Die eine Hälfte der Menschheit hat kein oder kaum sauberes Wasser. Die anderen Milliarden Menschen verbrauchen inzwischen offenbar mehr als nachfließt. Und warum Deutschland beim Thema Trinkwasser zu den Glücklichen des Planeten gehört.
Es ist, als hätte jemand eine riesige Dusche aufgedreht. Von einer Sekunde auf die andere steht man vom lauwarmen Regen völlig durchnässt auf der Straße, ein paar Minuten später steht das Wasser knöchelhoch.
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China hat im Februar den Wassernostand ausgerufen. Wegen anhaltender Dürre haben es nicht nur Bauern zunehmen schwer, genügend Wasser zu finden. (© Foto: Reuters)
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Alle Taxis sind sofort besetzt. Es ist Februar, Hochsommer in São Paulo, es regnet fast täglich und immer heftig. Die Stadt scheint in diesen Momenten zu ertrinken.
Wenn es Bewohnern der brasilianischen Metropole auch an vielem mangelt, Wasser dürften sie, so denkt man nach einem solchen Regenguss, wohl genug haben. Doch so absurd es klingt: São Paulo leidet an Wassermangel, es muss aus der Nachbarregion importiert werden.
Die wiederum braucht selbst immer mehr, um Campinas, die stetig wachsende drittgrößte Stadt des Bundesstaates, zu versorgen. Ähnliche Verhältnisse herrschen auch weit außerhalb der Tropen: Der Süden Englands mit seinem notorisch feuchten Wetter ist beispielsweise nach Kriterien der Weltbank eine Region mit akutem Wassermangel.
Wo viele Menschen wohnen, ist Wasser fast immer knapp. Insgesamt übersteigt die Nachfrage weltweit inzwischen deutlich die Menge, die aus sich natürlich erneuernden Quellen, gedeckt werden kann. Wasserexperten haben darum "Peak Water" ausgerufen - in Analogie zu dem auf das Erdöl gemünzten Begriff aus der Energiewirtschaft.
Dort beschreibt "Peak Oil" den Punkt, an dem die wachsende Nachfrage nach Erdöl die Fördermenge übersteigt. Beim Wasser war der Verbrauch noch nie so hoch wie heute, warnt ein Bericht der Vereinten Nationen im Hinblick auf das Welt-Wasser-Forum, das am Montag in Istanbul begonnen hat.
In Gegenden die, anders als London oder São Paulo, gleichzeitig auch noch wenig Niederschlag abbekommen, hat sich das Problem längst zur echten Wasserkrise ausgewachsen.
Im Norden Chinas verbrauchen die intensivierte Landwirtschaft, die florierende Industrie und eine Bevölkerung, deren wachsender Wohlstand die Ansprüche steigert, mehr Wasser, als die Natur nachliefern kann. In Indien werden gigantische Kanalprojekte diskutiert, um die Knappheit in weiten Teilen des Landes zu bekämpfen. In Spanien stellt man sich auf die Verwüstung weiter Gebiete ein.
Sinkende Niederschläge
Ohnehin eher trockene Länder wie Australien oder Äthiopien litten im vergangenen Jahr unter extremer Dürre. Und die Prognosen sehen dort weiter sinkende Niederschläge voraus. Wie genau sich das Klima und damit die Wassersituation wo auf der Erde entwickeln wird, weiß niemand, sagt Malin Falkenmark, Hydrologin am Stockholm International Water Institute.
Doch ihrer Meinung nach muss man sich vielerorts darauf einstellen, dass deutlich weniger Wasser zur Verfügung stehen wird als heute.
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Sparpaket
Angesichts der Tatsache, dass tagtäglich mehrere hundert Menschen sterben, weil ihnen der Zugang zu sauberm Trinkwasser verwehrt ist, klingt die Äusserung eines der führenden Köpfe der Sanitärwitschaft wie Hohn, denn er gibt folgenden Rat:
Man sollte, da das Wasser in den Leitungen, wenn es über längere Zeit gestanden hat,vielleicht einige geschmackliche Eigenheiten aufweist, täglich morgens eine halbe Minute den Wasserhahn aufdrehen und es ablaufen lassen.
Na dann rechnen wir mal:
Wir haben in der BRD etwa 80.000.000 Einwohner,
dh. etwa 35.000.000 Haushalte,
von denen jeder 3 Wasserstellen hat.
Bei einer Fließgeschwindigkeit von geschätztem
7 Litern pro Minute
ergibt sich die Summe von
367.000.000 Litern Wasser pro Tag, im Jahr
133.355.000.000 Litern Wasser, die einfach so davonlaufen.
Das kann man sich mal auf der Zunge zergehen lassen - mir jedenfalls wird speiübel.
Bezeichnenderweise, war diese Meldung in der Abendzeitung vom Samstag irgendwo auf Seite sowieso zwischen blabla und achja.
Und anstatt dass ein Aufschrei durch die umweltbewusste Bevölkerung geht - passiert
gar nichts. Dass von den Verantwortlichen, die für einen solchen Bockmist gerade stehen sollten, nichts kommt, daran haben wir uns wohl schon längst gewöhnt -SOLLTEN WIR ABER NICHT!!!
....Menschenrechtsverletzung nach den Haag überführt.
"Wir, s.kraut und ich und all die anderen großen und kleinen Nutznießer sollten unser Verhalten ändern. Auch in unserem Interesse und dem unserer Kinder und Enkelkinder. "
Zu spät, viel zu spät; Klima, Wasser, Ressourcen, Energie, Nahrung, Versteppung und Desertifikation, Armut, Vermehrungsverhalten, Umweltzerstörung und -vergiftung ... usw.
Aber es ist schon richtig: das so genannte christliche Abendland hat mit dem Segen der Kirchen die Vorfahren derer, die heute unter wachsender Not leiden, erst ausgebeutet und in die Sklaverei entführt, dann mit der Inbrunst des Glaubens ihre Kultur zerstört - Mission nannte man das - danach mit den Segnungen der Medizin ihre Zahl erhöht und heute, wo all diese Bemühungen zum erheblichen Teil gefruchtet haben ... bleiben sie in Regen - nein, im Staube - stehen. Nur ändern können wir das nicht mehr, nur ihre Wut abwehren ... mit jedem Mittel sieht ...
Kuni
ja wer ist es denn?
Ist es wirklich die spanische oder italienische Küstenwache oder ist es - nach Vereinbarung zwischen den europäischen Staaten - Europa oder noch genauer: Der weiße Mann! Der gleiche, der die außereuropäischen Länder und Völker schon immer ausgebeutet hat. Der gleiche, nur dass er jetzt nicht mehr ausschließlich in Europa wohnt und recht gut lebt, sondern auch in Nordamerika, in Australien und Neuseeland.
Wir, s.kraut und ich und all die anderen großen und kleinen Nutznießer sollten unser Verhalten ändern. Auch in unserem Interesse und dem unserer Kinder und Enkelkinder.
Und wenn sie sich erheben, kommt die spanische oder italienische Küstenwache und schickt die Flüchtlinge wieder zurück.
Paging