirchen die Vorfahren derer, die heute unter wachsender Not leiden, erst ausgebeutet und in die Sklaverei entführt, dann mit der Inbrunst des Glaubens ihre Kultur zerstört - Mission nannte man das - danach mit den Segnungen der Medizin ihre Zahl erhöht und heute, wo all diese Bemühungen zum erheblichen Teil gefruchtet haben ... bleiben sie in Regen - nein, im Staube - stehen. Nur ändern können wir das nicht mehr, nur ihre Wut abwehren ... mit jedem Mittel sieht ...
Kuni
ja wer ist es denn?
Ist es wirklich die spanische oder italienische Küstenwache oder ist es - nach Vereinbarung zwischen den europäischen Staaten - Europa oder noch genauer: Der weiße Mann! Der gleiche, der die außereuropäischen Länder und Völker schon immer ausgebeutet hat. Der gleiche, nur dass er jetzt nicht mehr ausschließlich in Europa wohnt und recht gut lebt, sondern auch in Nordamerika, in Australien und Neuseeland.
Wir, s.kraut und ich und all die anderen großen und kleinen Nutznießer sollten unser Verhalten ändern. Auch in unserem Interesse und dem unserer Kinder und Enkelkinder.
Und wenn sie sich erheben, kommt die spanische oder italienische Küstenwache und schickt die Flüchtlinge wieder zurück.
Paging