Keine Antibiotika bei leichten Atemwegsinfekten, keine Notfallambulanzen bei Asthmaanfällen und keine frei verkäuflichen Erkältungsmittel - eine US-Ärztevereinigung hat nun eine Liste mit unnötigen Tests und Therapien erstellt.
Jetzt ziehen sie die Notbremse. Unabhängige Ärzte wissen zwar schon länger, dass viele Untersuchungen und Behandlungen in der Medizin überflüssig sind. Doch so geballt wie in den Archives of Internal Medicine (online) vom Dienstag ist selten zu lesen, dass Medizin mehr schaden als nutzen kann.
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Laut der amerikanische Ärztevereinigung National Physicians Alliance sind viele Therapien und Tests unnötig und können daher vermieden werden. (© dpa)
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Unter der Überschrift "Less is more" hat die amerikanische Ärztevereinigung National Physicians Alliance (NPA) für Allgemeinmedizin, Innere Medizin und Kinderheilkunde eine Liste erstellt, der Ärzte wie Patienten entnehmen können, welche Tests und Therapien unnötig sind. Das Ziel der Mediziner ist es, die Qualität der Versorgung zu verbessern und unnötige Belastungen oder Risiken für die Patienten selbst vermeiden zu helfen.
Die Ärzte berufen sich in ihren Empfehlungen, die im Folgenden kurz zusammengefasst sind, auf hochrangige Studien und Auswertungen der Fachliteratur durch unabhängige Gremien. "An Ärzte stellt es erhöhte Anforderungen, sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen ihres Tuns auseinanderzusetzen - und Patienten müssen aus ihrer passiven Anspruchshaltung herauskommen", sagt Gerd Antes vom Deutschen Cochrane-Zentrum in Freiburg, das die Qualität klinischer Studien bewertet. "Beide Seiten können aber nur davon profitieren."
Bei Rückenschmerzen ist kein Röntgenbild, Kernspin oder CT innerhalb der ersten sechs Wochen nötig.
Davon ausgenommen sind Patienten mit Lähmungen oder mit schweren Grunderkrankungen wie einer Osteomyelitis. Kreuzschmerzen verschwinden in der Mehrzahl von allein wieder. Zudem hat die frühe Bildgebung keine Vorteile für den weiteren Verlauf des Leidens.
Bei gesunden, beschwerdefreien Erwachsenen sind keine Routineblut- oder Urintests nötig.
Bei jedem Arztbesuch automatisch die Laborwerte zu bestimmen ist überflüssig und führt nicht dazu, dass Krankheiten früher entdeckt oder besser behandelt werden. Bei älteren Patienten mit Bluthochdruck kann es hingegen sinnvoll sein, auf Typ-2-Diabetes und entgleisten Fettstoffwechsel zu testen.
Ein EKG ist bei symptomlosen Patienten ohne besonderes Risiko nicht nötig.
Dadurch verbessert sich der Verlauf und die Prognose bei womöglich verengten Kranzgefäßen nicht. Unklare Befunde sind jedoch so häufig, dass sie weitere invasive Untersuchungen nach sich ziehen, zu weiteren Fehldiagnosen und einer Übertherapie führen. Ärztegremien kommen daher zu dem Schluss, dass der Schaden den Nutzen überwiegt.
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Machtkampf in der Linken
Nein. Sehr plakativ. Der Artikel enthält einige Wahrheiten und einige extreme Vereinfachungen. Der Stil: Sarazin.
Ich verdrehe gar nichts, sondern Sie. Ich habe lediglich nach einem Beleg für den Wirknachweis gefragt. Reaktion war die "Erstverschlimmerung".
Antwort: Bringen Sie einen Nachweis, dass Allopathie zu 100 % wirkt.
Nachhaken von mir. Antwort: "Nun habe ich keine Lust und keine Zeit mehr, da Sie stur Ihre Meinung vertreten, einen auch noch als intolerant hinstellen - subtil - wobei sie allgemein, ohne auch nur einen Beweis bringen zu können, unterstellen, dass Homöopathie nicht wirken kann. Fragen Sie doch z.B. mal svensk, er ist Allgemeinmediziner - fragen Sie ihn doch mal, welche Meinung er vertritt. "
Und ich habe belegt, dass alle Indizien für die Nichtwirksamkeit von Homöopathie sprechen.
"Homöopathische Arzneimittel, die stärker verdünnt sind als die Potenz D6 haben pharmakologisch keinerlei spezifische Wirkung mehr!
In den Lösungsmitteln, mit denen man beim "Potenzieren" verdünnt, kommen in Spuren fast alle wichtigen, natürlichen Elemente vor. Woher "weiß" denn das Heilmittel, dass nur es allein potenziert werden soll? Solche unbelegten Behauptungen über das Potenzieren sind eine intellektuelle Zumutung.
Reaktion hierauf? Nada. Statt dessen Hinweis auf die PEK-Studie, die meine Position belegt.
Svensk hat noch nicht geantwortet. Ist aber im übrigen auch keine Antwort auf meine Frage. :-)
Ich glaube, bei diesem Thema wird es - wie bei Religion - zu keinem sinnvollen Ergebnis kommen. "Wirkung ist nicht nachgewiesen" - "Ich glaube schon".
"Psychotherapie muss übrigens nicht ungebedingt hilfreich sein, ich habe selbst eine Nebentätigkeits-Praxis! Und fragen Sie doch mal andere Psychotherapeuten, ob sie immer mit ihrer Therapie erfolgreich sind."
Ich habe doch gar nicht behauptet, dass sie IMMER erfolgreich sind, sondern dass es den Wirknachweis gibt. Penicilin ist auch nicht immer erfolgreich, wirkt aber nachweislich.
"Erstaunlich finde ich nur, dass Schulmediziner, Krankenkassen dermaßen falsch mit der Homöopathie liegen."
Mag sein. Ich bin weder noch.
"Sie können keine andere Meinung gelten lassen - das war auch in dem Katzen-Thread so. Eine andere Meinung ist dann Polemik."
Doch. Ich habe Ihnen Ihre Meinung nicht abgesprochen. Genauer gesagt habe ich von ihrem Glauben an die Wirksamkeit der Homöopathie geschrieben. Den gestehe ich Ihnen ausdrücklich zu - aber ich winke die Behauptung "Homöopathie wirkt" nicht durch. Das aber ist keine Meinung, sondern pharmakologisch und wissenschaftlich begründbar - im Gegensatz zum Wirknachweis.
Und zur Polemik:
"Sie stiegen in die Diskussion ein mit der Definition, dass Homöopathie reine Quacksalberei ist.Soll das alles, nur weil Sie nichts davon halten nicht mehr bezahlt werden? Soll nur noch bezahlt werden, was Sie in Anspruch nehmen?"
Das ist Polemik - oder aber eine Unterstellung.
"
Sie verdrehen irgendwie alles, aber ich höre nun damit auf - einfach sinnlos!
Psychotherapie muss übrigens nicht ungebedingt hilfreich sein, ich habe selbst eine Nebentätigkeits-Praxis! Und fragen Sie doch mal andere Psychotherapeuten, ob sie immer mit ihrer Therapie erfolgreich sind. Da gibt es genau so misslungene Therapien. Kassen übernehmen drei Jahre oder länger die Kosten, dann haut der Patient einfach ab - ohne Besserung des Gesamtzustandes.
Erstaunlich finde ich nur, dass Schulmediziner, Krankenkassen dermaßen falsch mit der Homöopathie liegen.
Sie können keine andere Meinung gelten lassen - das war auch in dem Katzen-Thread so. Eine andere Meinung ist dann Polemik.
Ihnen alles Gute!
"Sie stiegen in die Diskussion ein mit der Definition, dass Homöopathie reine Quacksalberei ist."
Bitte genau zitieren: Nur - für mich: leider - übernehmen immer mehr Kassen die Kosten für dieses - in meinen Augen - Quacksalbertum.
Noch mal mit Emphase: Nur IN MEINEN AUGEN Quacksalbertum. Ich beanspruche keine Allgemeinverbindlichkeit.
"Ich habe nirgendwo behauptet, dass kaputte Hüft- und/oder Kniegelenke mit Homöopathie geheilt werden könnten, sondern wies darauf hin, dass auch Operationen nicht immer so glimpflich verlaufen, dass es so einer kompletten Wiederherstellung kommt."
Ja und? Dann schreiben Sie das doch auch deutlich so. Aber ein Nachweis der Wirksamkeit von H. ist es nicht.
"Ich habe überhaupt nicht gegen die Allopathie geschimpft, sie geschweige denn als sinn- und nutzlos dargestellt."
Das wäre mir wurscht, da es darum nicht geht. Und unbestritten ist sicher ein Teil der Allopathie überflüssig oder unwirksam. Aber das ist ein anderes Thema.
"Ich habe u.a. darauf hingewiesen, dass ich z.B. den ganzen Medikamenten-Verschleiß in Deutschland mit bezahle, ohne zu murren oder zu klagen, obwohl ich meine homöopathischen Mittel alles selbst bezahle."
Schön. Ich zahle auch dafür und auch für die homöopathischen Verdünnungen der in meiner Kasse versicherten. Aber warum soll ich das so hinnehmen, wenn ich es für unsinnig halte. Meine Meinung lasse ich mir nicht verbieten - an der Praxis etwas ändern kann ich leider nicht.
"Es mangelte bei Ihnen an der Toleranz - auch wenn die Kassen vielleicht anteilige Kosten für Homöopathie übernehmen, dann ist das eben so."
Falsch. Ich zahle ja dafür, aber ich finde es nicht gut. Was ist daran intolerant?
" Es gibt auch Leute, die auf Kosten der Kassen 10 Jahre auf der Couch eines Analytikers verbringen: 50 Min. à € 150.--, wobei ich nicht gegen Psychotherapien bin. Soll das alles, nur weil Sie nichts davon halten nicht mehr bezahlt werden?"
Hab ich nie behauptet. Und: Der Wirknachweis der Psychotherapie ist im Gegensatz zur Homöopathie gegeben.
"Soll nur noch bezahlt werden, was Sie in Anspruch nehmen? Sehr eigenartige Einstellung!"
Sorry - das ist entweder Kindergartenniveau, wenn Sie ablenken wollen, oder Unverständnis, da ich das nirgendwo behauptet habe.
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