Zu fettes Essen hat offenbar auch fatale Auswirkungen auf das Denkorgan: Bei dicken Menschen soll das Gehirn im Alter an Substanz verlieren - in entscheidenden Bereichen.
Zu fettes Essen und ungesunde Lebensweise lassen offenbar das Hirn schrumpfen. US-Forscher fanden heraus, dass Übergewichtige im Alter ein kleineres Gehirn haben als gleichaltrige Normalgewichtige, wie die Fachzeitschrift Human Brain Mappingberichtet. Zudem beschleunige eine Adipositas die biologische Alterung des Gehirns - und erhöhe das Risiko, an Alzheimer zu erkranken.
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Forscher fanden heraus, dass bei Übergewichtigen das Gehirn im Alter schrumpft. (© Foto: dpa)
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Die Forschergruppe um Paul Thompson, Professor für Neurologie der Universität of California, Los Angeles, untersuchte dazu insgesamt 94 Probanden, die alle älter als 70 Jahre waren. Dabei erstellten die Wissenschaftler dreidimensionale Modelle der Gehirne aus Computertomographie-Daten.
Die Forscher fanden heraus, dass bei den 51 übergewichtigen Teilnehmern der Gruppe das Gehirn durchschnittlich um sechs Prozent kleiner war als bei gleichaltrigen Normalgewichtigen. Bei den 14 fettleibigen Teilnehmern der Studie sei das Gehirn sogar um acht Prozent geschrumpft, was einem Unterschied im biologischen Alter um 16 Jahre entspreche, berichtet die Fachzeitschrift New Scientist .
Nach Angaben der Forscher verlieren ausgerechnet die Teile des Gehirns an Substanz, die vor der Entstehung von Alzheimer schützen - damit steige das Risiko der übergewichtigen Patienten, an Demenz zu erkranken.
(sueddeutsche.de)
Großprojekte in Berlin
Eine Aussage der Untersuchung ist auf jeden Fall falsch - nämlich der Ausdruck "... lässt Gehirn schrumpfen". Um das zu behaupten müsste man die Probandengruppen in vergangenen Zeiten ja schon mal vermessen haben. Dabei müsste man festgestellt haben, das das Gehirn bei Übergewichtigen 'mal größer gewesen war, und dass es in der Zwischenzeit kleiner geworden (geschrumpft) ist. Im übrigen: Wenn man insgesamt 94 Probanten untersucht hat man eine so kleine Menge von Messwerten, dass überhaupt keine statistisch relevante Aussage möglich ist. Mathematiker lachen sich hier mal wieder kaputt über die Unfähigkeit von Medizinern mit Statistiken umzugehen. Die Angabe von 8% ist da kein verlässlicher Wert, weil innerhalb der 'Messungenauigkeit'.
Siehe auch:
db.swr.de/upload/manuskriptdienst/wissen/wi0920032166.rtf
Deshalb hiess die Serie damals wohl Dick & Doof ?
wie aus Daten unzulässige Schlüsse gezogen werden (und die dann prompt und ohne kritischen Kommentar in Zeitungen zitiert werden):
Zitat:
"...untersuchte dazu insgesamt 94 Probanten, die alle älter als 70 Jahre waren.(...) Die Forscher fanden heraus, dass bei den 51 übergewichtigen Teilnehmern der Gruppe das Gehirn durchschnittlich um sechs Prozent kleiner war als bei gleichaltrigen Normalgewichtigen. Bei den 14 fettleibigen Teilnehmern der Studie sei das Gehirn sogar um acht Prozent geschrumpft."
Aus der Tatsache, dass in einer Gruppe Übergewichtige ein kleineres Hirn zu haben scheinen als Nicht-Übergewichtige kann man keineswegs folgern, dass das Übergewicht die Ursache war - dazu bräuchte man Daten z.B. von Normalgewichtigen, die über Zeit an Gewicht zulegen (plus entsprechende Kontrollgruppe, die normalgewichtig bleiben) und gleichzeitig eine parallele Schrumpfung des Gehirns aufweisen (im Gegensatz zu denen der Kontrollgruppe). Und selbst dann wäre nicht ausgeschlossen, dass etwas Drittes beides (Gewichtszunahme und Schrumpfung) verursacht...
Seufz. Sollte Studien bzw. Ergebnisberichte gehören einfach nur in die Tonne!
Mein früherer Statistik-Professor pflegte zu sagen: Eine Statistik sagt alles über den Durchschnitt, aber nichts über den Einzelfall.
Es ist m.E. sicher gesünder ein wenig übergewichtig zu sein und Freude am Genuß zu haben, als seinen Organismus ständig mit Diäten zu traktieren, die doch oft lediglich den Stoffwechsel ruinieren. Das bedeutet natürlich nicht, dass man wahllos alles in sich hineinstopfen sollte, was nur möglich ist. Die Qualität der Nahrungsmittel spielt in der Ernährung eine genauso wichtige Rolle wie die Quantität.
Ein sehr schlanker, aber sehr bewegungsarmer Mensch ist sicher körperlich und geistig weniger fit, als ein leicht übergewichtiger, aber bewegungsfreudiger Mensch. Sicher gibt es Erkrankungen, wie z.B. Diabetes mellitus Typ II deren Verlauf durch ein zu hohes Körpergewicht negativ beeinflusst wird, aber da spielen auch noch anderer Faktoren eine Rolle, wie z.B. Rauchen.
....... war so breit wie sie lang war - eine echte Bauers-/Winzersfrau, in jungen Jahren war sie Köchin, sie kochte sehr, sehr gut, aber auch reichhaltig, was man ihr eben ansah. Sie verstarb mit 82 bei bester Gesundheit und klarstem Kopf - die Todesursache war psychischer Natur, ihre geliebte Scheune in dem uralten Haus krachte zusammen, das packte sie nicht.
Die Wissenschaftler sagen heute dieses, dann wieder jenes, womit sie die Menschen auch verunsichern können. Übergewicht ist nicht gesund, Untergewicht ist nicht gesund, dann ist Wein krebserregend, auf der anderen Seite soll es gesund sein, täglich ein Glas zu trinken! Fleisch ist ungesund, dann soll man Fleisch wiederum nicht verdammen, weil es für den menschlichen Körper wichtig ist. Alles KÄSE: Der Mensch soll in sich reinschauen und -horchen, was ihm bekommt und was nicht, und ich bin zu einer Überzeugung gekommen: Das Wichtigste ist es, mit sich im Reinen und Klaren zu sein, innere Zufriedenheit spielt eine große Rolle!
Ich kenne auch Menschen, die einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekamen, obwohl sie dafür eigentlich keine Disposition hatten: Kein Übergewicht usw., aber ..... sie waren nicht ausgeglichen und unzufrieden und ständig auf der Flucht.
Man darf das alles nicht pauschalisieren: Adler war z.B. der Meinung, dass die Alzheimer insbesondere durch nicht aufgearbeitete Neurosen entstehen kann - und obwohl ich weder Ärztin/Neurologin bin, kann ich das nachvollziehen!