Wie die Korea Times vergangene Woche berichtete, will die Regierung den Roboter noch dieses Jahr an der Grenze zur demilitarisierten Zone zwischen den beiden Koreas testen.
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JamBot, ein Aufblasroboter aus dem ChemBot-Programm des Pentagon, entwickelt von der Firma iRobot: Das Gerät kann mit Hilfe von Druckluft seine Form verändern und sich durch enge Spalten und Löcher zwängen. (© iRobot Corporation)
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Selbst wenn man annimmt, dass eine derartige Methode der Selbstverteidigung angemessen ist, bleibt die Frage, wer etwa für einen Fehler des Systems haftbar ist: der Betreiber, der Hardware-Hersteller, der Software-Programmierer?Und wie verhält es sich mit dem Operator in Nevada, der die Drohne in Pakistan steuert: Darf er als legaler Kombattant im Sinne der Genfer Konventionen betrachtet werden, den man als Gegner in dessen Vorgarten erschießen darf?
Als Peter Singer sich beim Internationalen Roten Kreuz in Genf erkundigte, ob die Organisation sich nicht mit dem Krieg der Maschinen beschäftigen wolle, beschied man ihm, dass man sich nicht um Science Fiction kümmern könne.
Derweil gab es 2007 einen Zwischenfall in Südafrika: Bei einer Übung sollte ein automatisches Anti-Luftwaffen-System in den Himmel schießen. Wegen einer Software-Panne senkte das Maschinengewehr jedoch seinen Lauf und schoss im Kreis um sich. Als ihm endlich die Munition ausging, lagen neun tote Menschen auf dem Boden.
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(SZ vom 01.07.2010/cosa/mcs)
Demonstrationen in Hamburg
Zitat:"Selbst wenn man annimmt, dass eine derartige Methode der Selbstverteidigung angemessen ist, bleibt die Frage, wer etwa für einen Fehler des Systems haftbar ist: der Betreiber, der Hardware-Hersteller, der Software-Programmierer?"
Grundsätzlich haftet erst mal der, der den Roboter betreibt. Das ist so ähnlich wie wenn man einen Pit Bull auf dem Gelände frei laufen lässt. Wenn der aus Versehen den falschen Mann beißt oder tötet haftet auch der Halter.
Zitat:"Und wie verhält es sich mit dem Operator in Nevada, der die Drohne in Pakistan steuert: Darf er als legaler Kombattant im Sinne der Genfer Konventionen betrachtet werden, den man als Gegner in dessen Vorgarten erschießen darf?"
Grundsätzlich, Ja. Und selbst verständlich kann derjenige Operator auch wg. Kriegsverbrechen angeklagt werden.
Auch Herr Weber begeht den Fehler mangelnder Differenzierung. Die Roboter von heute sind noch weit von wirklicher Autonomie entfernt. Eine Hellfire Rakete für die Panzerjagd ist viel selbstständiger als ein SGR1 oder die meisten anderen so genannten Roboter Aber auch eine Hellfire Rakete entscheidet nicht darüber ob ein Objekt auch ein Ziel ist. Drohnen und andere Fahrgeräte sind erst einmal nichts anderes als ferngesteuerte Vehikel mit hohem Automatisierungsgrad. Sie bewegen sich selbstständig auf einem vorgegebenen Kurs (Was für Landsysteme viel schwieriger ist als für fliegende Drohnen). Sie ersetzen nicht den Menschen als letzte Instanz für Entscheidungen. Sei es über einen Waffeneinsatz oder auch nur für eine Kursänderung. Es wird auch noch sehr lange dauern bis Drohnen dazu fähig sein werden (Wenn überhaupt jemals). Unter Gefechtsbedingungen ist es für Soldaten schon schwierig genug, Freund (oder auch nur unbeteiligte Zivilisten) von Feind zu unterscheiden. Roboter sind damit völlig überfordert. Natürlich kann man es sich einfach machen und einfach ein Gebiet zur 'freien Feuerzone' erklären, wie die US-Streitkräfte in Vietnam (und jetzt in Afghanistan und Pakistan) oder die Israelis in Ghaza. Aber dieses Verhalten schafft eine miese Presse und nicht jeder Staat kann sich das leisten.
Außerdem, bei einem Konflikt zwischen entwickelten Staaten werden auch moderne Stör- und Täuschtechniken eingesetzt. Drohnen und Roboter sind für diese Maßnahmen viel anfälliger als Menschen.
Was gibt es da falsch zu interpretieren? Diejenigen, die kriegführen und töten, brauchen nicht mehr hinzugehen, nur die Opfer, die haben diese Möglichkeit nicht. Die müssen nach wie vor live, vor Ort, in Farbe und in der Realität sterben und wissen nicht warum und wofür. Oder gibt´s für´s Sterben auch schon mechanische Ersatzopfer?
Drohnen machen ja keinen Sinn, wenn es keine zu killenden Menschen gibt. Dann bräuchte man sich die Mühe ja gar nicht zu machen, sie mit Bomben zu bestücken.
Am Ende eines soldatischen Arbeitstages, angefüllt mit Aufklären, Zerstören und Töten aus gut 11.000 Kilometern Entfernung, können die Joystick-Krieger nach Hause fahren, die Tochter von der Schule abholen und den Rasen mähen.
Almost. Ein Soldier in Nevada berichtete dem Reporter: "Auf dem Nachhauseweg kaufe ich vielleicht noch eine Packung Milch. Und zu Hause spiele ich mit meinem Sohn einschlägige Ballerspiele:
Meistens gewinnt er."
"Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin"
Ausser natürlich den Opfern, oder?
"Es ist die logische militärische Antwort auf die Selbstmordattentate, die (ebenso feige) Tarnung und Deckung unter der Zivilbevölkerung, ... die Mißachtung des Völkerrechts, wie sie ständig von islamistischer Seite geschieht. "
Selbstmordattentate mag man verurteilen, eines sind sie mit Sicherheit nicht: feige!
Feige ist es vom sicheren Sessel aus, Frauen und Kinder in tausenden von Kilometern Entfernung zu zerfetzten.
Wenn es eine logische Konsequenz in unserer brutalen Zeit gibt, dann die:
Selbstmordattentate von "Islamisten" sind die logische Konsequenz der jahrhundertelangen Missachtung aller menschlichen Rechtsbegriffe durch westliche Gewalttäter. Mögen Sie sich nun Kolonialherren, Heidenbekehrer, Imperialisten oder, ganz modern, Menschenrechts- und Demokratiebringer nennen.
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