In Peking haben Vertreter von rund 90 Staaten und mehr als 20 Organisationen beschlossen, den Kampf gegen die Geflügelpest besser zu koordinieren und finanzieren. Erste Finanzierungszusagen gibt es bereits.
Auf einer Geberkonferenz in Peking sagten Teilnehmer aus rund 90 Staaten und von mehr als 20 Organisationen insbesondere den Entwicklungsländern mehr Hilfe und Kooperation zu.
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Eindringlich wurde vor der Gefahr einer Pandemie mit Millionen von Toten gewarnt, falls sich das Virus der Geflügelseuche in eine leicht von Mensch zu Mensch übertragbaren Form ändern sollte.
Zum Auftakt der zweitägigen Konferenz wurden erste Finanzzusagen gemacht, die sich nach dem Willen der Vereinten Nationen bis Mittwoch auf 1,1 Milliarden Euro summieren sollen.
"Die Welt steht vor der Entstehung einer hoch ansteckenden Krankheit", warnt eine "Pekinger Erklärung", die zum Abschluss angenommen werden soll. Die Vogelgrippe habe sich von Asien in den Nahen Osten und Europa ausgebreitet.
Lateinamerika und Afrika könnten die nächsten betroffenen Regionen sein. Es bestehe die "reale Möglichkeit", dass eine Veränderung des Virus zu einer Übertragung zwischen Menschen und einer weltweiten Epidemie führen könne.
"Wir müssen koordinierte, schnelle und entschlossene Maßnahmen ergreifen, um eine Pandemie unter Menschen zu verhindern, uns darauf vorzubereiten und diese unter Kontrolle zu bringen", heißt es weiter.
Die Weltbank hat bereits 500 Millionen US-Dollar (412 Millionen Euro) für den Kampf gegen die Vogelgrippe bereitgestellt. Die Europäische Union gibt 80 Millionen Euro für das UN-Finanzpaket und zusätzlich 20 Millionen Euro für die Forschung. Die deutsche Bundesregierung sagte rund 13 Millionen Euro zu.
Das Schweizer Pharma-Unternehmen Roche spendete der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weitere Bestände seines Grippemittels Tamiflu für zusätzlich zwei Millionen Behandlungen. Damit kann die WHO das Grippemittel nunmehr für mehr als fünf Millionen Patienten in regional verteilten Lagern speziell für Entwicklungsländer bereithalten.
Die Konferenz wird gemeinsam von Chinas Regierung, der Weltbank und der EU organisiert. Am Mittwoch will Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao einen Bericht über die Lage in China vorlegen, das die weltweit größte Geflügelpopulation hält. Offiziell haben die chinesischen Behörden im vergangenen Jahr in 13 Provinzen mehr als 30 Ausbrüche eingeräumt.
154.600 Tiere sind gestorben, weitere 22,5 Millionen wurden notgeschlachtet, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Experten gehen davon aus, dass in China aber noch lange nicht jeder Ausbruch bei Tieren oder jede Infektion eines Menschen entdeckt und gemeldet werden.
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(dpa)
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