Wenn die Vollversammlung über die Resolution entscheidet, sollte sie ein bereits existierendes UN-Dokument berücksichtigen: Bereits 2002 hat der Wirtschafts- und Sozialrat der UN im sogenannten Allgemeinen Kommentar Nummer 15 das "Recht auf Wasser" festgestellt: "Das Menschenrecht auf Wasser berechtigt jedermann zu ausreichendem, ungefährlichem, sicherem, annehmbarem, physisch zugänglichem und erschwinglichem Wasser für den persönlichen und den häuslichen Gebrauch."
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Schätzungsweise 884 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser (© AP)
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Demnach haben die UN das Menschenrecht auf sauberes Wasser also durchaus schon formuliert. Akzeptiert hat es die Weltgemeinschaft jedoch noch nicht.
Wie Bernd Ladwig von der Freien Universität Berlin in einem Bericht für die Bundeszentrale für politische Bildung feststellt, gibt es verständliche Einwände gegenüber einem Recht auf Wasser. Dieses setze zum Beispiel Ressourcen voraus, die einem Staat auch zur Verfügung stehen müssen.
Aber wenn die Nationen den Anspruch auf sauberes Trinkwasser als Menschenrecht gewährleisten müssten, würde dies die Folgen von Umweltzerstörung und Konflikten vielerorts in den Bereich der Menschenrechtsverletzung heben. Außerdem würde laut Ladwig "ein ausdrücklich anerkanntes Menschenrecht auf Wasser verdeutlichen, dass auch Privatisierungen die Regierungen nicht aus der Pflicht entließen, die Grundversorgung mit Wasser für alle zu sichern".
Akzeptiert man diese Einschätzung, so sind es offenbar nationale und kommerzielle Interessen, die bislang verhindert haben, dass das Recht auf sauberes Wasser von den UN als Menschenrecht akzeptiert wurde. Wäre es anders, hätten die UN vermutlich auch größere Chancen, ihre Millenium Development Goals in Bezug auf Wasser zu realisieren. Wenigstens halbiert werden sollte bis 2015 die Anzahl der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Wasser und einer Basissanitärversorgung haben. Derzeit sieht es nicht so aus, als gebe es auch nur die geringste Chance, dieses Ziel zu erreichen.
Resolutionen der UN-Vollverammlung sind zwar, anders als jene des UN-Sicherheitsrates, völkerrechtlich nicht bindend. Würde die Resolution Boliviens aber verabschiedet, so könnte aber der politische Druck auf die Gegner eines Menschenrechts auf Trinkwasser zunehmen.
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(sueddeutsche.de/gba)
Großprojekte in Berlin
Manchmal kommt man auf die Idee, dass auf dieser Erde seelenlose Zombies regieren, denn der Zugang zu Wasser und die Reinhaltung desselbigen sollte - in einer von Intelligenz regierten Planeten - oberste Priorität haben.
Dass dies nicht so ist - und nun als Witzrecht (nicht einklagbar) auf ein sinnloses Papier geschrieben wird - zeugt von der Dum.m.heit der Spezies Mensch, die - glaube ich - unübertroffen ist. Kein Tier der Erde wäre so bl.ö.d, sein Lebensmittel Nr. 1 - Wasser so zu malträtieren und verdrecken wie es der Mensch tut.
Unfassbar, in welchem Geist gerade dieser Planet dahinstirbt - und keine ernsthaften Anstrengungen unternommen werden, dem Sterben des Planeten Einhalt zu gebieten.
Wasser IST Leben - und fundamentales Lebensrecht für jeden Menschen auf diesem Planeten. Offenbar fehlt es den Herrschenden tatsächlich an dieser fundamentalen Einsicht. Und ein toter Planet ist in letzter Konsequenz regierungstechnisch auch bedeutungslos. Wacht eigentlich einmal die Weltfinanz mit ihren Lakaien in der Politik aus ihrer Kollektivneurose auf?
Soviel zu der Feststellung, dass "es offenbar nationale und kommerzielle Interessen sind, die bislang verhindert haben, dass das Recht auf sauberes Wasser von den UN als Menschenrecht akzeptiert wurde." ...
Z.B. die USA und die durch die USA kontrollierte Weltbank, aber auch Coca-Cola und Nestlé ...
"Würde man auf einer Weltkarte einzeichnen, wo heute Kriege und Konflikte herrschen, und diese Karte dann auf eine Karte gleicher Grösse legen, auf der die Bodenschätze der Welt eingezeichnet sind, so würden wir feststellen, dass Konflikte und Kriege deckungsgleich sind mit der Karte der Bodenschätze. Zu diesen Schätzen der Erde zählt inzwischen längst auch das "blaue Gold" - das Wasser..
Im Jahr 2000, am Ende der Ära von US-Präsident Bill Clinton, wurde von den Ex-Beratern der Präsidenten Reagan und Bush senior ein Dokument verfasst, in dem der "Acuifero guaraní" schon angesprochen wird. In diesem Papier hat ein Satz, bei näherem Hinsehen, eine besonders wichtige Bedeutung - er lautet:
"Die Vereinigten Staaten von Nordamerika müssen sich versichern, dass die Naturreserven, die auf diesem Planeten vorhanden sind, für die nationalen Prioritäten der USA zur Verfügung stehen."
Die von den USA kontrollierte Weltbank finanziert seit 2001 Forschungsarbeiten rund um den "Acuifero". Universitäten, Techniker und Wissenschafter aus den Anrainerstaaten werden dafür bezahlt, dass sie alle Informationen zusammentragen, die zur Nutzung des "Acuifero" dienen. Wichtigstes Forschungsziel ist die Bestimmung der Ausdehnung dieser Wasserreserven, die Entwicklung von Strategien zur Vermeidung von Umweltverschmutzungen vor Ort und die "nachhaltige Sicherung" und permanente Kontrolle der Region.."
(Quelle: http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2006/nr50-vom-11122006/trinkwasser-das-blaue-gold-des-acuifero-guarani/)
Das Problem der Trinkwasserknappheit beginnt bei der teilweise fragwürdigen Bewässerung.
Bei Bewässerung durch Schläuche oder Regner gelangt nur ein kleiner Teil an die Wurzeln der Nutzpflanzen.
Eine Problemlösung besteht z. B. in der Anwendung der von mir entwickelten feuchtesteuerbaren Kapillarbewässerung (siehe www.kapillar-ortmann.de), die weder Druckwasser noch elektrischen Strom erfordert und den Wassertransport ohne Verluste mit Hilfe von Glasfaserdochten (bevorzugt innerhalb von Schläuchen) und/oder daraus gewebten Matten vorsieht.
Günter Ortmann