Im dritten Anlauf: Die US-Raumfähre "Discovery" ist zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Beim 33. Nachtstart eines Shuttles passte alles.
Die US-Raumfähre Discovery ist nach einem Bilderbuchstart auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Beim 33. Nachtstart eines Shuttles passte alles: Der Space Shuttle mit sieben Astronauten an Bord hob am Samstagmorgen um 5.59 Uhr deutscher Zeit ab und trat kurz darauf in eine niedrige Erdumlaufbahn ein. Tausende Schaulustige verfolgten das Abheben der Raumfähre vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida, darunter auch der künftige deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst.
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Ein Bilderbuchstart: Die US-Raumfähre Discovery auf dem Weg zur ISS. (© Foto: Reuters)
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Der Shuttle hatte eigentlich schon am Dienstagmorgen ins All fliegen sollen. Der Start musste jedoch zunächst wegen einer Gewitterfront und später wegen technischer Probleme zwei Mal verschoben werden. "Die Teams haben einen großartigen Job gemacht", sagte NASA-Manager Bill Gerstenmaier kurz nach dem Abheben. Nach ersten Erkenntnissen sei die Raumfähre beim Start nicht beschädigt worden.
Wenn alles nach Plan läuft, wird die "Discovery" am Montag für knapp neun Tage an der ISS andocken. Zur Besatzung der Raumfähre gehören sechs US-Astronauten der NASA sowie der Schwede Christer Fuglesang. Der 52-Jährige fliegt für die Europäische Weltraumorganisation ESA mit zur ISS und wird dort auf seinen belgischen Kollegen Frank De Winne treffen. Dieser gehört seit Ende Mai zur Langzeitbesatzung der ISS.
Auf die Shuttle-Astronauten warten während der 13-tägigen Mission drei Außenbordeinsätze. An der Außenwand der ISS sollen mehr als 20 Meter Kabel verlegt werden. Außerdem werden die Astronauten unter anderem einen leeren Ammoniaktank für das Temperaturregelungssystem ersetzen. Mit einer Masse von 800 Kilogramm wird der Tank nach ESA- Angaben der schwerste Gegenstand sein, den je ein einzelner Astronaut im Weltraum zu bewegen hatte.
Die "Discovery" wird voraussichtlich am 8. September wieder von der ISS abdocken und den NASA-Astronauten Timothy Kopra von der Langzeitbesatzung zur Erde zurückbringen. Kopras Platz an Bord der ISS wird seine NASA-Kollegin Nicole Stott einnehmen, die zur Crew des Fluges STS-128 gehört. Die Landung der Raumfähre in Florida ist für den 11. September vorgesehen.
Nach diesem Flug der inzwischen 25 Jahre alten "Discovery" wird es nur noch sechs weitere Shuttle-Flüge geben. Nach dem Aufbau der ISS in eineinhalb Jahren stellen die USA ihr Raumfährenprogramm ein.
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(dpa/AP/segi)
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