Wenn sich viele Tiere wenig Futter teilen müssen, bedeutet das Streit. Um den zu vermeiden, legen manche Affen offenbar weite Wege bis zu guten Nahrungsquellen zurück.
Bestimmte Affen sind bei ihrer Nahrungssuche äußerst wählerisch. Sie greifen nicht nach den nächstbesten Früchten, sondern suchen sich möglichst reichhaltige Bäume, wie ein Team um Charles Janson von der State University of New York in Stony Brook im Fachjournal Animal Cognition (Bd. 10, S. 293) berichtet.
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Nicht sonderlich gutaussehend, aber wählerisch: Ein männlicher Blaßkopfsaki-Affe. (© Foto: AP)
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Auf diese Weise machen die Blaßkopfsaki-Affen (Pithecia pithecia), die die Wissenschaftler beobachteten, ihre Entscheidung offenbar von den Auswirkungen auf ihre soziale Gruppe abhängig.
Das Forscherteam prüfte auf einer Insel vor Venezuela, ob eine Gruppe von sechs Blaßkopfsaki-Affen bei reichlichem Fruchtangebot aus dem Gedächtnis heraus ganz bestimmte Nahrungsquellen aufsuchte.
Ergebnis: Die Sakis legten vier Mal längere Entfernungen zurück, als die Forscher angenommen hatten. Die Affen wanderten dabei ganz speziell zu den Bäumen, die die meisten Früchte trugen, und nicht zu näher gelegenen mit weniger Früchten. Sie bevorzugten den Forschern zufolge Bäume mit üppigem Fruchtbestand und Bäume mit Wasserlöchern.
Den Affen sei es auf diese Weise möglich, den Futterneid untereinander möglichst gering zu halten, vermuten die Forscher. Sie nahmen dabei größere Entfernungen in Kauf, obwohl das mit höherem Energieaufwand und der größeren Gefahr verbunden war, auf Raubtiere zu treffen.
(dpa)
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