Wie industriefreundlich ist der WWF? Zum 50. Gründungsjubiläum der Organisation hat der WDR hinter den Kulissen des renommierten, weltweit agierenden Umweltverbandes recherchiert. Seine brisante Dokumentation zeigt, wie tief sich der Verband in Interessenssphären der Wirtschaft und ihrer Milliardengewinne verstrickt hat.
Tigerbabys, Eisbärenkinder, Orang-Utan-Jungen - sie sehen mitleidig aus, süß, und kuschelig, mit ihren großen Augen und den Stupsnasen. Passt perfekt ins Kindchenschema. Es gibt nur noch eine Steigerung: der Panda, das Kindchenschema schlechthin.
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Kratzer am guten Image des WWF: Der WDR zeigt eine kritische Dokumentation über den Naturschutzverband (Archiv: Aktion des WWF in Paris, 2008) (© AFP)
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Der Panda ist das Wappentier des global bekannten World Wide Fund For Nature, der auch heute noch bei seinem früheren Namen World Wildlife Fund genannt wird. Der mächtigste Naturschutzverband der Welt hat Marktforschern zufolge eines der glaubwürdigsten Images der Welt. Er steht für Klimaschutz, Nachhaltigkeit, den Erhalt der biologischen Vielfalt der Erde, seit nunmehr 50 Jahren.
Und ist er ständig auf der Suche nach Spendern. Im Dienste der Natur. Kinder plündern schon mal ihr Sparschwein, sammeln Tierbildchen, die der Supermarktriese Rewe in Kooperation mit dem WWF bis vor kurzem beim Einkaufen verschenkte und einen Sammelhype auslöste ("Tier-Abenteuer - Entdecke sie alle!"). Den Spendern wird suggeriert, sie kauften sich ein Stückchen heile Welt.
Doch sieht die Realität in Teilen ganz anders aus?
Die einflussreiche Umweltorganisation WWF mit ihren jährlich etwa 500 Millionen Euro an Spenden, rund 4000 Mitarbeitern und Gliederungen in mehr als 100 Ländern hat sich nach WDR-Recherchen in Interessenslagen der Industrie verstrickt - der Bericht wirft die Frage auf, ob die Arbeit des Verbands mit dem Slogan "For a living Planet" ("Für einen lebendigen Planeten") vereinbar ist.
In der WDR-Dokumentation "Der Pakt mit dem Panda", die die ARD vergangenen Mittwoch um 23.30 Uhr ausgestrahlt hat, legt der mehrfache Grimme-Preisträger Wilfried Huismann nahe, dass die Gutgläubigkeit der Spender stellenweise gehörig strapaziert wird für Interessen, die kaum der Bewahrung des Planeten dienen.
Reise um den Globus
Huismann dokumentiert, dass der WWF offenbar zweifelhaften Unternehmen zu "Nachhaltigkeitszertifikaten" verhilft. Der Verband arbeitet an "runden Tischen" mit Gentechnikunternehmen wie dem Agrargiganten Monsanto und dem multinationalen Konzern Wilmar zusammen - und bestätigt ihnen demnach, dass sie "nachhaltig" Soja und Palmöl produzieren.
Die Naturschutzorganisation rechtfertigt in dem Film solch enge Zusammenarbeit mit einem "unideologischen" Kurs, der viel mehr bringe als konsequente Ablehnung. Huismann zeigt mit seinen Recherchen, welche Folgen diese Zusammenarbeit mit der Industrie haben kann.
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Keine Sorge, ich hatte - glücklicherweise - noch nie für den WWF gespendet; es entgeht Ihnen also keine erwartete Zuwendung, auch wenn das bisher nur Zufall war.
Nunmehr bin ich über diesen Zufall überaus froh. Wie man Palmöl-Produktion zu Lasten gerodeten Regenwaldes und insbesondere Soja-Monokulturen mit proprietärem Saatgut, was Bauern dauerhaft in ruinöse Abhängigkeit von diesem mafiösen Saatgut-Monster bringt (vgl. auch Food Inc, die m.E. bislang beste Sendung/DVD zu diesem Thema), als nachhaltig bezeichnen kann, entzieht sich dem logischen Menschenverstand vollkommen.
Und das auf die amerikanische Unterabteilung und unterschiedliche Meinungen zu schieben, ist nochmals extra billig. Aber da muss man wohl nicht überrascht sein. So ist jede Landesabteilung für einen anderen Missstand "zuständig" und man kann trotzdem über Ländergrenzen hinweg kräftig und hemmungslos kassieren. Sehr geschickt!
Ich weiß jedenfalls, welche Auffassung ich zum WWF in Zukunft vertreten werde, und bin jetzt schon auf die Beschwichtigungsversuche gespannt.
und der damit einhergehenden Abholzung großer Regenwaldflächen in den Hauptanbaugebieten der Ölpalme steht der Anbau von Ölpalmen international sowohl bei Umweltschutzorganisationen als auch politisch in der Kritik. Der Anbau der Ölpalmen erfolgt zudem nach gängiger Einschätzung gegenwärtig in ökologisch nicht nachhaltiger Weise. Verschiedene Umweltschutzorganisationen, in Deutschland insbesondere Greenpeace und Rettet den Regenwald, weisen darauf hin, dass für die Errichtung von neuen Ölpalmplantagen in großem Umfang Regenwälder zerstört werden. Diese Aussagen wurden durch Forschungsergebnisse auf der Basis von Daten der FAO bestätigt, nach denen zwischen 1990 und 2005 1,87 Millionen Hektar Palmölplantagen in Malaysia und mehr als 3 Millionen Hektar in Indonesien neu angelegt wurden, von denen mehr als die Hälfte durch Abholzung von Wäldern entstand.
Ich sehe nur Fakten nichts als Fakten!
Der WWF war vom Anfang an ein Jagdklub es ist nie um Tierschutz oder Umweltschutz gegangen! Und schon Prins Bernhard hat sich von Konzernen wie SHELL kaufen lassen! Diese Tradition lebt weiter!
Mit Monsanto ist der WWF am Tiefpunkt angelangt! Es gibt keine Steigerung mehr!
Das Greenwashing vom WWF sollte endlich für alle Konsumenten sichtbar gemacht werden! Diese Dokumentation wird die Debatte über diese WWF Greenwashing Praxis aufleben lassen!
Und Kritische Kunden auf der ganzen Welt werden Partner vom WWF hinweisen auf die durschaute Greenwashing Praxis! Die Nachhaltigkeits Chefin von COOP in der Schweiz, die mit dem WWF sehr viele Projekte macht, hat von mir schon den Link zur Doku der Pakt mit dem Panda in der ARD Mediathek erhalten!
http://bit.ly/Paktmitdempanda Damit COOP nicht sagen kann wir haben es nicht gewusst! Diese Dokumentation zeigt ein einwandfreies Bild vom WWF! Die Tatsache dass Sie nicht bereit waren zu einem Interview und versucht haben andere Interviews zu verhindern sagt alles! Der WWF sollte sich einfach konzentrieren auf GREENWASHING und normale Spender in RUHE lassen!
Dann wissen alle welchen Wert die gekauften WWF Zertifizierungen
haben! Es geht beim WWF um Geld nichts anderes Zählt! Menschen zählen nicht Tiere zählen nicht die Umwelt zählt nicht..was beim WWF zählt ist GELD! Die Art und Weise wie Sie ihre Spender für BLÖD verkaufen und 500 Millionen einsammeln ist einmalig!
Meine Hochachtung für diese Meisterleistung
Jahrelang hat der WWF uns mit schönen und traurgen Bildern manipuliert.
Ich sage Danke für den ausgezeichneten Bericht und den neuen Erkenntnissen.
Genmanipulierte Pflanzen sind also nachhaltig in Euren Augen?!! Ihr habt dafür kein Mitleid verdient, sondern einen auf die Zwölf!
Paging