985 Tiere wollten die japanischen Walfänger erlegen - aber sie haben nur 55 Prozent ihres Jagdziels erreicht. Verantwortlich dafür macht Tokio gewaltsame Proteste von Tierschützern.

Die japanische Walfangflotte hat in dieser Saison nur 55 Prozent ihres Jagdziels von 985 Tieren erreicht.

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Das Greenpeace-Schiff My Esperanza versucht, das japanische Walfangschiff Yushin Maru No. 2 zu behindern. (© Foto: Reuters/Greenpeace)

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Die Regierung in Tokio machte dafür am Montag gewaltsame Proteste von Tierschützern verantwortlich, außerdem seien weniger Wale als in den vergangenen Jahren gesichtet worden.

Die Flotte werde am Dienstag die Rückkehr von der Antarktis nach Japan antreten.

Getötet wurden 551 Zwergwale, ursprünglich wurde die Zahl von 935 Zwergwalen und 50 Finnwalen angestrebt. Japan tötet die Wale vorgeblich zu wissenschaftlichen Zwecken. Seit 1986 besteht ein Moratorium für den kommerziellen Walfang.

"Wir hatten nicht genug Zeit für Forschung, denn wir mussten Sabotage verhindern", erklärte das Fischereiministerium. Aktivisten der Organisation Sea Shepherd hatten die Walfangflotte mehrfach gestört.

Nach japanischen Angaben wurden in dieser Saison weniger Zwergwale in der Region als vor zwei Jahren entdeckt. Treibeis habe den Zugang zu den Tieren teilweise behindert.

Ob es tatsächlich weniger Wale gibt, ließ das Fischereiministerium offen. Erst eine wissenschaftliche Analyse werde ergeben, ob die Zahl der Wale zurückgehe oder nicht, sagte ein Sprecher.

Tierschützer begrüßten die Tatsache, dass Japan sein Jagdziel nicht erreichte. Doch sei auch die niedrigere Zahl zu hoch. "Sie liegt immer noch über den 400, die sie vor etwa drei Jahren erlegt haben. Also ist es im Vergleich zu früheren Jahren immer noch viel", sagte Junichi Sato, Projektleiter Walfang bei Greenpeace.

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(dpa/SZ/mcs)