Bonobos galten bislang als besonders friedfertig. Doch sie können auch anders: Beide Geschlechter jagen und fressen auch andere Affen.
Bonobos galten lange als die Hippies unter den Menschenaffen. Aggressionen bauen die Primaten aus dem Kongo in der Regel durch Sex ab. Probleme in der Gruppe werden gemeinsam gelöst.
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Bonobos jagen andere Affen. (© Foto: Reuters)
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Einen Grund, dass die Bonobos scheinbar friedlicher sind als ihre Verwandten, die Schimpansen, sahen Biologen bisher in der dominanten Stellung der Weibchen.
Diese sind besser organisiert als die Bonobo-Männchen und kooperieren effektiver miteinander.
Doch offensichtlich nutzen die weiblichen Zwergschimpansen gerade diese Fähigkeiten auch für wenig friedfertige Handlungen.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben beobachtet, dass sie zusammen mit den Männchen offenbar Schopfmangaben, eine kleine Primatenart, jagen und auffressen.
Bei den Schimpansen gehen die Weibchen nicht auf die Jagd.
(SZ vom 14.10.2008/janw/mcs)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
"Bei den Schimpansen gehen die Weibchen nicht auf die Jagd"
Das sitmmt nicht. Sie gehen seltener auf Jagd als die Männer, das ist schon alles.
Teilweise jagen sie sogar mit Speeren:
http://www.scienceticker.info/2007/02/22/schimpansen-jagen-mit-speeren/
Im übrigen meint man mit "friedlich" in aller Regel das friedfertige Verhalten innerhalb der Art, also gegenüber Artgenossen. Ein Metzger, der anderen Menschen gegenüber immer freundlich ist, gilt ja als freundlich; sein Verhalten gegenüber den Schlachttieren wird dabei nicht gewertet.
Ebenso wurden Schimpansen als nicht ganz so friedlich eingestuft, weil sie (in freier Natur) bei einem Vernichtungskrieg gegen eine andere Schimpansengruppe beobachtet wurden, und nicht, weil sie andere (kleinere) Affenarten jagten und verspeisten.