Auf den Philippinen haben Forscher eine bislang unbekannte Art von Waranen entdeckt. Sie sprechen von einer "beispiellosen Überraschung".
Von einer "beispiellosen Überraschung" sprechen die Forscher, die auf den Philippinen auf eine neue Art von Riesenwaranen gestoßen sind. Schließlich sind die Tiere mit dem wissenschaftlichen Namen Varanus bitatawa nicht gerade klein: Sie werden bis zu zwei Meter lang.
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Der neu entdeckte Waran wird bis zu zwei Meter lang. (© Foto: dpa)
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Die Wissenschaftler vermuten, dass es sich um enge Verwandte des Komodo-Warans auf Indonesien handelt. Allerdings ist der Bitatawa-Waran im Gegensatz zu diesen Riesenechsen kein Fleisch-, sondern ein Pflanzenfresser, wie die britische Royal Society im Fachblatt Biology Letters berichtet.
Ähnlich spektakuläre Entdeckungen wurden in den vergangenen Jahrzehnten nur noch selten gemacht, da es auf der Erde nur noch wenige unberührte Gebiete gibt. So wurde etwa 2003 in Tansania eine unbekannte Affenart, die Kipunji-Affen, entdeckt.
Dass die Riesenechsen zuvor nicht identifiziert wurden, liegt vermutlich daran, dass sie in den teilweise noch unerforschten Wäldern im Norden der Insel Luzon leben.
Die Wissenschaftler kamen der neuen Art auf die Spur, als 2009 ein Waran erlegt wurde, der sich von den bekannten philippinischen Arten äußerlich stark unterschied. Die Schuppen an Körper und Beinen der Echsen sind überwiegend blau-schwarz gefärbt und weisen grün-gelbe Tupfer auf.
Werbung für die Artenvielfalt
Eine Analyse des Erbguts ergab, dass es sich tatsächlich um eine bislang unbekannte Art handelt.
Nun soll der Bitatawa-Waran dazu beitragen, dass die Philippinen als ein wichtiges Land für die Biodiversität anerkannt würden, sagten die Forscher voraus. Der Waran könne als Werbemittel für die Bemühungen um die Erhaltung der Artenvielfalt und um den Schutz der Waldgebiete im Norden Luzons eingesetzt werden.
Aufsehen erregte der Waran in den Medien auch, weil er eine Art Doppel-Penis besitzt. Die Männchen könnten ihre beiden Geschlechtsorgane sogar abwechselnd nutzen.
Das ist allerdings bei Echsen nicht außergewöhnlich. Das Geschlechtsorgan ist bei den Männchen in der Regel paarweise vorhanden und wird Hemipenis genannt. Bei der Fortpflanzung nähern sich die Männchen von der Seite und verwenden das jeweils dem Weibchen zugewandte Geschlechtsorgan.
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(sueddeutsche.de/ AFP/cosa/mcs)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Oje der arme auf den Philipinen lebt in ein paar Jahrzehnten gar nichts mehr bei deren Bevölkerung und Nahrungsgewohnheiten.
Ich geh wieder an meiner Arche bauen..
heißt das, dass man gleich nach der Entdeckung ein Exemplar "im Dienste der Wissenschaft" umgebracht hat?
Heute entdeckt
und morgen schon auf dem Esstisch oder Kaminsims.