Die US-Weltraumfähre hebt nun doch nicht ab ins All: Die Nasa sagte den Start rund zweieinhalb Stunden vorher ab. Als Grund nannte sie nicht das Wetter, sondern einen technischen Deffekt.

Aus technischen Gründen ist der ursprünglich für Mittwochnachmittag (Ortszeit) geplante Start der US-Raumfähre "Discovery" verschoben worden.

Die Triebwerke der Discovery bleiben vorerst aus. (© Foto: AP)

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Bei der Treibstoffversorgung der Fähre sei ein Problem aufgetreten, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa knapp zweieinhalb Stunden vor dem bislang angesetzten Starttermin mit.

Ein neuer Termin wurde zunächst nicht genannt. Die "Discovery" ist die erste US-Raumfähre, die nach dem Unglück der "Columbia"-Raumfähre im Februar 2003 wieder ins All starten soll.

Die sieben Astronauten waren bereits in das Shuttle eingestiegen und in ihren Sitzen festgeschnallt, als die Nachricht kam. Sie stiegen aus und wurden vom Kontrollzentrum am Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zurückgebracht.

Zuvor hatte schon die Nasa-Meteorologin Kathy Winters Zweifel an einem Start erhoben. Wegen eines herannahenden Unwetters hatte sie die Startchancen kurz zuvor nur noch mit 40 Prozent beziffert.

Eine Schrecksekunde gab es zudem bereits am Dienstag mitten im Countdown für den Start der "Discovery", der für 21.51 Uhr (MESZ) geplant war. Eine Plastikabdeckung hatte sich von einem Fenster am Bug gelöst, war in die Tiefe gestürzt und hatte Hitzeschutzkacheln am Rumpf des Shuttles beschädigt. Das betroffene Paneel sei ausgetauscht worden, teilte Nasa-Sprecherin Stephanie Stilson mit.

Die Panne erinnerte auf makabre Weise an die Ursache des "Columbia"-Absturzes bei der Rückkehr in die Erdatmosphäre am 1. Februar 2003. Beim Start der "Columbia" war der Hitzeschutzschild des Shuttles beschädigt worden, was nach Ermittlungen der Nasa zu der Katastrophe beim Landeanflug führte.

Das Shuttle-Programm wurde nach dem Absturz, bei dem alle sieben Astronauten ums Leben kamen, ausgesetzt. Danach wurden der externe Treibstofftank neu konstruiert und rund 50 weitere technische Verbesserungen vorgenommen.

Nasa-Chef Michael Griffin bezeichnete es als "absolut wichtig für die Nasa, für die Nation, für unser Weltraumprogramm, eine sichere Mission zu fliegen".

Mit der NASA hofft auch die europäische Raumfahrtorganisation ESA auf einen Erfolg. Denn die US-Raumfähren sollen bei künftigen Missionen auch das "Columbus-Labor" zur Internationalen Raumstation bringen, deren Ausbau wegen des Ausfalls der Fähren ruhte.

Am Aufbau der ISS sind elf durch die Esa vertretene europäische Länder sowie die USA, Russland, Japan und Kanada beteiligt. Das Esa-Labormodul "Columbus" soll die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten voranbringen.

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(sueddeutsche.de/dpa/AP/AFP)