Biologie Warum der Habicht sich auf die weiße Taube stürzt
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Weißen Tauben wird ihr auffälliges Gefieder häufig zum Verhängnis. Raubvögel greifen bevorzugt die hellen Vögel an. Vom Aussterben sind die weißen Tiere dennoch nicht bedroht, denn sie haben einen großen Vorteil.
Als weiße Taube lebt es sich gefährlich: Wenn Habichte auf Taubenjagd gehen, visieren sie bevorzugt sehr helle Exemplare an. Mehr als 20 Prozent der von ihnen erbeuteten Tauben sind weiß, obwohl der Anteil der weißen Tiere unter allen Stadttauben lediglich bei 1,6 Prozent liegt. Das berichtet Christian Rutz von der Universität Oxford (Current Biology, online).
Die weiße Taube sticht aus der grauen Vogelgruppe heraus.
(Foto: STA)Wenn sich städtische Tauben bedroht fühlen, rotten sie sich zusammen und bieten so dem Angreifer kein scharfes Ziel. Weiße Tiere aber stechen aus den monoton graublauen Taubenverbänden heraus und sind für die Habichte leicht auszumachen.
Raubvögel, die diese zielgerichtete Jagdstrategie besonders gut beherrschen, verzeichnen bessere Jagdquoten und pflanzen sich deshalb auch erfolgreicher fort, sagt Christian Rutz.
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Er suchte in 35 Habicht-Gelegen in Hamburg nach Taubenfedern. Dabei stellte er fest, dass Raubvögel, in deren Nestern sich besonders viele weiße Taubenfedern fanden, ihre Eier früher legen und größeren Nachwuchs haben.
Die clevere Jagdstrategie ist aber nicht angeboren. Junge Habichte lassen sich wesentlich häufiger von den Tauben im Pulk verwirren als ihre älteren Artgenossen. Trotz deren Vorliebe für weiße Tauben sind diese nicht vom Aussterben bedroht, denn auch Tauben bevorzugen die auffälligen, seltenen Tiere - bei der Partnerwahl.