Wahre LiebesdramenWo die Liebe tragisch endet

Shakespeares Romeo und Julia stehen für tragische Liebe. Doch es gibt historische Vorbilder.

Kleopatra und Mark Anton Selbst Shakespeare widmete Anfang des 17. Jahrhunderts diesem Paar eine seiner Tragödien. Die ägyptische Königin Kleopatra bemühte sich um das Bestehen Ägyptens als eigenständige Großmacht neben der Weltmacht Rom. Zu diesem Zweck ging sie zuerst eine Affäre mit dem römischen Diktator Gaius Julius Caesar ein, dem sie einen Sohn gebar. Nach dessen Tod wurde sie die Geliebte des römischen Generals Marcus Antonius, der zusammen mit Octavian das zweite römische Triumvirat bildete. Drei Kinder gingen aus der Beziehung hervor. Antonius verlor schließlich den Kampf um die Alleinherrschaft über Rom gegen Octavian - vor allem, weil die ägyptischen Truppen ihn im Stich ließen. Nach der entscheidenden Schlacht erhielt er in Alexandria die Nachricht vom Selbstmord Kleopatras. Er stürzte sich in sein Schwert. Allerdings lebte er noch lange genug um zu erfahren, dass die Pharaonin gar nicht tot war. Angeblich ließ er sich zu ihr bringen und starb in ihren Armen. Danach bemühte sich Kleopatra erfolglos um Octavius, den späteren Kaiser Augustus. Sie hoffte, ihrem Sohn den ägyptischen Thron zu sichern. Doch Octavius ließ sich auf keine Beziehung ein. Aus Angst, als Kriegsgefangene nach Rom gebracht zu werden, so heißt es, brachte sich Kleopatra um, indem sie sich von einer Kobra beißen ließ.

Bild: oh

13. Februar 2009, 16:582009-02-13 16:58:00 ©