In Kinderwagen wähnen Eltern ihre Kleinen gut aufgehoben - vielfach zu Unrecht: Die Stiftung Warentest hat in zahlreichen Modellen schädliche Substanzen gefunden. Der Preis macht dabei keinen Unterschied.
Zu enge Sitze, zu kurze Tragetaschen: Ein Kinderwagen-Check der Stiftung Warentest ist erneut verheerend ausgefallen. Selbst Wagen zum Preis von mehr als 900 Euro fanden vor den kritischen Augen der Prüfer keine Gnade. Am häufigsten bemängelten die Tester Schadstoffe in Bezügen, Gurten, Griffen und Regenschutz.
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2006 fiel bereits ein Buggy-Test negativ aus. (© Foto: AP)
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Sie kritisierten aber auch zu kurze Tragetaschen für Babys und zu enge Sitze für Kleinkinder. Bei dem Test von 14 Modellen in allen Preisklassen erreichte kein Kinderwagen die Noten "sehr gut" oder "gut". Gleich zehn Modelle schnitten mit "mangelhaft" ab, teilte die Stiftung am Donnerstag in Berlin mit.
In den Szenevierteln der Großstädte kann ein Kinderwagen schnell zum Statussymbol werden - oder zum Kultobjekt. Beliebte Marken haben ihren Preis. Eltern zahlen für einen Wagen oft mehr als 500 Euro. Im Test bekam ein 910-Euro-Modell jedoch keine bessere Gesamtnote als ein 299-Euro-Konkurrent: "befriedigend". Denn in beiden fanden sich schädliche Substanzen wie Weichmacher oder Formaldehyd an Stellen, mit denen Babys und Kleinkinder direkt in Kontakt kommen - durch Greifen, Schweiß und Speichel. Auch die Schiebegriffe der Eltern waren nicht frei von Schadstoffen.
Akut gefährlich sind die Substanzen zwar nicht, heißt es bei der Stiftung. Bei Kontakt über einen langen Zeitraum stehen sie aber im Verdacht, krebserregend und erbgutschädigend zu sein. Die Tester kritisieren vor allem, dass Schadstoffe für die Wagen aus technischer Sicht gar nicht notwendig sind.
Ein weiteres Problem betraf die Größe der Wagen: Fast keines der getesteten Modelle taugte zum Chauffieren des Nachwuchses bis zum Alter von drei Jahren. Die Kleinkinder, die im Test durch Dummys ersetzt wurden, waren oft schon zu schwer für ihre Wagen.
Empört zeigt sich die Stiftung vor allem, weil sich nach einem ähnlich negativ ausgefallenen Buggy-Test im Jahr 2006 bei den Herstellern kaum etwas verändert habe. "Das scheint die Branche nicht wachgerüttelt zu haben. Sie schläft", heißt es im aktuellen Test-Heft für September. Die Autoren fragen, ob die Hersteller ihre Zulieferer, die häufig in Fernost produzieren, nicht ausreichend kontrollieren. Die Stiftung forderte erneut deutliche Nachbesserungen beim Kinderwagen-Bau.
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(dpa/cf/gal)
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Zitat: Akut gefährlich sind die Substanzen zwar nicht, heißt es bei der Stiftung. Bei Kontakt über einen langen Zeitraum stehen sie aber im Verdacht, krebserregend und erbgutschädigend zu sein.
Das ist ja überhaupt nicht beunruhigend als angehende Mutter!!!
Ich frage mich dann,was ist ein langer Zeitraum? 1,2 oder 3Jahre?
Wieviel onkologische Kinderkliniken gibt es derzeit eigentlich im Vergleich zu 1970?
...ich habe zwei Kinder (8 und 2)
Als wir für meinen ältesten den ersten Kinderwagen gekauft haben, da war es schwer einen zu finden, der nicht nach Weichmachern stank. Aber wir fanden einen. Das war dann ein dreirädriger, der eigentlich nicht für Säuglinge geeignet war. Also haben wir eine Tragetasche dazugekauft, die man darauf festschnallen konnte.
So weit so gut. Der Wagen ist sehr leicht lenkbar (wenn man das vordere Rad leicht hochdrückt wendet er praktisch auf der Stelle) und Geländeerprobt. Steinige und Matschige Waldwege kein Problem. Am Anfang waren die Räder ständig platt. Dann haben wir die hauchdünnen Originalreifen durch passende Kinderfahradreifen ersetzt. Ich bin etliche Meilen damit gefahren. Das zugehörige Original-Regencape haben wir zweimal neu gekauft, weil es immer zerrissen ist. Dann haben wir bei DM ein viel zu großes billigcape gekauft, das bislang hält.
Mit zwei Jahren passen die Kinder aber nicht mehr in den Wagen. Mein kleiner Sohn hat den Wagen auch noch ausgiebig benutzt. Spätestens beim dritten Kind werden wir aber einen neuen brauchen, da er mittlerweile massive Auflösungserscheinungen hat. Viele Nieten sind kaputt. Die Reisverschlüsse und Druckknöpfe mit denen man waschbare Teile ab machen kann lösen sich auch auf.
Zusätzlich habe ich damals noch einen - gebraucht aus der Annonce - gekauften klassischen 4-Rad Kinderwagen mit Sportwagenaufsatz und Babykorb fürs Neugeborene. Die Vorbesitzer waren große Leute. Der Mann gut über 2 Meter, die Frau mindestens 1,90. Das Kind hat nur bis zum zweiten Monat in den Wagen gepasst. Deswegen war der kaum benutzt.
Mit diesem Wagen bin ich wenig gefahren, weil ich bei längeren Schritten immer an die Achse bzw das Gepäckkörbchen gestoßen bin. Deswegen haben wir den nur rausgeholt, wenn das Kind im Garten schlafen sollte.
Dann gab es noch einen Buggy, den die Oma gekauft hat, und den wir sowohl für meine Kinder als auch für meinen Neffen und meine Nichte (die altersmäßig dazwischen sind) viel benutzt haben. Auch damit kann man als normal großer Mensch (ich 1,74, Ehemann 1,85) keine langen Schritte machen. Man stößt mit dem Fuß gegen die Achse. Mein Neffe hat vom Kontakt mit dem Stoff Pickel bekommen.
Meine Schwägerin hat einen 4-Rad Wagen mit Lenkachse. Auch hier gehen die Reifen ständig hops. Und man kann damit nicht rückwärts fahren, ohne das die Räder sich querstellen. Dann fährt der Wagen sonstwohin oder kippt seitlich um.
Zusammengefasst: Ich finde die Warentester h
dann schaut es bei den fahrradanhängern für kindern bestimmt ähnlich aus.
Tut mir leid, mit der Industrie habe ich überhauptnichts zutun, schon garnicht mit der chemischen.
Das sich meine Kritik in erster Linie gegen die Stiftung Warentest wandte, scheint Ihnen ja entgangen zu sein bzw. haben sie geflissentlich ignoriert. Wenn Sie doch bitte etwas spezifischer werden würden, was die von Ihnen angesprochenen "Halbwahrheiten" betrifft, wäre ich Ihnen dankbar. Anders als mancher, schließe ich generell nicht aus einen Fehler begangen zu haben.
Übrigens: bei der Pharmaindustrie gibt es bestimmt auch ganz ganz tolle Produkte, die spontane geistige Diarrhoe unterbinden und bei der Soziologenlobby finden Sie sicherlich auch Leute, die Ihnen den vernünftigen Umgang mit Ihren Mitmenschen näher bringen.
Sie können ja einfach mal wild durch die Gegend leute der Mitgliedschaft dieser Gruppen bezichtigen denn irgendwann treffen sie statistisch gesehen garantiert den oder die Richtige.
... woher der Krempel kommt?!
Lasst mich raten?
Sicherlich aus China, oder .... ?
Paging